Zahnersatz für die Kleinsten: Ängste nehmen und Zähne pflegen

in Familienleben
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Zahnersatz bei Kindern – das kommt gar nicht so selten vor, wie man denkt. Wenn starker Karies erst einen Zahn zerstört hat, muss dieser unter Umständen gezogen werden. Für das im Wachstum befindliche Gebiss kann die so entstandene Lücke fatal sein: Es verschiebt sich und eine kieferorthopädische Behandlung wird notwendig. Damit dies verhindert wird, gibt es auch für Kinder passenden Zahnersatz.

Was tun bei Zahnverlust?

Im Kindesalter einen Zahn zu verlieren, geschieht oft schneller als gedacht. Sei es unabsichtlich durch einen Unfall beim Toben oder absichtlich durch das Ziehen eines mit Karies befallenen Zahnes. Bei mangelnder Mundhygiene und daraus resultierenden, nicht mehr zu rettenden Zähnen ist dies der letzte Ausweg. Ob als Ausgleich für den fehlenden Zahn ein Zahnersatz in Frage kommt, hängt stark vom Alter des Kindes ab. Festsitzende Implantate kommen bei kleinen Kindern nicht in Frage. Die Zähne befinden sich noch im Wachstum und benötigen einen herausnehmbaren und immer neu anzupassenden Ersatz. Dieser muss alle zwei Jahre erneuert werden. Empfohlen werden so genannte ultrakurze Implantate, die nicht nur eine kürzere Behandlungszeit erfordern, sondern sich auch bei einem begrenzten Knochenangebot wie im kindlichen Kiefer eignen.



Zahnfehlstellungen verhindern

Ästhetische Gründe spielen eine verschwindend geringe Rolle für den Zahnersatz bei Kindern. Durch die Anpassung werden zwar Hänseleien aufgrund des fehlenden Zahns vermieden, in erster Linie geht es aber darum, dem Gebiss nicht die Möglichkeit zu geben, sich durch die entstandene Lücke zu verschieben. Probleme beim Sprechen oder Kauen durch das unvollständige Gebiss kommen hinzu. Natürlich erfordert der Besuch beim Zahnarzt ohnehin schon eine ordentliche Portion Mut – bei einer Zahnersatz-Behandlung ist mit einem längeren und komplizierteren Aufenthalt in der ungeliebten Praxis zu rechnen. Daher sollten die kleinen Patienten ausreichend vorbereitet werden.

Die beste Prophylaxe und Tipps gegen Zahnarztangst

Experten empfehlen, mit dem Nachwuchs spätestens im Alter von zwei Jahren zur Prophylaxe zu erscheinen. Kinder, die schon früh ihren Zahnarzt kennenlernen durften, entwickeln meist gar keine Zahnarztangst, sondern verknüpfen positive Eindrücke mit dem Besuch. Wird ein Kind erstmals vorstellig, wenn es bereits starke Schmerzen hat oder mit dem gefürchteten Bohrer behandelt werden muss, werden negative Gefühle geweckt. Doch schon die Vorbereitung kann helfen: Eltern sollten erklären, was beim Zahnarzt geschieht und dies mit passenden Bilderbuchgeschichten untermalen. Im Wartezimmer sollte genügend Zeit sein, das Kind mit der Praxis vertraut zu machen. Gleichzeitig fungieren Eltern als gutes Vorbild, wenn sie regelmäßig zum Zahnarzt gehen und zeigen, dass sie schmerzfrei zurückkehren. Mit regelmäßiger Zahnpflege durch eine geeignete Kinderzahnbürste wird außerdem Karies vorgebeugt, sodass ein Zahnersatz gar nicht erst notwendig wird.

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