Der Eintritt zum „Monde Sauvage“ hat sich seit unserem letzten Besuch vor knapp fünf Jahren deutlich erhöht. Dafür sind Park und Tiere gepflegt, die Shows sehenswert und der Kletterpark „Fraxinus“ im Preis enthalten. Die „wilde Welt“ ist in drei Bereiche aufgeteilt: den Safaribereich mit freilaufenden Tieren, den fußläufigen Bereich mit Tiergehegen und Shows sowie den Kletterwald. Auf einer Tafel nahe dem Parkplatz stehen die Zeiten für die Shows. Meist finden die Papageien- und die Seelöwenshows jeweils zweimal täglich statt, die Greifvogelshow nur einmal. Daher macht es Sinn, den Besuch ein wenig daran zu orientieren. Uns hat die Greifvogelshow besonders gut gefallen. Die Atmosphäre mit Wölfen, Pferden und Raubvögeln war beeindruckend.
Im fußläufigen Bereich haben uns neben den Shows z. B. die Affeninseln gut gefallen. Es lohnt sich, hier eine Pause einzulegen. Toll ist auch der Aussichtspunkt am Giraffengehege, der in Form einer afrikanischen Lodge gestaltet wurde. Hier steht man mit den Giraffen auf Augenhöhe und hat außerdem einen weitreichenden Blick auf das Safarigelände. Wir empfehlen, die Safaristrecke mit dem eigenen Auto zu durchfahren. Vier Euro pro Person für den Safarizug sind meiner Meinung nach zu teuer, zudem ist man mit dem eigenen Pkw nicht auf feste Zeiten angewiesen und kann jederzeit anhalten, um die Tiere in Ruhe zu betrachten. Die Zebras sind manchmal sehr neugierig und lassen sich sogar streicheln. Man sollte ein bisschen Geduld mitbringen, denn manche Tiere wie z. B. die Pelikane lassen sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Sie sitzen neugierig auf dem Weg und weichen erst in letzter Sekunde ganz gemächlich aus. Nur die Giraffen, Kamele und Elefanten sind durch einen Zaun von den Fahrzeugen getrennt.
„Fraxinus Aventure“ ist ein 1,7 Hektar großer Kletterwald mit riesigen Netzen. Es muss daher selbst in 12 Metern Höhe niemand angeseilt werden, sondern jeder kann nach einer ganz kurzen Einführung direkt losklettern. Viele Parcours sind für Kinder ab sechs bzw. acht Jahren zugelassen. An jedem Zugang steht genau, für welches Alter und welche Körpergröße der jeweilige Parcours geeignet ist bzw. ob kleinere Kinder von ihren Eltern begleitet werden müssen. Nicht nur uns, selbst fitten Großeltern hat das Klettern viel Spaß gemacht.
Im Kletterpark sind das Netz mit zwei Meter großen Bällen sowie die Reifenrutsche besonders beliebt. Mit „Tubes“, d. h. großen Reifen, wie man sie aus Freizeitbädern oder von Schneepisten kennt, geht es zwischen den Bäumen über ein Netz hinab. Die Rutsche ist nicht sehr schnell, aber dennoch ein Erlebnis. Für kleinere Kinder gibt es ebenfalls Kletter- und Spielmöglichkeiten, Trampoline, Hängematten und natürlich Picknickplätze.
Wir fanden es sehr praktisch, dass wir jederzeit zum Parkplatz zurückkehren konnten, um unsere Picknicksachen zu holen oder unsere Jacken in den Kofferraum zu legen. Man kann sich im Park auch diverse Snacks kaufen oder ein Menü im Restaurant essen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt jedoch meiner Meinung nach nicht. Dafür gibt es an verschiedenen Stellen im Park genügend Picknicktische und Bänke, z. B. am Spielplatz bzw. Kinderbauernhof. In der Nähe vom Parkplatz besteht die Möglichkeit, ca. zwischen 13 und 15 Uhr eine Runde auf einem Dromedar zu reiten. Drei Euro pro Person finde ich dafür nicht zu teuer. Der Betreuer geht sehr nett mit den Gästen und seinen Tieren um.
Wer den Besuch des „Monde Sauvage“ gerne mit einer Tour durch die Grotten von Remouchamps verbinden möchte, der sollte am besten direkt ein Kombiticket kaufen. Die Grotten befinden sich unweit des Parks direkt in Aywaille. Safaripark und Grotten sind von Aachen etwa 50 Kilometer bzw. eine knappe Stunde Autofahrt entfernt.
Fange de Deigné, 3, 4920 Aywaille, Belgien
+32 4 3609070
mondesauvage.be | fraxinus-aventure.be
Öffnungszeiten:
von Mitte März bis Mitte
November täglich ab 10:00 Uhr
Eintritt:
Kinder bis 2 Jahre: gratis
Kinder 3-11 Jahre: 17 Euro
Jugendliche 12-15 Jahre: 20 Euro
Erwachsene: 25 Euro
Senioren ab 60 Jahren: 23 Euro
Parkplatz: 4 Euro

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