Mein Jahr in Japan hat sein Ende genommen und ich bin wieder zurück in Deutschland. Somit ist dies auch mein letzter Bericht, in dem ich euch von den letzten Wochen in Japan erzählen möchte.
Das letzte Turnier
Gegen Ende meines Freiwilligendienstes fand passenderweise noch ein letztes Tischtennisturnier statt. Mateo (Mitfreiwilliger) und ich hatten uns lange darauf gefreut und trotz der Hitze fast jeden Tag dafür trainiert. Das Turnier lief letztlich sehr gut und hat Spaß gemacht. Im Vergleich zum letzten Mal hat man bei uns beiden große positive Fortschritte bemerkt. So gewann ich zum Beispiel vier Spiele (vorher null), was zwar nicht für die zweite Runde reichte, mich jedoch trotzdem stolz machte. :) Auch auf Teilnehmer aus dem letzten Turnier zu treffen, war schön, da man sich ja bereits teilweise kannte.
Abschiedsabend

Der letzte Abend vor unserem Reisebeginn bzw. Auszug bleibt mir ebenfalls sehr genau im Gedächtnis. An diesem Abend wurden viele Gäste eingeladen, sodass wir mit rund 30 Leuten zusammensaßen. Alle haben sich für unsere Arbeit in dem Jahr bedankt, und man hat wirklich gespürt, dass die Worte von Herzen kamen. Es gab für alle Hiroshima-Style Okonomiyaki (speziell zubereiteter herzhafter Pfannkuchen), und unser Chef hatte uns sogar zwei große Stücke Wassermelone organisiert. Während des Abends haben wir uns viel mit allen über das vergangene Jahr, aber auch über die Zukunft unterhalten. Zum Abschluss gab es noch ein kleines Feuerwerk und Spiele im Freien mit den Kindern.
Drei Wochen in Japan

Meine Urlaubszeit begann in Hiroshima, denn ich wollte auf meiner Reise ein paar Mitfreiwillige aus anderen Einsatzstellen besuchen. Drei davon hatten ihren Einsatzort in Hiroshima. Zu der Zeit (5.–7. August) fand passenderweise auch das Floating-Lantern-Event statt, das wir gemeinsam besuchten. Kurz zuvor gab es außerdem noch die jährliche Peace Memorial Ceremony.

Nach dem Hiroshima-Besuch ging es zusammen mit einem anderen Mitfreiwilligen auf die Südinsel Kyūshū. Kitakyūshū, Kumamoto und Aso waren dabei unsere Hauptziele. In Kitakyūshū durfte ich eines meiner Highlights miterleben: einen Feuerwerkswettkampf der zwei Hauptinseln Honshū und Kyūshū. Dabei wurden von beiden Flussufern abwechselnd Feuerwerke mit passender Musik gezündet. Die Natur in Aso ist mir ebenfalls sehr positiv in Erinnerung geblieben. Der Schwefelvulkan und die vielen Wasserfälle waren wirklich beeindruckend!
Nach dem Kyūshū-Urlaub ging es für mich wieder in den Norden – zuerst nach Nagoya, danach nach Tokio. Neben Stadtbesichtigungen stand natürlich auch abschließendes Souvenirshopping auf dem Programm.
Zurück in Deutschland
Jetzt, wo ich so lange weg war, muss ich mich natürlich erst wieder an die Menschen und die Umgebung gewöhnen. Ich kann auf einmal wieder jedes Wort verstehen, und auch das Essen ist plötzlich etwas ungewohnt. Natürlich gibt es viele Dinge, die ich aus Japan vermisse – sei es zum Beispiel die Natur oder das Essen. Dennoch bin ich sehr froh, wieder hier zu sein, Familie und Freunde wiederzusehen und in meinem gewohnten Bett schlafen zu können.
Insgesamt war das Jahr nicht immer leicht: Es war geprägt von körperlicher Arbeit, harten Wetterbedingungen und gelegentlichen Konflikten. Das ändert aber nichts daran, dass ich viel Spaß hatte, die Events, Besuche und die Zeit mit allen vor Ort sehr geschätzt und genossen habe. Außerdem bin ich dankbar, dass ich in diesem Jahr so viel über Kultur, Sprache, Landwirtschaft und Handwerk lernen konnte.
Für mich war Japan der richtige Ort für einen Freiwilligendienst – und ich kann es nur weiterempfehlen!
Danke, dass ich mein Jahr hier mit euch teilen durfte!
Der Text von Jean-Marck ist zuerst in der Printausgabe Oktober/November 2025 erschienen. Wir danken Jean-Marck für alle Berichte über sein FSJ in Japan.
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