Artischocken – Ein Kartenspiel rund um Gemüse
Passend zum Frühling, wenn die Natur erwacht, kommt mit dem Kartenspiel Artischocken Gemüse auf den Tisch. Die Spieler starten mit zehn Artischocken-Karten auf der Hand und müssen versuchen, diese durch geschicktes Ausspielen von Gemüsekarten loszuwerden. Wem es gelingt zuerst keine Artischocken mehr auf der Hand zu haben, gewinnt das Spiel.
Mit Gemüseaktionen zum Sieg
Die Spieler starten die Runde mit fünf Artischocken-Karten auf der Hand. Die fünf übrigen Artischocken-Karten bilden den individuellen Nachziehstapel. In der Mitte des Tischs liegen fünf Gemüsekarten (z.B. Erbsen, Karotten oder Zwiebeln), von denen sich der Spieler zu Beginn seines Zugs eine nimmt. Danach darf er alle Gemüsekarten mit Aktionen ausspielen. Jede Gemüsekarte erlaubt es, eine andere Aktion durchzuführen. Spielt man z.B. den Brokkoli aus, darf man eine Artischocke von der Hand abwerfen, wenn man mindestens drei Artischocken auf der Hand hat. Die Kartoffel erlaubt es, die oberste Karte vom eigenen Nachziehstapel aufzudecken. Wenn es eine Artischocke ist, darf man diese abwerfen. Mit jeder Runde erweitert man sein Kartendeck und versucht, durch die Aktionen die Artischocken-Karten loszuwerden. Wenn man am Ende seiner Runde wieder fünf Karten nachzieht und keine Artischocke dabei ist, hat man das Spiel sofort gewonnen.
Clever kombiniert ist halb gewonnen
Artischocken ist eine andere Art von Kartenspiel. Die Spieler müssen ihren Kartenstapel optimieren, indem sie Artischockenkarten abwerfen und anderes Gemüse unserem Stapel hinzufügen. Wenn man die Aktionsmöglichkeiten nach ein bis zwei Runden kennengelernt hat, spielt sich Artischocken sehr flott. Bestimmte Aktionskarten haben auch Einfluss auf die Karten der Mitspieler, so dass auch Interaktionen untereinander stattfinden. Wer gerne Karten spielt, wird an Artischocken seine Freude haben.
Auf einen Blick:
Titel: Artischocken
Verlag: Amigo
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Autor: Emma Larkins
Preis: ca. 10,- €

Club der Tatzen – Die Katzen sind los
Bei Club der Tatzen schlüpft jeder Spieler in die Rolle einer Katze mit bestimmten Eigenschaften, die vor den Mitspielern geheim gehalten werden. Reihum werden Karten mit Katzen ausgespielt und die Mitspieler müssen einen Hinweis geben, wenn eine ihrer Eigenschaften auf den Karten auftaucht. Wer schlau kombiniert und die Eigenschaft eines Mitspielers errät, sammelt Punkte. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.
Keine Katze gleicht der anderen
Die Katzen im Spiel unterscheiden sich durch ihre Posen, Fellfarbe, Fellmuster und Accessoires. Jeder Spieler erhält zu Beginn drei Eigenschaftskarten, die er in seinen Fächer steckt, sowie drei Katzenkarten. Wer an der Reihe ist, spielt eine seiner Katzenkarten aus und alle müssen prüfen, ob die ausgespielte Katzenkarte eine der eigenen geheimen Eigenschaften zeigt. Wenn dies der Fall ist, muss der jeweilige Spieler einen Hinweischip auf die Karte legen. Der aktive Spieler darf am Ende seines Zugs noch eine Eigenschaft eines Mitspielers raten. Rät er richtig, bekommt er einen Chip vom entsprechende Spieler. Rät er falsch, muss er dem Spieler einen Chip abgeben. Je mehr Katzenkarten ausgespielt werden, um so mehr Hinweise gibt es. Wem gelingt es, seine Eigenschaften möglichst lange geheim zu halten und bei den anderen Mitspielern richtig zu raten?
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
Club der Tatzen ist schön gestaltet, lässt sich schnell erklären und ist ein spannendes Deduktionsspiel für die ganze Familie. Insbesondere Kindern gefällt die Gestaltung sehr gut und lädt zu mehr als einer Partie ein. Natürlich gehört auch etwas Glück dazu, dass man die passenden Katzenkarten auf der Hand hat, um den Mitspielern die letzten Hinweise zu entlocken. Wenn ein Hinweis noch nicht eindeutig ist, darf auch gerne geraten werden – wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Auf einen Blick:
Titel: Club der Tatzen
Verlag: HABA
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Autor: Connor Reid
Preis: ca. 12,- €

Nine Tiles Panic – Die Außerirdischen lieben Hamburger
Nines Tiles Panic kommt in einer kleinen pinken Schachtel daher, in der sehr viel Spielspaß steckt. Im Spiel muss eine kleine Stadt aus neun Teilen nach bestimmten Regeln zusammengesetzt werden, um möglichst viele Punkte zu erhalten. In der Stadt treffen wir auf Aliens, Hamburger, Agenten, Hunde und Einwohner, die alle viel Chaos stiften.
Die Alienjagd beginnt
Bei Nine Tiles Panic bekommt jeder Spieler neun doppelseitige quadratische Teile, aus denen er eine Stadt im Format 3×3 zusammensetzen muss. Die Teile zeigen Straßen, Häuser und Kinder, aber auch Hamburger, Aliens und Agenten. Zu Beginn wird mit drei gezogenen Themenkarten festgelegt, wofür es in der jeweiligen Runde Punkte gibt. Themenkarten können z.B. heißen “Die Stadt mit den meisten Kurven” oder “Die meisten Agenten in der Stadt”. Auf los geht’s los und der Spieler, der zuerst fertig ist, dreht die Sanduhr um. Die Mitspieler müssen jetzt fertig werden, bevor die Sanduhr abgelaufen ist. Alle Spieler mit einer fertigen Stadt nehmen dann an der Punktevergabe teil und die nächste Runden startet mit neuen Themenkarten. Je nach Spieleranzahl muss eine bestimmte Punktezahl erreicht werden, um das Spiel zu gewinnen.
Wer schnell kombiniert, ist im Vorteil
Nine Tiles Panic gehört zu den Spielen, die schnell erklärt, aber trotzdem herausfordernd sind. Die Herausforderung entsteht durch die unterschiedlich schweren Themenkarten. Wer möchte, kann zu Beginn besonders schwere Karten aussortieren. Beim Zusammensetzen muss man die Themen im Blick halten und Prioritäten setzen. Nicht immer lassen sich alle Themenkarten gleich gut erfüllen. Dadurch spielt sich aber auch jede Runde anders und es kommt keine Langeweile auf. Da alle gleichzeitig spielen, muss auf niemanden gewartet werden. Wer gerne Rätsel löst und ein kleines Spiel mit viel Spielspaß sucht, wird bei Nine Tiles Panic fündig.
Auf einen Blick:
Titel: Nine Tiles Panic
Verlag: Oink Games
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Spieleranzahl: 2 – 5 Spieler
Autoren: Jean-Claude Pellin und Jens Merkl
Preis: ca. 18,- €

The Game – Quick & Easy
The Game – Quick & Easy ist das jüngste Spiel aus der “The Game” Kartenspielreihe. Um das Spiel zu gewinnen, müssen die Spielenden gemeinsam versuchen, alle 50 Karten entsprechend der Regeln auf zwei Stapeln abzulegen. Es braucht viel Kommunikation zwischen den Spielern, um erfolgreich zu sein.
Auf die Farbe kommt es an
Das Spiel enthält 50 Zahlenkarten in fünf Farben, jeweils mit den Werten von 1 bis 10. Jeder Spieler erhält zu Beginn zwei Karten auf die Hand. Es gibt einen aufsteigenden (1 – 10) und einen absteigenden (10 – 1) Kartenstapel. Der Spieler, der an der Reihe ist, muss eine oder zwei Karten ablegen und entsprechend nachziehen. Je nach Kartenstapel muss die Karte höher oder niedriger sein als die oberste Karte des Stapels. Farben spielen hierbei erstmal keine Rolle. Sie kommen erst ins Spiel, wenn es um den Rückwärts-Trick geht. Auf eine grüne Karte darf man eine beliebige andere grüne Karte spielen und die Zahlenfolge gilt in diesem Fall nicht. Dies gilt auch für alle anderen Farben. Ist der aufsteigende Stapel z.B. schon bei einer gelben Zehn angekommen, darf dort eine gelbe Drei abgelegt werden und die Spieler haben wieder mehr Möglichkeiten. Sollte ein Spieler keine Karte ablegen können, ist das Spiel leider verloren. Gelingt es jedoch, alle 50 Karten unterzubringen, hat das Team gewonnen.
Kommunikation ist alles
Die Spielrunden haben gezeigt, dass man miteinander reden muss, um das Spiel zu gewinnen. Man darf zwar keine konkreten Zahlen nennen, aber wichtige Hinweise geben z.B. “Ich habe eine hohe blaue Karte”. Man wird The Game wahrscheinlich nicht direkt in der ersten Runde gewinnen. Allerdings liegt darin auch die Herausforderung. Die Spieler lernen schnell, sich richtig abzustimmen und steigern sich von Runde zu Runde. Etwas Kartenglück gehört am Ende natürlich auch dazu. Um so größer ist die Freude, wenn zum ersten Mal alle 50 Karten abgelegt wurden.
Auf einen Blick:
Titel: The Game Quick & Easy
Verlag: NSV Verlag
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 10 Minuten
Spieleranzahl: 2 – 5 Spieler
Autor: Steffen Benndorf
Preis: ca. 8,- €

Text und Bild: Ingemar Reimer
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