Bonn, 03.04.2019 – Bochum, Berlin, Wattenscheid: An drei Orten in den letzten zwei Tagen fallen kleine Kinder aus dem Fenster. Im Frühjahr und Sommer stürzen besonders viele Kinder aus dem Fenster oder vom Balkon in die Tiefe. Diese Unfälle enden meist tragisch mit schweren Verletzungen oder gar mit dem Tod. Dabei lassen sich diese Katastrophen leicht vermeiden.
„In der Mehrzahl der Fälle sind Kleinkinder unter vier Jahren betroffen“, weiß Andreas Kalbitz, Geschäftsführer der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V. Kleine Kinder sind neugierig und wollen die Welt erkunden. Daher blicken sie gerne aus dem Fenster und lehnen sich unbedacht über Balkonbrüstungen. Für kleine Mädchen und Jungen ist das aus vielen Gründen äußerst riskant. Sie können Gefahren schlechter abschätzen als Erwachsene und haben einen anderen Körperschwerpunkt als wir. Ihr Kopf ist schwerer, daher zieht sie das Eigengewicht leichter in die Tiefe. Hinzu kommt: Kinder lieben es zu klettern und wissen genau, mit welchen Tricks sie in die Höhe gelangen.
Daraus müssen Eltern Konsequenzen ziehen und sich strikt an bestimmte Regeln halten. Die Empfehlungen von BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.:
- Kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt bei geöffnetem Fenster im Zimmer oder auf dem Balkon spielen lassen
- Fenster und Balkontüren immer mit Sicherungen oder abschließbaren Griffen versehen
- Steighilfen wie Getränkekisten, Blumenkübel oder Gartenmöbel verführen die Kleinen zum Klettern und haben auf dem Balkon nichts verloren
- Querstreben an Balkongittern sichern, da sie zum Klettern animieren.
- Kindern die Gefahren erklären, Regeln aufstellen und auf die Einhaltung achten
Die BAG ist das nationale Fachnetzwerk zur Verhütung von Kinderunfällen. Der gemeinnützige Verein verfolgt das Ziel, die hohe Zahl von unfallbedingten Verletzungen in Deutschland zu reduzieren. Weitere Informationen: kindersicherheit.de
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