2. Vor-Ort-Bericht aus Japan: Von Feldarbeit bis Kochen – Abwechslungsreicher Alltag beim FSJ

in Aktuelles um die Ecke, Von und für Jugendliche

Nun sind seit meiner Ankunft in Japan bereits mehr als 60 Tage vergangen und ich habe mich hier in der Einsatzstelle echt gut eingefunden. Seit dem letzten Bericht ist viel passiert, und ich durfte viele verschiedene Tätigkeiten und Events miterleben, die mir den Alltag und die Kultur nähergebracht haben.

Meine Arbeitstage sind sehr divers gestaltet: Fast jeden Tag gibt es etwas anderes zu tun und es wird nie langweilig. Seien es Feldarbeit, Vorbereitung für den Verkauf von eigenen Produkten (Obst/Gemüse oder auch das eigene Curry), der Ausbau einer geplanten Unterkunft oder sonstige Arbeiten wie Holzhacken oder Kochen. Die Tage waren oft körperlich anstrengend, aber wir hatten auch immer wieder kleine Events und Ausflüge, die für noch mehr Abwechslung sorgten. So haben wir (im Sommer) oft ein nahegelegenes Gewässer zum Schwimmen besucht oder zum Beispiel einmal eine längere Wanderung in die nächste Kleinstadt (30 Kilometer) unternommen.

Weitere Höhepunkte waren die Teilnahme an verschiedenen Sportaktivitäten, hierunter zwei weitere Groundgolfturniere, ein Crosscountry-Lauf und sogar ein Softballturnier. Softball spielt sich so ähnlich wie Baseball, nur auf einem kleineren Feld, mit anderem Ball und ein paar Regelabweichungen. Vor dem Turnier haben wir jede Woche regelmäßig auf dem Sportplatz trainiert, um vorbereitet zu sein. Es war echt aufregend, da die drei Teams erst vor Ort nach dem Zufallsprinzip aufgestellt wurden. Mein Team schaffte es zwar nur auf Platz 2, es hat aber dennoch viel Spaß gemacht und ich konnte mich trotz der Sprachbarriere mit meinem Team gut verstehen. Der Crosscountry-Lauf war bisher mein Lieblingsevent: Insgesamt gab es rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aufgeteilt auf die Streckenlängen zwei, drei, fünf, acht und 15 Kilometer. Ich habe mich dabei zusammen mit 65 weiteren Leuten an den acht Kilometern probiert und es war echt eine Herausforderung. Im Endeffekt habe ich es dennoch unter allen auf den 20. Platz und in meiner Altersklasse (U20) auf den ersten Platz geschafft!
Unabhängig von der Disziplin waren die Sportevents bisher meine Highlights. Gefallen hat mir besonders, dass bei diesen Veranstaltungen alle mit Motivation und Freude dabei waren.

Zu meinem Aufenthalt gehören auch Begegnungen mit neuen Leuten. Eine kleine Überraschung war dabei Hugo. Er ist ein weiterer Freiwilliger, der hier für ein halbes Jahr bleiben wird. Entsandt aus Finnland, gehört er jetzt auch zu unserer Freiwilligengruppe und wurde schnell zu einem guten Freund. Unsere gemeinsame Zeit verbringen wir nicht nur bei der Arbeit, sondern auch beim Kochen, Spielen und Entspannen.
Kulinarische Highlights gab es ebenfalls: Wir besuchten mehrmals das liebevoll eingerichtete Yomogi-Café, das sich auf dem Grundstück der Einsatzstelle befindet, und durften uns auch einmal von einem Sushi-Chef (Besuch eines Familienmitglieds) bekochen lassen. Einige Mahlzeiten wie die Udon-Nudelsuppe, Hotpot oder Tempura zählen ebenfalls definitiv zu meinen Favoriten, die ich hier genießen durfte. Einzig das morgendliche Natto (fermentierte Sojabohnen) war anfangs eine kleine Herausforderung …

Auch bei uns wird es langsam herbstlich, insbesondere in der Nacht wird es schon sehr kalt. Aktuell findet täglich ein Lauftraining statt, da es bald schon wieder ein Sportevent in Form eines Teamlaufs geben wird.
Insgesamt war die Zeit bis jetzt sehr spannend und abwechslungsreich, geprägt von Arbeit, Gemeinschaft und zahlreichen neuen Eindrücken.

Ihr könnt also gespannt sein auf meinen nächsten Bericht!

Euer Jean Marck Omari

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