Buchtipp für Grundschulkinder: In einem tiefen, dunklen Wald …

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… gibt es nicht nur Bäume, Hexen und Zwerge, sondern auch Untiere, überaus schreckliche, ziemlich schreckliche und ein bisschen weniger schreckliche. Von einem der weniger schrecklichen lässt sich Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audora entführen, denn sie möchte herausfinden, welcher Prinz mutig genug ist, um sie aus den Klauen des Untiers zu befreien. Außer Mut braucht Henriette-Rosalinde-Audoras Retter allerdings auch ziemlich starke Nerven, denn die Prinzessin ist nicht nur schön, sondern auch reichlich arrogant und zickig. Im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass Prinzessin Henriette-Rosalinde-Audoras Rechnung zwar aufgeht, allerdings auch drei Unbekannte enthält.

Paul Maars (Text) und Verena Ballhaus’ (Illustration) Kinderbuchklassiker „In einem tiefen dunklen Wald …“ hat auch nach über 20 Jahren nichts von seinem Witz verloren. Im Verlauf der Handlung begegnen einem zahlreiche Gemeinplätze aus Märchen und Sagen, die ironisch gewendet, mokant kommentiert und neu kombiniert werden.

Die Figuren sind keine idealisierten Märchengestalten, sondern eigensinnige Charaktere, die den Herausforderungen, die das Dasein in einem Märchen so mit sich bringt, mit Schlagfertigkeit, gesundem Menschenverstand und Entschlossenheit entgegentreten. Der Leser sollte sich darauf gefasst machen, dass auch Prinzessinnen über Milchmädchenlogik stolpern können und nicht jeder Prinz das ist, wonach er aussieht.

Paul Maar (Autor) | Oetinger, 1999
ca. 12,90 Euro | ab 6 Jahren

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