„Es sind die ungeweinten Tränen, die krank machen.“ Dieses durchaus passende Zitat ist seit 20 Jahren der Leitsatz des Vereins „Verwaiste Eltern e. V. Aachen“. Die Organisation ist die erste Anlaufstelle für Mütter und Väter, die ein Kind durch Fehlgeburt, Frühgeburt, Totgeburt, Säuglingstod oder Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen Gründen verloren haben. Nun feiert der Verein sein 20-jähriges Jubiläum und feiert somit, dass Eltern, die einen solchen Verlust erlebt haben, durch Betreuung, Wärme, Nähe und Verständnis wieder die Kraft haben, zurück ins Leben zu finden.
Der Verein für verwaiste Eltern hat sich zur Aufgabe gemacht, die betroffenen Eltern bei der Bewältigung ihres Schmerzes nach einem solchen Schicksalsschlag zu unterstützen. Das Ausmaß der Trauer ist oft für Außenstehende schwer zu begreifen, doch für die Mütter und Väter ist der Verlust des Kindes das Ende einer Hoffnung und besonders für die Frauen ein intensives Gefühl von Versagen. Hinzu kommen oft Konflikte in der Partnerschaft, da jeder mit seiner Trauer auf seine eigene Art umgeht.
Der Verein bietet intensive und persönliche Betreuungsangebote an. Gleichzeitig gibt es auch die Möglichkeit, in einer Gruppe von Gleichbetroffenen Verständnis zu erfahren und so gemeinsam mit gegenseitiger Unterstützung Hoffnung zu erlangen. Neben der Mitgestaltung von Wandteppichen und Gedenkanzeigen können Eltern, Verwandte und Freunde zum Gedenken an die Kinder bei Bedarf regelmäßig an Gedenkgottesdiensten teilnehmen.
Ein solcher Gottesdienst findet beispielsweise am 24. April um 19 Uhr unter dem Thema „Zarte Blüten nach hartem Winter“ in der Kirche St. Nikolaus statt.
Zum Jubiläum veranstaltet der Verein am 27. März ebenfalls in der Nikolauskirche eine Feier. Weitere Infos dazu auf
www.verwaiste-eltern-aachen.de
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