Archivale des Monats: Zwei Eier für ein frohes Ostern

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Das Aachener Stadtarchiv hat sich für den April 2025 ein besonders passendes Stück ausgesucht: eine Bekanntmachung des städtischen Ernährungsamtes aus dem März 1945, kurz vor Ostern. Während in Teilen Deutschlands noch der Zweite Weltkrieg tobte, versuchte die Aachener Zivilverwaltung, das Leben in der schwer getroffenen Stadt wieder in Gang zu bringen – und auch ein bisschen Osterfreude zu schenken.

Damals herrschte große Not. Lebensmittel waren knapp, vieles wurde streng rationiert. Besonders Kinder sollten aber für das erste Osterfest nach Kriegsende ein kleines bisschen Normalität erleben: eine Portion Glück in Form von zwei echten Hühnereiern!

In der Karwoche 1945 durften alle Aachener Kinder bis 14 Jahre in bestimmten Geschäften zwei zusätzliche Eier abholen – ein echtes Highlight in Zeiten, in denen selbst Grundnahrungsmittel knapp waren. Damit niemand schummelte, wurde die Abholung auf einer speziellen „Kindersonderkarte“ vermerkt. Die Aktion musste übrigens erst von den US-Besatzungstruppen abgesegnet werden, bevor sie starten konnte.

Die Originalbekanntmachung wird aktuell als „Archivale des Monats“ im Stadtarchiv am Reichsweg gezeigt und ist auch digital auf der Homepage des Archivs zu finden. Wer Lust auf ein Stück bewegte Aachener Geschichte hat, sollte unbedingt mal vorbeischauen.

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