Wissenswertes für den Einstieg
Wer mit dem Reiten beginnen möchte, steht oft vor vielen Fragen: Ab welchem Alter ist Reitunterricht sinnvoll? Woran erkennt man einen guten Reitstall? Welche Ausrüstung wird benötigt und mit welchen Kosten ist zu rechnen? Die folgenden Informationen geben einen ersten Überblick.
Wie alt sollten Kinder sein, um an einem Ponyclub teilzunehmen oder Reiten zu lernen?
Erste spielerische Erfahrungen mit Ponys ab ca. 2 bis 4 Jahren, mit Begleitperson, z. B. in einem Ponyclub.
Spielerisches Reiten ab ca. 4 Jahren.
Erster Reitunterricht an der Longe ab ca. 6 bis 8 Jahren, danach meist im Gruppenunterricht.
Woran erkennt man einen guten Reitstall?
- Saubere Boxen mit ausreichender Größe und Helligkeit
- Pferde sind weder zu dünn noch zu dick, Fell, Mähne und Hufe sehen gepflegt aus.
- Pferde wirken ausgeglichen.
- Auslauf auf Wiesen oder Paddocks, zumindest in den Sommermonaten
- Reitunterricht mit nicht zu vielen Reitern
- Möglichst qualifizierte Reitlehrer
- Der Umgang mit dem Pferd sollte ebenfalls vermittelt werden.
- Der Reitlehrer sitzt nicht nur in der Ecke und unterhält sich.
- Die Gerte dient nicht als Hauptantriebsmittel.
Welche Ausrüstung braucht man als Reitanfänger?
- Ein gutsitzender Reithelm ist unbedingt notwendig.
- Reithose oder eine enganliegende Hose
- Reitstiefel oder Stiefeletten; für den Anfang reichen geschlossene Schuhe, möglichst knöchelhoch und mit einem kleinen, flachen Absatz.
- Evtl. beim Reitunterricht eine Schutzweste
Wie teuer ist das Hobby?
Die Preise für Ponyclubs variieren sehr stark. Oft gibt es Monats- oder Sammelkarten. Eine Reitstunde kostet in der Gruppe meist zwischen 15 und 25 Euro.
Was ist eine Reit- bzw. Pflegebeteiligung?
Wer sicher reiten und mit dem Pferd umgehen kann, hat die Möglichkeit, eine Reitbeteiligung zu suchen. Dabei handelt es sich um eine gute Alternative zum eigenen Pferd. Mit dem Besitzer des Pferdes wird vereinbart, wie oft das Pferd gepflegt, bewegt oder geritten werden darf und soll. Die Kosten liegen meist bei 50 bis 150 Euro, auch abhängig davon, ob Arbeiten wie Misten enthalten sind.
Gerade für ältere Pferde eignet sich auch eine Pflegebeteiligung. Dabei wird das Pferd nicht geritten, sondern geputzt, gekuschelt und manchmal spazieren geführt o. Ä.
Was kostet ein eigenes Pferd?
Die Kosten für die Anschaffung eines Pferdes hängen von Ausbildungsgrad, Abstammung, Alter und Gesundheitszustand des Pferdes ab. Teuer sind vor allem die monatliche Boxenmiete von 300 bis 600 Euro sowie Schmied, Tierarzt und Versicherung.
Zu bedenken ist auch, dass ein Pferd täglich gemistet und möglichst auch bewegt werden sollte – im Sommer und im Winter.
Was ist Voltigieren?
Beim Voltigieren turnen die Kinder auf einem Pferd, das an einer Longe im Kreis gelenkt wird. Die Kinder lernen dabei neben Gleichgewicht und Koordination auch den Umgang mit dem Pferd. Der Einstieg ins Voltigieren kann ab etwa vier bis sechs Jahren erfolgen.
Was ist Therapeutisches Reiten?
Beim therapeutischen Reiten wird das Pferd gezielt zur Förderung von Gesundheit, Motorik, Psyche und sozialem Verhalten eingesetzt. Ausgebildete Fachkräfte unterstützen dabei Kinder mit körperlichen, geistigen oder emotionalen Einschränkungen.
Was ist Hobby Horsing?
Ein Pony, das man nicht füttern und misten muss? Kinder, die konzentriert Aufgaben reiten und springen? Hobby Horsing kommt ohne echte Pferde und teure Reitstunden aus. Stattdessen werden gemeinsam mit dem heiß geliebten Steckenpferd Disziplinen aus dem Reitsport nachgestellt, wie z. B. Dressur- oder Springreiten. Dazu haben wir einen Extrabeitrag verfasst.