Weltweiter Klimastreik am 20.09.2019 – auch in Aachen

in Aktuelles um die Ecke

Ob in Australien, Indien, USA oder Deutschland – am Freitag, 20.09.2019 wurde gestreikt. In fast 160 Staaten weltweit gingen Menschen auf die Straße um für mehr Klimaschutz und gerechtere Klimapolitik zu demonstrieren. Anlässlich der Vorbereitungen zum UN-Gipfel in New York und dem Treffen des deutschen Klimakabinetts, hat die Fridays for Future Bewegung diesmal nicht nur Schüler und Studenten, sondern jede Altersgruppe zum Mitmachen aufgefordert – mit Erfolg.
Den Auftakt machte Australien mit über 300.000 Teilnehmern, in Berlin waren es 270.000, deutschlandweit sogar 1,4 Millionen.
8.000 davon waren in Aachen dabei und beteiligten sich gemeinsam erst an einer Kundgebung am Elisenbrunnen, dann an einem Rundgang über die Jülicher Straße zum Europaplatz, wo eine Aktion der Artists4Future stattfand und später ging es weiter zum Kennedypark. Dort gab es letztlich noch eine Abschlussbekundung mit Bühnenprogramm, Musik und vielem mehr.

Foto: Janneke Wergen

 

Ein paar Fragen an Solveig Steland vom Organisationsteam Fridays for Future Aachen

Worum geht’s heute genau?
Wir setzen uns für Klimaschutz und eine konsequente Klimapolitik ein. Die Klimakrise ist schon längst im Gange und wir haben nicht mehr viel Zeit, das Ruder herumzureißen, um nicht unaufhaltsam auf den Abgrund zuzusteuern. Trotz neun Monaten Klimastreik ignoriert die Politik uns und unsere Forderungen größtenteils. Auch das Klimakabinett, welches heute getagt hat, versucht nur zu beschwichtigen statt ernsthafte Maßnahmen vorzunehmen.

Wieso ein Streik der an alle, nicht nur Schüler appelliert?
Fridays For Future hat als Schüler/-innenbewegung und mit Bildungsstreiks begonnen, vermutlich auch, weil die Klimakrise besonders ein Problem der jungen und künftigen Generationen sein wird. Aber um einen tatsächlichen gesellschaftlichen und politischen Wandel herbeiführen zu können, brauchen wir alle. Wir müssen zeigen, dass verschiedenste Bevölkerungsteile eine konsequente Klimapolitik fordern.

Waren dieses Mal wirklich mehr Erwachsene dabei?
Ja, eine so diverse Demo hatten wir noch nie. Obwohl sich bereits in den letzten Monaten immer mehr Erwachsene unseren Streiks angeschlossen haben, hat das konkrete Ansprechen aller Generationen heute Wirkung gezeigt!

Wie hat FFF sich bisher entwickelt?
Unsere Zielgruppe hat sich verändert: Wir sprechen immer mehr alle Bevölkerungsteile an. Es geht nicht mehr darum, ob Schüler/-innen nun „schwänzen“ dürfen oder nicht, ob es Klimaschutz eine Sache für Profis ist oder nicht, sondern es werden tatsächliche Inhalte diskutiert. Wir werden hier und da zwar noch immer belächelt, aber spätestens nach dem 20. dürfte auch das der Vergangenheit angehören. FFF hat sich verfestigt und wird bleiben, bis gehandelt wird. Wir sind kein kurzlebiges Phänomen, sondern zum festen Teil der klimagerechtigkeitsbewegung geworden. Und mit dieser werden wir Seite an Seite kämpfen bis wir unsere gemeinsamen Ziele erreicht haben!

Gibt es erkennbare Veränderungen in der Klimapolitik seit FFF?
Jein. FFF hat ein Bewusstsein für die Problematik geschafft und dafür gesorgt, dass das Thema politisch diskutiert wird. Hier und da werden kleine Versprechen gemacht, aber am Ende des Tages kann sich die Bundesregierung bis heute nicht dazu durchringen, tatsächlich im Interesse der Menschheit, des Planeten und unserer Zukunft zu handeln. Und genau deswegen müssen wir mehr Druck aufbauen als jemals zu vor, wir dürfen das „Pillepalle“ nicht mehr dulden!

Wie lautet der Appell an Politiker/-innen und Regierung?
Handelt jetzt! Und zwar im Namen der Menschheit, nicht im Namen der Wirtschaft!

Aktionstag in der VHS

Nächsten Freitag, am 27. September um 14:30 Uhr findet zu dem Thema ein Aktionstag in der VHS statt, bei dem Fridays for Future mit Bürgerinnen und Bürger ins Gespräch kommen können:
https://kingkalli.de/event/aktionstag-friday-for-future-im-gespraech-mit-buerger-innen/

Alle unsere Beiträge zu Fridays for Future Aachen:

https://kingkalli.de/tag/fridays-for-future/

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