Kleine Spiele zum Nikolaus 2025

in Aktuelles um die Ecke, Medien, Spiele

Wie auch in den Vorjahren stellt unser Spieletester Ingemar kleine Gesellschaftsspiele für Familien vor, die super in den Nikolausstiefel passen! Ob Merk-, Strategie-, Würfel- oder Kartenspiel – hier sind nette Beispiele dabei.

 

Auch schon clever – Dschungelparty 

   

Auf geht’s zur wilden Würfelparty. Bei diesem strategischen Würfelspiel für Kinder ab 6 Jahren werden statt Zahlen Symbole wie Bananen, Blumen, Elefanten oder halbe Kokosnüsse gewürfelt. Wer die Symbole strategisch geschickt auf seinem Spielblatt einträgt, wird mit bunten Sternen belohnt, die letztlich über den Sieg entscheiden.

Die Farben sind entscheidend

Das Spielblatt zeigt verschiedenfarbige Bereiche, wobei man Symbole nach unterschiedlichen Regeln einträgt. Ist ein Spieler an der Reihe, würfelt er einmal alle fünf Würfel und entscheidet sich für eine Farbe. Im lila Bereich beispielsweise müssen Kisten mit Bananen gefüllt werden. Blumen werden entsprechend ihrer Farbe im grünen Bereich eingetragen. Im Affen-Bereich sind es natürlich die Kokosnüsse. Je mehr Felder man ankreuzt, desto schneller erhält man Belohnungen in Form von zusätzlichen Feldern, die man ohne extra Würfel ankreuzen darf. Daraus können durchaus spannende Kettenzüge entstehen, die einem den Sieg ein gutes Stück näherbringen.

Gut gewürfelt ist halb gewonnen

„Auch schon clever – Dschungelparty“ ist der Nachfolger von „Auch schon clever“, das 2022 zum Kinderspiel des Jahres nominiert wurde. Das Spielprinzip begeistert auch in dieser Variante und zieht die Kinder in den Bann. Immer auf der Jagd nach Zusatzkreuzen und Siegpunkten muss jeder Wurf sorgfältig analysiert und ausgewertet werden. Das gelingt den Kindern richtig gut, und selbst die älteren Kinder lassen sich problemlos zu einer Partie überreden.

Titel: Auch schon clever Dschungelparty / Verlag: Schmidt Spiele / Alter: ab 6 Jahren / Spieldauer: ca. 15 Minuten / Spieleranzahl: 2 – 4 Personen / Preis: ca. 14,- Euro

 

Orapa

Wer Orapa zum ersten Mal spielt, mag automatisch an „Schiffe versenken“ denken, wird aber schnell feststellen, dass Orapa deutlich anspruchsvoller ist und das logische Denkvermögen stärker herausfordert. Im Setting der Mine von Orapa müssen Edelsteine mithilfe von Ultraschallwellen gefunden werden. Diese Wellen können jedoch reflektiert werden, ihre Farbe ändern oder ganz verschwinden. Hier heißt es nun, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Mehr als nur „Schiffe versenken“

Beide Spieler erhalten einen Spielplan, der ein Raster mit Zahlen und Buchstaben an allen vier Rändern zeigt. Hinter einem Sichtschirm positioniert jeder Spieler Edelsteine auf dem Raster, die der Gegenüber entdecken muss. Die Edelsteine bestehen aus den geometrischen Figuren Quadrat, Dreieck und Trapez sowie unterschiedlicher Größe und Farbe. Wer an der Reihe ist, kann entweder eine Zahl oder einen Buchstaben ansagen. Der andere Spieler schaut auf sein Raster und sendet von dem genannten Randpunkt eine Ultraschallwelle los. Trifft sie auf einen Edelstein, wird die Welle entsprechend den Spielregeln reflektiert. Entsprechend der Farbe des Edelsteins ändert sich zudem die Farbe der Welle. Der Spieler erfährt dann als Informationen den Austrittspunkt und die Farbe der Welle. Ein einfaches Beispiel: Sagt der Spieler die Zahl „1“ an, trifft die Welle auf das gelbe Dreieck und wird zum Buchstaben „D“ am Rand abgelenkt. Der Spieler erfährt in diesem Fall „1“, „D“, „gelb“. Mit jeder Welle erfährt man mehr über die möglichen Positionen der Edelsteine. Wer als erster die richtige Anordnung präsentiert, gewinnt Orapa.

Logik ist der Schlüssel zum Erfolg

Wer gerne Logik-Rätsel löst und sich gerne Schritt für Schritt an eine Lösung heranarbeitet, ist bei Orapa genau richtig. Die gesammelten Informationen müssen clever miteinander kombiniert werden – mit jeder Runde ergibt sich ein klareres Bild. Allerdings braucht es auch die ein oder andere Partie, um sich in das Spiel hineinzudenken. Dann entwickeln sich jedoch spannende Duelle.  

Titel: Orapa / Verlag: Nice Game Publishing / Alter: ab 8 Jahren / Spieldauer: ca. 20 Minuten / Spieleranzahl: 2 Personen / 3 – 5 Personen / Preis: ca. 14,- Euro

 

Ninety Nine

Ziel ist es, 99 Punkte zu erreichen, um „Ninety Nine“ zu gewinnen. Um das zu erreichen, muss man Runde für Runde eine möglichst lange Kartenreihe vor sich auslegen und gleichzeitig Karten in die Tischmitte spielen. Nur wer beides clever kombiniert, wird das Rennen um die 99 Punkte gewinnen.

Das Punkte-Karten-Rennen

„Ninety Nine“ enthält 110 Karten in 10 Farben mit den Zahlen von 0 bis 10. Alle Spieler bekommen einen eigenen Nachziehstapel mit 15 Karten und nehmen sechs davon auf die Starthand. Wer an der Reihe ist, muss zuerst eine Karte vor sich auslegen, um eine persönliche aufsteigende Zahlenreihe zu bilden, bei der keine Farbe doppelt vorkommen darf. Je länger die Reihe wird, desto mehr Punkte bringt sie. Danach können beliebig viele Karten auf die drei Stapel in der Tischmitte gespielt werden. Dabei muss eine der drei Regeln erfüllt werden: Die neue Karte muss entweder um 1 höher sein als die bereits ausliegende Karte, die Summe 10 mit ihr ergeben oder die gleiche Farbe haben. Danach füllt man seine Hand wieder auf sechs Karten vom eigenen Nachziehstapel auf. Ist der Nachziehstapel leer, bekommt man zusätzlich 15 Punkte. Man punktet also durch die eigene Zahlenreihe und durch das wiederholte Aufbrauchen des Nachziehstapels. Wer 99 Punkte erreicht, gewinnt das Spiel.

Karten ablegen mit Wohlfühl-Taktik

Das Kartenspiel „Ninety Nine“ kann ideal gemütlich zwischendurch gespielt werden. Beim Ablegen der Karten ist taktisches Geschick gefragt, ohne dass man daraus gleich eine Wissenschaft machen muss. Findet man einen Weg, alle Handkarten auf die Stapel in der Tischmitte zu spielen, um Extrapunkte zu bekommen, oder hebt man sich eine Karte für die Zahlenreihe in der nächsten Runde auf? Den Punktestand seiner Mitspieler sollte man dabei jedoch nicht aus den Augen verlieren. Laut Spielregel endet das Spiel sofort, wenn jemand 99 Punkte erreicht. Dies kann dem Startspieler einen Vorteil verschaffen. Dadurch hat der Startspieler immer einen Vorteil. Daher könnte man eine Hausregel einführen, nach der eine Runde noch zu Ende gespielt wird, sodass alle gleich oft am Zug waren. Wer dann die meisten Punkte hat, gewinnt.

Titel: Ninety Nine / Verlag: Kendi / Alter: ab 8 Jahren / Spieldauer: ca. 30 Minuten / Spieleranzahl: 5 Personen / Preis: ca. 11,- Euro

 

7 zum Glück

Es fehlt nur noch ein Glücksschwein, um die Karte zu erfüllen. Unter welchem Plättchen hat es sich wohl versteckt? Dieser Situation wird man bei „7 zum Glück“ häufig begegnen. Im Grunde ist „7 zum Glück“ zunächst ein einfaches Merkspiel. Allerdings müssen die Spieler sieben Karten erfüllen, um das Spiel zu gewinnen. Wem gelingt dies zuerst und wer entscheidet so das spannende Wettrennen für sich?

Man muss auch mal Schwein haben

Auf 25 Plättchen sind fünf verschiedene Glückstiere abgebildet, wobei jedes Tier fünfmal in der verdeckten Auslage vorhanden ist. Es liegen Kartenstapel mit Aufgaben der Stufen 1 bis 7 bereit. Je höher die Nummer, desto schwieriger die Aufgabe. Die Karten zeigen Glückstiere in unterschiedlicher Anzahl und Auswahl. Alle starten mit einer Aufgabenkarte der Stufe 1, bei der lediglich ein einfaches Pärchen gefunden werden muss. Wie beim Memory-Spiel werden Plättchen umgedreht. Zeigt das Plättchen ein gesuchtes Glückstier von der Karte, darf das nächste Plättchen umgedreht werden. Wird hingegen ein falsches Tier aufgedeckt, ist der Zug vorbei. Wer die richtigen Glückstiere in der richtigen Anzahl aufgedeckt hat, hat seine Karte erfüllt und nimmt sich die Aufgabenkarte mit der nächsthöheren Nummer. Wer die siebte Karte zuerst erfüllt, gewinnt das Spiel.

Merkspiel mit besonderem Kniff

Aus einem klassischen Memory entwickelt sich ein spannendes Wettrennen. Die Plättchen bleiben die ganze Zeit an ihrer Stelle liegen, sodass man sich Glückstiere für spätere Karten frühzeitig merken sollte. Gerade wenn die Mitspielenden dieselben Tiere suchen, heißt es, besonders aufmerksam zu sein. Wer wird das Wettrennen gewinnen?

Titel: 7 zum Glück / Verlag: HABA / Alter: ab 5 Jahren / Spieldauer: ca. 20 Minuten / Spieleranzahl: 2 – 4 Personen / Preis: ca. 15,- Euro

 

Meister Makatsu

Ninjas bewegen sich im Schatten und sind ihrem Gegenüber stets einen Schritt voraus. Im Kartenspiel „Meister Makatsu“ sind das Eigenschaften, die zum Sieg verhelfen. Allerdings treten in diesem Familienspiel bis zu sechs Ninjas gegeneinander an – und nur einer kann gewinnen.

Ninja in Ausbildung

„Meister Makatsu“ wird über drei Runden gespielt. Alle Ninjas starten mit 24 Karten: je drei Farben mit den Werten 1 bis 8. Pro Durchgang zieht man vier Karten und spielt zwei davon aus. Die verbliebenen zwei Karten werden in die nächste Runde mitgenommen. Wer die höchste Karte einer Farbe in einem Durchgang ausspielt, kassiert Chips mit Minuspunkten. Nach acht Durchgängen sind alle Karten gespielt und die nächste Runde startet mit den verbliebenen Karten. In Runde zwei und drei erhöhen sich die Minuspunkte, die man kassiert. Wer nach der dritten Runde die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt.

Spannung bis zum Schluss

Die kurze Beschreibung kann den Spielablauf leider nur grob darstellen. „Meister Makatsu“ hat in unseren Spielrunden bereits viele Emotionen ausgelöst. Nach der ersten Partie glaubt man oft, einen funktionierenden Plan zu haben. Dieser Plan wird jedoch von den Mitspielenden allzu oft durchkreuzt. Durch den Spielablauf über drei Runden entsteht ein Spannungsbogen, der seinen Höhepunkt am Ende des Spiels erreicht. Dann zeigt sich, wer clever gespielt und zugleich das nötige Glück hatte. Das Spiel lebt von diesen Emotionen und ist aktuell mein persönliches Kartenspiel-Highlight.

Titel: Meister Makatsu / Verlag: Amigo / Alter: ab 8 Jahren / Spieldauer: ca. 30 Minuten / Spieleranzahl: 2 – 6 Personen / Preis: ca. 15,- Euro

Hinterlasse einen Kommentar