Sechs Jugendliche haben der Fotokünstlerin Annette Zander erlaubt, ihr Leben in den unterschiedlichen Phasen der Corona-Pandemie in den Fokus zu nehmen. Die Fotografien erzählen ausdrucksstark davon, was die Corona-Pandemie und die notwendigen Maßnahmen zum Infektionsschutz den jungen Menschen abverlangt haben.
Mit dem Grundsatz: „Wir müssen die Schwachen schützen“ wurden das soziale Leben heruntergefahren. Dabei wurde den Menschen und vor allem den Jugendlichen und KIndern eine Menge abverlangt.
Mit den „Schwachen“ waren meisten die gemeint, die – aufgrund ihres Alters oder chronischer Erkrankungen – als besonders gefährdet eingestuft wurden. Später wurden auch die sozial „Schwächeren“, die in Gemeinschaftsunterkünften ihre Nächte verbringen müssen und nicht die finanziellen Mittel haben, um mit dem eigenen Auto zu fahren, als besonders schutzbedürftig wahrgenommen. Als Lehrerin und Mutter von drei Kindern, hat Annette Zander eine ganz andere Gruppe von „Schwachen“ ausgemacht. Millionen Kinder und Jugendliche, die eineinhalb Jahre die Schule kaum von innen gesehen haben. Abhängig von den technischen Voraussetzungen der Schulen und der Familien und dem Engagement und der Kreativität der Lehrerinnen und Lehrer fiel die Qualität des Distanzunterrichts sehr unterschiedlich aus.
Annette Zander hat den Kontakt zu ihren Schülern gehalten, sich bemüht sinnvollen Unterricht zu geben und die Menschen hinter den Web-Cam im Blick zu behalten. Dabei ist sie oft mit psychischen Problemen der jungen Menschen konfrontiert worden. Sie hat wahrgenommen, wie viele Kinder in der Pandemie abgehängt wurden und emotional in große Not geraten sind. Die Ausstellung möchte dazu anregen, die Kinder und Jugendlichen wieder in den Fokus nehmen, damit Kinder und Jugendliche wieder spüren, dass ihr Leben, ihre Bedürfnisse und Nöte gesehen und wahrgenommen werden und sie nicht vergessen sind.
St. Fronleichnam, Düppelstraße 21-23, 52068 Aachen
Zu sehen bis zum 15.10.2022
Öffnungszeiten: Mo-Sa, 9:30 bis 17:00 Uhr
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