Kinostart: 15.10.
D 2015 | Regie: Johannes Fabrick | mit Wotan Wilke Möhring, Sofia Bolotina, Julia Koschitz | 98 Min. | FSK: ab 0 Jahren
Seit ihrer Geburt hat die 12-jährige Mai, talentierte Cellospielerin, allein mit ihrer Mutter Julia, einer weltberühmten Opernsängerin, gelebt. Als die beschließt, dass ihr Lebensgefährte und dessen beiden, Söhne bei ihnen einziehen werden, bricht für Mai eine Welt zusammen. Trotzig zwingt sie ihre Mutter dazu, sie zu ihrem Vater zu schicken, den sie eigentlich nie kennenlernen sollte. Der heißt Jakob, hat davon, dass er eine Tochter hat, überhaupt keine Ahnung und ist mehr als verblüfft, als das Mädchen plötzlich vor ihm steht. Da die Auftritte als Elvis-Imitator nicht zum Leben reichen, hat er jedoch soeben einen Job angenommen, bei dem er einen Ziegenbock von Deutschland auf eine norwegische Insel bringen muss. Weil es anders nicht geht, muss Mai ihn begleiten. Und zickt schon bald, was das Zeug hält, während der bisherige Lebemann Jakob sich nach Kräften bemüht, ein guter Vater zu sein. Klar, dass die beiden sich während ihres ungewöhnlichen Roadtrips zuerst voneinander entfernen, um am Ende doch auf ein Happy End zuzusteuern. Davon erzählt der Film aber mit so viel Esprit und ebenso witzigen wie lebensnahen Dialogen, dass das vorhersehbare Ende kein Problem ist. Neben dem wie immer grundsympathischen Wotan Wilke Möhring ist Sofia Bolotina in der Rolle der anstrengenden Beinahe-Teenagerin eine echte Entdeckung.
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