Fernab der Feierlichkeiten von Halloween fand am 31. Oktober 2024 im Jakob-Büchel-Haus in Aachen-Walheim eine besondere Preisverleihung statt, bei der die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt stand. Die AOK verlieh den diesjährigen Förderpreis „Starke Kids“ in der StädteRegion Aachen und vergab insgesamt 6.000 Euro an drei verschiedene Projekte. Die Gewinner wurden im Vorhinein von einer Fachjury aus rund 20 Projekten ausgewählt.
Zu dieser Jury gehören unter anderem Michael Ziemons, Sozialdezernent der StädteRegion, und seit vielen Jahren auch Birgit Franchy, Herausgeberin des Familienmagazins KingKalli. Die Wahl eines Gewinners fiel ihnen sehr schwer, da es in der StädteRegion Aachen viele gemeinnützige Projekte gibt, die die Gesundheit von Kindern und Jugendliche fördern.
Vor der Verkündung der Gewinnerprojekte ist die Stimmung unter den Gästen bei der Preisverleihung interessiert und freundlich. Die Preisträger und die Jurymitglieder trinken gemeinsam Kaffee und unterhalten sich über ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Das gegenseitige Interesse ist sehr groß, denn allen liegt das Wohl der jungen Leute am Herzen. Nach einer offiziellen Vorstellrunde der Anwesenden geht es los: Die Preise werden übergeben und die Projekte noch einmal präsentiert.
3. Platz StädteRegion Aachen
Der dritte Platz und damit 1.000 Euro Preisgeld geht an die Integrierte Psychiatrieseelsorge des Bistums Aachen mit dem Projekt „Verrückt? Na und? Seelisch fit in der Schule“. Im Rahmen dieser Initiative veranstalten Erwachsene Workshops für Jugendliche an Schulen zum Thema seelische Gesundheit. Dabei sprechen sie über verschiedene psychische Krankheiten, die Bedeutung frühzeitiger Hilfe und darüber, wo diese zu finden ist. Das Projekt ist für alle Beteiligten eine Herzensangelegenheit und es ist ihnen besonders wichtig, das Thema aus der Tabuzone zu holen, um den Jugendlichen aus schwierigen Situationen zu helfen. Dieses Präventionsprogramm stammt von Irrsinnig Menschlich e. V. in Zusammenarbeit mit gesundheitsziele.de. In Aachen wird das Projekt von der Integrierten Psychiatrieseelsorge des Bistums Aachen koordiniert und von verschiedenen Aachener Vereinen und Initiativen umgesetzt. Das Preisgeld wird helfen, das Fortbestehen des Projekts in der StädteRegion zu ermöglichen.
Mehr Informationen und Buchungsoptionen:
irrsinnig-menschlich.de/psychisch-fit-schule
Informationen zum Projekt in Aachen: bistum-aachen.de/Seelsorge/Psychiatrieseelsorge-Aachen/VNU
2. Platz StädteRegion Aachen
Über den zweiten Platz und das damit einhergehende Preisgeld von 2.000 Euro darf sich das Reittherapiezentrum Abenteuerland mit seinem Projekt „Ponyschule – Fit mit Pferd“ freuen. In diesem Projekt kommen Kinder aus integrativen Kindergärten und Schulen nach Stolberg und können sich durch die Arbeit mit den Pferden sozial und gesundheitlich weiterentwickeln. Neben dem Reiten und der hiermit verbundenen Entwicklung des Körperbewusstseins steht die Verantwortung für die Tiere im Fokus, die die Kinder in Zusammenarbeit mit dem Team übernehmen. Sie entwickeln Selbstbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen gegenüber anderen. Diese neugewonnenen Stärken helfen ihnen dann wiederum im Alltag. Im Abenteuerland unterstützen die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Kinder in einem sicheren Umfeld und verhelfen ihnen zusammen mit den Pferden zu innerer und äußerer Stärke.
Informationen zum Projekt: reiten-im-abenteuerland.de
1. Platz StädteRegion Aachen
Den ersten Platz erhält der Sportverein TV Eintracht Walheim mit seinem Projekt zur Integration von Flüchtlingskindern in den Ringkampfsport und das aktive Vereinsleben. Mit einem Preisgeld von 3.000 Euro wird der gemeinnützige Verein gefördert. Er verbessert mit seiner Arbeit das Zusammenleben in der Kommune und bringt Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammen. Der Ringkampfsport vermittelt dabei Ehrgeiz und Respekt voreinander. Es gibt klare Regeln und der Sport bietet neben dem körperlichen Ventil die Herausforderung, auf sich allein gestellt zu sein und auf der Matte den Gegner oder die Gegnerin zu besiegen. Die Geflüchteten erhalten durch die Integration in den Verein einen Zugang zur Gesellschaft und zu Gleichaltrigen und zeitgleich werden frühzeitig Vorurteile und Hemmnisse abgebaut. Hier zählt nicht die Herkunft – hier zählt der sportliche Ehrgeiz. Dieser wird den Anwesenden der Preisverleihung auch angemessen präsentiert: Drei Jungs im Alter um die zehn Jahre stellen sich stolz mit ihren Trainern auf die Ringermatte und zeigen live, was sie gelernt haben. Neben einzelnen Würfen und Griffen zeigen die Jungs auch einen richtigen Kampf: Der Trainer steht daneben, die Jungs klatschen sich ab und los geht es. Nach sehr anstrengenden drei Minuten ist der Kampf vorbei und zum Abschluss klatschen sie sich noch einmal ab.
Das integrative Projekt des Vereins Eintracht Walheim fördert die Kommunikation innerhalb der unterschiedlichen Kulturkreise und bietet den Kindern und Jugendlichen ein sportliches Zuhause.
Website des Vereins: eintracht-walheim.de
Die AOK erhofft sich, durch die Förderung nicht nur die bereits ausgezeichneten Projekte weiterzuentwickeln, sondern auch andere kreative Menschen zu animieren, bekannte Projekte nachzuahmen oder eigene Initiativen ins Leben zu rufen, die dem Wohl der jungen Generation dienen.
Für den Starke-Kids-Förderpreis 2025 können sich alle Akteurinnen und Akteure bewerben, die mit ihren Maßnahmen und Aktionen zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beitragen. Das können zum Beispiel Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen wie Kitas, Jugendzentren und Vereine sein, die sich mit den Themen gesunde Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung oder Suchtmittelvermeidung auseinandersetzen. Informationen zur Bewerbung gibt es im neuen Jahr auf der Website der AOK unter aok.de.
Weitere Preisträger in der Region
Außer in der StädteRegion Aachen wurde der Preis auch im Kreis Düren und im Kreis Heinsberg verliehen.
Düren
In Düren gewinnt der Schulverbund Europaschule Langerwehe und Christophorus-Schule Düren den ersten Platz für das Projekt „Sucht – nicht mit uns“. Dabei arbeiten Schülerinnen und Schüler mit Sozialarbeitern daran, junge Menschen frühzeitig vor den Gefahren von Sucht und Drogen zu sensibilisieren.
ge-langerwehe.de/schulleben/ganztagsbetreuung/ag-angebote/sucht-nicht-mit-uns
Den zweiten Platz belegt die Hospizbewegung Düren-Jülich e. V. In ihrem Projekt „Hospiz macht Schule“ veranstaltet die regionale Hospizbewegung Projektwochen für das dritte und vierte Schuljahr, in denen die Schüler sich mit den Themen Leben, Krankheit, Sterben, Trauer und Trösten auseinandersetzen.
hospizbewegung-dueren.de/projekte/hospiz-macht-schule.html
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Nideggen freut sich über den dritten Platz für ihr generationsübergreifendes Projekt „Das große Apfelpflücken“. Im Eifeldorf Embken produzieren Groß und Klein gemeinsam Apfelsaft. Dabei vermitteln die älteren Generationen Wissen über die Natur, nachhaltiges Wirtschaften und gesunde Ernährung.
nideggen.de/vv/produkte/offene-kinder-und-jugendarbeit.php
Heinsberg
Im Kreis Heinsberg erhält das Cusanus-Gymnasium Erkelenz den ersten Platz für seine Arbeit zum Thema Prävention von Essstörungen. Die zehnte Jahrgangsstufe hat im Rahmen einer Projektarbeit eine Wanderausstellung erstellt, die nun an andere Schulen oder Einrichtungen kostenfrei ausgeliehen werden kann.
cusanus-gymnasium.eu
Den zweiten Platz erhält die Evangelische Kirchengemeinde Hückelhoven für ihr Projekt „Garten im Quartier“ mit der Grundschule „In den Rurauen“ Hilfarth. Gemeinsam mit dem WDR-Fernsehgärtner Rüdiger Ramme wurden Beete angelegt und dabei Wissen über die Natur, nachhaltiges Wirtschaften und gesunde Ernährung an die Kinder vermittelt.
gartenimquartier.de/#ueber-uns
Über den dritten Platz freut sich der Schulverein der Lindenschule Boscheln für das Projekt „An der Lindenschule läuft’s!“. Den Kindern und Jugendlichen werden hier durch tägliches gemeinsames Laufen vor dem Unterricht, zwei Gesundheitstage und ein besonderes Obstprogramm die Bedeutung von Bewegung und Ernährung für die eigene Gesundheit vermittelt.
lindenschule.net
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