Ausprobiert: ERKA Bad

Es war ein sehr heißer Tag. Ich packte unsere Schwimmsachen ein, und nachdem wir meine Oma in Erkelenzer Krankenhaus besucht haben, fuhren wir zur Schwimmhalle.

Alle Parkplätze vor dem Gebäude und auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor der ERKA Halle, waren belegt. Wir parkten in der Westpromenade und legten einen kleinen, aber überschaubaren, Fußweg zurück.

Im Eingangsbereich kauften wir die Eintrittskarten am Automaten. Leider erhielt man keine Auskunft darüber, dass meine Anderthalbjährige noch nicht zahlen muss. Wir wählten dann jedoch den zweiten Eingang an der Freibadkasse, wo die nette Kassiererin uns das zu viel gezahlte Geld erstattete. Es war brechend voll und ich war mit einer schwer beladenen Schwimmtasche, Buggy und Kind etwas überfordert. In der Umkleide war viel Betrieb und kaum Platz. Ich konnte den fahrbaren Untersatz dann im Häuschen der Kassiererin unterstellen. Nachdem wir in Ruhe dann unsere Wertsachen verschlossen hatten, zogen wir auf die Wiese um. Ich bat eine Familie, die es sich auf einigen Decken bequem gemacht haben, ab und zu ein Auge auf den Kinderwagen zu werfen.

Wir erkundeten zuerst das Becken im Innenbereich. Hier tobten so viele Kinder im Wasser, dass es nur so platschte um uns herum. Ununterbrochen sauste ein Besucher nach dem anderen die kleine und die 65-Meter-Rutsche hinunter. Wir wechselten in den Kleinkinderbereich, wo ich zwischen anderen Erwachsenen einen Platz am Rand fand. Meine Tochter spielte ausgiebig mit anderen „Wasserratten“ und hatte viel Spaß mit den Fontänen. Sie schnappte sich ein herumliegendes Eimerchen und war erst mal beschäftigt.

Aber natürlich wollten wir auch das schöne Wasser genießen und wechselten wieder ins Freibad. Vorsichtig stieg ich mit meiner Tochter in das außliegende Becken. Doch nach guten 30 Grad Wassertemperatur war es ihr hier drin viel zu kalt und sie fing an zu weinen. Also schnell wieder raus. Wir gingen zum Spielplatz und blieben sehr lange. Unter Sonnensegeln können die Kleinen hier ausgiebig mit Wasser matschen. Meine Kleine beachtete mich überhaupt nicht mehr. Ich saß am Rand und passte nur auf, dass sie nicht mit dem Gesicht zuerst in eine Wasserlache fällt. Sie bekam gar nicht mit, dass direkt neben mir ein Streit entbrannte. Ein Vater machte Handybilder von seinem Sohn. Zugegeben, auch ich schaute schon auf sein Display, ob meine Tochter auch mit auf dem Bild ist, da man zuerst nicht erkennen konnte wen er eigentlich im Fokus hat. Auf einmal stürzte ein anderer Vater wutentbrannt auf ihn zu. Eine heftige Diskussion begann. Der eine erkläre, er habe lediglich seinen eigenen Sohn fotografiert und zeigte das Handy als Beweis. Der andere forderte ihn auf, das Fotografieren komplett zu unterlassen. Ein weiterer Mann schaltete sich ein. Ich dachte, er könne die Streithähne beruhigen. Jedoch schien er zum Ersten gehören und statt das Ganze zu schlichten, standen nun drei halbnackte Männer neben mir, die anfingen sich zu schubsen. Das wurde mir zu viel und ich wechselte den Platz. Ich bekam jedoch noch mit, dass der hinzugerufene Bademeister erklärte, dass das Fotografieren verboten sei. So machte ich von unserem Besuch auch keine Fotos.

Natürlich ist es entspannter, wenn es nicht so voll ist. Aber das Schwimm- und Freibad hat für jeden etwas zu bieten. Jederzeit kann man zwischen beiden Bereichen wechseln. Im Inneren gibt es natürlich auch noch ein Sportbecken, welches 25 Meter lang ist. In den Kinderbecken und dem außenliegenden gibt es Massageduschen, Fontänen und Sprudelliegen zu entdecken. Es ist für jeden etwas dabei!

ERKA Bad, Krefelder Straße 1b, Erkelenz

Foto: ERKA Bad

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