Weltpremiere eines interaktiven Kunsterlebnisses rund um Harry Potter
Die magische Welt von Harry Potter begeistert nun schon seit über 25 Jahren Fans auf der ganzen Welt. Mehrere Generationen von Kindern sind mit den Geschichten aufgewachsen, viele sind bis ins Erwachsenenalter große Fans geblieben. Dass alles, was mit Harry Potter zu tun hat, viele Menschen anlockt, wurde in Köln bei der Weltpremiere der interaktiven Ausstellung „Harry Potter: Visions of Magic“ bereits im Vorverkauf deutlich. Über 130.000 verkaufte Tickets – und das schon vor der Eröffnung der Ausstellung, die vermutlich noch viele weitere Fans ins Kölner Odysseum locken wird. Die Veranstalter versprechen eine „transformative Reise in einige der geheimsten Ecken der Wizarding World“. Was hat es damit auf sich? Welche Teile der magischen Welt kann man dort wohl besuchen? Wir waren bereits vor der Eröffnung am 8. Dezember vor Ort und konnten herausfinden, ob und für wen sich ein Besuch lohnt.
Da man sich nicht als Muggel, sondern als Zauberer in die magische Welt begibt, darf eines sicherlich nicht fehlen: der Zauberstab. Bevor es also losgeht, wird jeder Besucher von den Mitarbeitern mit einem Zauberstab ausgestattet, mit dem sich „Spuren der Magie“, die überall in der magischen Welt versteckt sind, aktivieren lassen. Da sich ein Großteil der Geschichten nicht in Köln, sondern in England, genauer London, abspielt, ist zuerst eine kleine Reise notwendig. Im ersten Raum wartet dafür der fahrende Ritter auf die Gäste, um sie in wenigen Minuten zum Grimmauldplatz, zum Anwesen der Blacks, zu bringen. Der außergewöhnliche Bus sieht wirklich echt aus, der Raum um ihn herum ist mit riesigen Displays ausgestattet, die das Gefühl entstehen lassen, durch nächtliche Straßen zu rasen. Im Bus kann man auf einem der Betten Platz nehmen und dabei aus dem Fenster gucken, wobei sich bei dem Tempo kaum die Aussicht genießen lässt.
Nach einem kurzen Besuch im Haus der Familie Black geht es dann ins Zaubereiministerium oder besser gesagt in die Zaubereiministerien. Der Raum wechselt regelmäßig die Gestalt und ermöglicht so eine Reise zwischen den Ministerien in England, Frankreich und den USA. Auf den Projektionen an den Wänden verstecken sich einige Spuren von Magie, die mit dem Zauberstab aktiviert werden können und dann Effekte hervorrufen. In allen Räumen warten Mitarbeiter in Zaubererkostümen, die etwas zu erklären und berichten haben. Immer noch im Ministerium geht es danach in einen Teil der Mysteriumsabteilung, die Halle der Prophezeiungen, eines unserer Highlights beim Besuch. 
Dort entsteht vor allem durch die akustische Atmosphäre ein wirklich magisches Gefühl. Der ganze Raum wirkt belebt und die darin befindlichen Kugeln geben teils von selbst, teils nach Aktivierung mit dem Zauberstab Prophezeiungen von sich.
Ein weiteres Highlight folgt gleich darauf, die Nokturngasse und das Verschwindekabinett, das direkt in den Raum der Wünsche führt. Die Schaufenster der Läden, die Zeitungsartikel, die auf Bellatrix Lestranges Gräueltaten aufmerksam machen, und das Verschwindekabinett – die realistische Gestaltung der Nokturngasse lässt es einem glatt etwas mulmig werden.
Erwartungen waren sehr hoch
Die vorwiegend digital gestalteten Räume wie Newts Menagerie und das Ministerium hingegen lassen eine etwas weniger zauberhafte Atmosphäre entstehen und waren eine kleine Enttäuschung. Unsere Erwartungen an die Interaktivität waren durch den Besuch der Jurassic-World-Ausstellung im März sehr hoch. Während man dort viele Interaktionen mit den „Rangern“ hatte und sogar Dinos streicheln konnte, beschränkt sich bei „Harry Potter: Visions of Magic“ die Interaktion weitgehend auf digitale Effekte, die sich mit dem Zauberstab ausführen lassen. Interaktionen mit Zauberern und Hexen gibt es nicht wirklich.
Dennoch lassen einige Räume einen wirklich in die Welt der Zauberei eintauchen. Man fühlt sich wie im Film. Da wir nicht alles vorwegnehmen wollen, sagen wir nur so viel: Am Ende lässt sich noch ein Kampf zweier sehr mächtiger Zauberer live erleben …
Nach dem circa einstündigen Erlebnis kann man sich im Fanshop noch mit allerlei Fanartikeln wie Schals, T-Shirts, Mützen, Butterbier oder sogar Todessermasken und Diademen für über 200 Euro oder dem Schwert von Griffindor im gleichen Preissegment ausstatten.
Für Harry-Potter-Fans ab zwölf Jahren, die bereit sind, bis zu 30 Euro für einen Besuch auszugeben, lohnt sich die Ausstellung definitiv!
Die Ausstellung im Kölner Odysseum geht vom 8. Dezember 2023 bis zum 2. Juni 2024.
Weitere Infos gibt es unter: harrypottervisionsofmagic.de
Odysseum
Corintostraße 1
51103 Köln
odysseum.de
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