Buchtipp: Zwei für mich, einer für dich

in Medien, Standard

Dieses illustrierte Kinderbuch erzählt die Geschichte von einem Bären und seinem Wiesel-Freund, welche sich nicht entscheiden können, wie sie ihre Mahlzeit aufteilen sollen. Der Bär hat auf dem Weg nach Hause drei Pilze gefunden, die das Wiesel anschließend mit viel Aufwand für die beiden zubereitet. Daraufhin bricht ein unerbittlicher Streit zwischen ihnen aus: Wer darf den dritten Pilz essen? Fair teilen oder bekommt doch einer mehr als der andere? Die verzwickte Situation der zwei Freunde löst sich jedoch auf ungeahnte Weise, denn als sie nicht aufpassen, erscheint aus dem Wald plötzlich ein Fuchs hinter den beiden und nimmt ihnen die Entscheidung ab. Das denken sie jedenfalls, wäre da nicht noch ein Nachtisch mit drei Erdbeeren übrig …
Allgemein werden dem Leser die Probleme des Teilens veranschaulicht, und auf lustige Weise wird gezeigt, wie unsinnig diese am Ende des Geschehens sind. Gleichzeitig wird durch das offene Ende ein Anreiz für die Kinder geschaffen, die Geschichte von Bär und Wiesel weiterzuführen und eine eigene Lösung für das Problem zu finden.

Dieses Buch ist für Kinder jüngerer Altersklassen ab ca. drei Jahren gedacht, die Freude an den Illustrationen haben und sich in der Geschichte des Teilens wiederfinden können. Das offene Ende regt als Denkaufgabe die weitere Gestaltung der Geschichte an und verspricht eine Weiterführung der Erzählung nach der letzten Seite.

Jörg Mühle: Zwei für mich, einer für dich
Moritz Verlag, Frankfurt am Main 2018
12,95 Euro

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