Sportevent, Jugendkulturfestival oder ein Gemeinschaftsgarten? Eine Aufwertung von Nachbarschaft, Jugendzentrum oder Schulhof? Mit dem „Zukunftspaket“ können sich Kinder und Jugendliche unter 27 Jahren zwischen 5.000 und 30.000 Euro für ihr Projekt sichern. Wer also immer schon eine zündende Idee hatte, sollte jetzt aktiv werden. Die Bewerbungsphase läuft.
Der Fokus des Förderprogramms liegt auf der direkten Beteiligung: Kinder und Jugendliche können sich in Projekten verwirklichen, die sie selbst planen und umsetzen. Ein Träger, zum Beispiel das Jugendzentrum oder der Sportverein, bei dem das Projekt verwirklicht wird, ist zwar notwendig, er soll sich aber – anders als noch 2023 – weitestgehend zurückhalten. Die Projekte sollen wirklich von den Kindern und Jugendlichen in Eigenregie geplant, beantragt und durchgeführt werden. Voraussetzung ist, dass die Kinder und Jugendlichen sich für eine digitale Sprechstunde anmelden. Dort werden alle Fragen zum Zukunftspaket beantwortet. Anträge können dann bei der Servicestelle „Das Zukunftspaket“ eingereicht werden.
Insgesamt stehen sieben Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Um eine angemessene Verteilung der Projekte im Bundesgebiet zu gewährleisten, gibt es in der ersten Antragsphase bis zum 15. April 2024 Länderkontingente. In der zweiten Antragsphase ab dem 15. April 2024 ist die Länderkontingentierung aufgehoben. Das Zukunftspaket ist initiiert von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung GmbH und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Projekte aus der Region waren 2023 dabei
Im letzten Jahr haben einige Träger aus der Region teilgenommen. Bei der Europaschule in Langerwehe brachte eine Gruppe von Jugendlichen einen kleinen Sportplatz auf den Weg. Das Stolberger Jugendamt gründete einen Zukunftsausschuss mit Jugendlichen, der schon mehrfach getagt hat. 150.000 Euro konnten akquiriert und über die drei Träger TABALiNGO, Helene-Weber-Haus und Jugendberufswerkstatt e. V. in Projekte investiert werden. Über 60 Stolberger Kinder und Jugendliche bis zu 20 Jahren haben sich beteiligt und ihre Ideen und Wünsche übermitteln können. Unter anderem wünschten sie sich ein Fußballcamp, Parcoursport im Wald und einen Ninja-Warrior-Aktionstag.
In Aachen wurde das Sommercamp der ZwischenZeit am Büchel über das Zukunftspaket finanziert. Skaten, Tanzworkshop und Konzerte wurden auf der Fläche des ehemaligen Parkhauses realisiert. Als Projektträger fungierte hier die Bluebird Events GmbH. Florian Wieser von Bluebird ermuntert Jugendliche, sich auch 2024 zu bewerben. Sollte jemand noch keinen Träger für seine Idee haben, kann er oder sie sich gerne bei Bluebird melden.
aachenwasgeht.de/aachen-was-geht-deine-ideen-und-projekte-jetzt-zusammen-angehen
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