Wie auch in den Vorjahren stellt unser Spieletester Ingemar sechs kleine Gesellschaftsspiele für Familien vor, die super in den Nikolausstiefel passen! Ob Merk-, Strategie-, Lege- oder Kartenspiel – hier sind nette Beispiele dabei.
Für Nikolaus 2024:
Taco Katze Pizza Junior

Taco Katze Pizza ist ein Kartenspiel für Kinder ab 4 Jahren und wurde in diesem Jahr für das Kinderspiel des Jahres nominiert. Das für Kinder ansprechend gestaltete Spiel kommt mit nur ganz wenigen Regeln aus, so dass die Kinder flott losspielen können. Aber worum geht es eigentlich?
Nichts geht über Pizza
Die Spielkarten zeigen entweder eine Katze, eine Pizza, einen Taco oder ein Bonbon. Alle Kinder bekommen die gleiche Anzahl an Karten und legen den Stapel vor sich auf den Tisch. Niemand muss Karten auf der Hand halten, so dass auch Kinder mitspielen können, die noch keine große Spielerfahrung haben. Wer an der Reihe ist, sagt laut an, ob die oberste Karte eine Katze, eine Pizza oder ein Taco zeigt. Erst dann wird die Karte umgedreht. Hat das Kind richtig getippt, darf es direkt die nächste Karte tippen. Wenn der Tipp falsch war, ist das nächste Kind an der Reihe. Wird ein Bonbon aufgedeckt, heißt es schnell sein. Wer als Schnellster seine Hand auf der Karte hat, ist als Nächstes an der Reihe. Wer als Erster keine Karten mehr vor sich liegen hat, gewinnt das Spiel.
Kartenspiel für die Jüngsten
Taco Katze Pizza Junior schafft es, mit einfachen Regeln für viel Spaß zu sorgen. Jeder richtige Tipp sorgt für viel Freude. Liegt man falsch, ist man schnell wieder an der Reihe. Durch die Bonbon-Karten muss man stets aufmerksam sein. Schließlich will man die Chance nicht verpassen. Nach 5 Minuten steht schon der Sieger fest und man kann direkt in die nächste Runde starten. Da macht es auch nichts, wenn man beim Tippen kein Glück hat. Ein tolles und flottes Spiel für Kinder ab 4 Jahren.
Titel: Taco Katze Pizza Junior / Verlag: Blue Orange / Alter: ab 4 Jahren
Spieldauer: ca. 5 Minuten / Spieleranzahl: 2 – 6 Kinder / Preis: ca. 10,- €
Die Nadel im Heuhaufen

Es ist immer wieder erstaunlich, wie man Spielkarten einsetzen kann. Einen ganz neuen und wahrscheinlich einzigartigen Weg geht das Kinderspiel “Die Nadel im Heuhaufen”. Die Karten werden zu einem großen Heuhaufen, der einiges versteckt hält. Wie es sich für Heu gehört, kann man es mit der Heugabel wenden und durch die Luft werfen. Mal sehen, was zum Vorschein kommt.
An die Heugabel, fertig, los
Die Spielkarten zeigen auf einer Seite nur Heu. Auf der anderen Seite können sich Tiere, das Lieblingsfutter der Tiere oder die berühmte Nadel im Heuhaufen verstecken. Zu Beginn liegen ein paar verdeckte Karten in der Tischmitte und bilden einen kleinen Heuhaufen. Wer an der Reihe ist, kann entweder neue Heukarten auf den Haufen werfen oder versuchen, ein paar Heukarten mit der Heugabel zu wenden. Wer neue Heukarten ins Spiel bringt, darf sich diese vorher anschauen und kann sich merken, was sich darunter befindet. Mit der Heugabel werden Karten hochgeworfen und dabei gewendet. Entdeckt man ein Tier, darf man es zu sich holen und auf seinem eigenen Hof unterbringen. Mit dem passenden Lieblingsfutter kann man bereits aufgedeckte Tiere auf seinen Hof locken. Wer die Nadel entdeckt, läutet das Spielende ein. Für jedes Tier auf dem eigenen Hof erhält man dann 1 Punkt und für die Nadel sogar 3. Das Kind mit den meisten Punkten gewinnt.
Besuch auf dem Bauernhof
Es fehlt nur noch der Duft von frischem Heu und man könnte meinen, dass man auf dem Bauernhof ist. Die Karten werden mit der Heugabel gewendet und zwischendurch tauchen im Heuhaufen Maus, Huhn oder Kaninchen auf. Aber wo hat sich nur die Nadel im Heuhaufen versteckt? Je mehr Karten im Spiel sind, desto größer ist die Spannung. Die Nadel im Heuhaufen ist ein tolles und sehr anschauliches Spiel für Kinder ab 5 Jahren und wurde in diesem Jahr als Kinderspiel empfohlen.
Titel: Die Nadel im Heuhaufen / Verlag: Schmidt Spiele / Alter: ab 5 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten / Spieleranzahl: 2 – 4 Personen / Preis: ca. 9,- €
No Thanks

Wenn ein Spiel es schafft, dass alle Spielenden immer wieder eine weitere Runde spielen wollen, macht es vieles richtig. No Thanks ist ein flott gespieltes Kartenspiel für bis zu 7 Personen, das in allen Runden sehr gut angekommen ist.
Welche Karten fehlen?
In der Mitte liegt ein Kartenstapel mit Zahlenkarten von 3 bis 35, und je nach Spieleranzahl erhalten alle eine bestimmte Anzahl an Chips. 9 Karten wurden vorher aussortiert. Eine Karte wird aufgedeckt, und die Person, die an der Reihe ist, muss entscheiden, ob sie die Karte nimmt oder ablehnt. Jede Karte zählt am Ende Minuspunkte. Daher will man eigentlich keine hohen Karten haben und kann diese mit einem freundlichen „No Thanks“ ablehnen. Allerdings muss man dafür einen Chip auf die Karte legen. Jetzt ist der nächste an der Reihe und steht vor derselben Entscheidung. Nimmt jemand irgendwann die Karte, werden die Chips, die für das Ablehnen dieser Karte eingesetzt wurden, zu Pluspunkten. Aufeinanderfolgende Karten darf man verketten und man erhält nur die Minuspunkte für die niedrigste Zahl in der Kette. Aber es fehlen 9 Karten, und niemand weiß, wo die Lücken sind. Wenn alle Karten verteilt wurden, gewinnt die Person mit den wenigsten Minuspunkten.
Direkt nochmal
No Thanks ist ein Spiel für alle – für Zocker, Möchtegern-Strategen und Glückspilze. Die Regeln sind einfach und verständlich, sodass man flott losspielen kann. Schnell erkennt man die Möglichkeiten. Nimmt man eine hohe Karte, die keiner haben will, kann man vielleicht zukünftig weitere Karten mit vielen Chips bekommen. Nur sollte man dann die Karten auch verketten, sonst winken reichlich Minuspunkte. Setzt man nur auf kleine Kartenwerte und lehnt fleißig Karten ab, gehen einem schnell die Chips aus. Dann muss man auch ungeliebte, hohe Karten nehmen. Gut, dass eine Runde schnell gespielt ist und man in der nächsten Partie direkt eine neue Strategie ausprobieren kann. Mal sehen, ob diese Strategie dann erfolgreicher ist. No Thanks bietet Spaß für alle und ist eine klare Empfehlung.
Titel: No Thanks / Verlag: Amigo / Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten / Spieleranzahl: 3 – 7 Personen / Preis: ca. 10,- €
The Gang

Für viele ist Pokern ein Glücksspiel mit Karten, bei dem man am Ende nicht unbedingt als Gewinner dasteht. Was wäre, wenn man Poker kooperativ spielen könnte? Kann das funktionieren? Die Antwort darauf liefert das Spiel „The Gang“ und lautet ganz eindeutig „JA“.
Royal Flush
The Gang basiert auf der Pokervariante Texas Hold’em. Jeder bekommt 2 Handkarten und in der Tischmitte werden schrittweise 5 Karten aufgedeckt. Am Ende zählt für jeden die beste Kombination aus 5 Karten. Immer wenn neue Karten aufgedeckt werden, müssen die Spielenden mit Pokerchips ihr Blatt einschätzen und eine Rangfolge festlegen – vom schwächsten bis zum stärksten Blatt. Dabei ist es leider nicht erlaubt, miteinander über seine Karten zu reden. Nachdem die letzte Karte aufgedeckt wurde und die finale Rangfolge feststeht, werden die Karten aufgedeckt und geprüft, ob die Gruppe sich richtig eingeschätzt hat. Gelingt es der Gruppe dreimal, die richtige Rangfolge festzulegen, ist das Spiel gewonnen.
Nicht nur für Poker-Profis
Man muss kein Poker-Profi sein, um The Gang zu spielen. Der Spielablauf ist schnell verinnerlicht und man kann sich voll auf seine Karten konzentrieren. Eine Übersicht hilft dabei, die eigene Kartenhand einzuschätzen. Wenn mit den Pokerchips die Rangfolge festgelegt wird, kann es durchaus zu einem wilden Getausche kommen. Denkt man, dass man gerade auf dem Weg zu einem richtig guten Blatt ist, kann die nächste Karte alles zunichtemachen. Ein Wort noch zur Spieleranzahl: Mit 4 Personen ist es deutlich einfacher, die richtige Reihenfolge zu finden. Spielt man zu sechst, steigt der Glücksfaktor. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, erhält mit The Gang ein tolles kooperatives Kartenspiel.
Titel: The Gang / Verlag: Kosmos / Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten / Spieleranzahl: 3 – 6 Personen / Preis: ca. 13,- €
Deduckto

Bei Deduckto sind Ermittler-Fähigkeiten gefragt. Es gilt, einen Verdächtigen aus der Tierwelt zu fangen. Wo versteckt er sich und wie hat er sich verkleidet? Die wichtigste Frage lautet jedoch: Welches Tier wird gesucht?
Gut kombiniert Watson
Deduckto beinhaltet 49 einzigartige Karten mit Verdächtigen, die immer eine Kombination aus Tier, Verkleidung und Ort zeigen. Alle nehmen zu Beginn 5 Karten auf die Hand, die sie selbst sehen können. Dann nimmt jeder eine 6. Karte so auf die Hand, dass nur die anderen die Karte sehen können und man selbst nicht. Diese Karte gilt es zu ermitteln. Wer an der Reihe ist, spielt eine Karte aus. Die anderen Spieler sagen dann „Ja“ oder „Nein“. „Ja“ bedeutet, dass die ausgespielte Karte in einer Eigenschaft mit der gesuchten Karte übereinstimmt. Bei einem „Nein“ stimmt nichts überein. Durch Kombinieren versucht man, der gesuchten Karte auf die Schliche zu kommen. Wer zuerst den richtigen Verdächtigen benennt, gewinnt das Spiel.
Wer ermittelt am schnellsten
Die Regeln von Deduckto kann man schon während des Kartengebens erklären – schneller geht es nicht. So einfach die Regeln, so knifflig die Herausforderung. Jede neue Information bringt einen näher an den Verdächtigen heran. Jetzt heißt es, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Wagt man einen Lösungsversuch oder sichert man seinen Verdacht ab? Ein spannendes Wettrennen nimmt seinen Lauf.
Titel: Deduckto / Verlag: Game Factory / Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten / Spieleranzahl: 2 – 4 Personen / Preis: ca. 12,- €
Gemstone Caverns

Wer schon einmal Tetris gespielt hat, wird sich beim Würfelspiel Gemstone Caverns schnell zurechtfinden. Aus 4 Würfeln baut man die bekannten Formen aus Tetris nach, um diese dann auf dem eigenen Blatt einzuzeichnen. Die Würfel zeigen Quadrate, Kreise und Dreiecke. Diese müssen taktisch geschickt in Gruppen angeordnet werden.
Tetris lässt grüßen
Alle bekommen ein Blatt mit einem 7×7 Raster. Der Startspieler würfelt und baut dann aus den 4 Würfeln eine der bekannten Tetris-Formen zusammen. Praktischerweise kann er die Würfel im ersten Schritt auf seinem eigenen Blatt anordnen. Hat man sich auf eine Form festgelegt, müssen auch alle anderen die Form, bestehend aus Quadraten, Kreisen und Dreiecken, auf ihrem Blatt eintragen. Idealerweise ist es das Ziel, Gruppen aus 5 bis 6 gleichen Symbolen zu bilden. Für die Schlusswertung wird für jedes Symbol die Anzahl der entsprechenden Gruppen mit der Anzahl der Symbole in den Gruppen multipliziert. Da heißt es clever planen, um möglichst viele Punkte zu erzielen.
Planen, Würfeln, Puzzeln
Das Raffinierte an Gemstone Caverns ist, dass man als aktiver Spieler darüber entscheidet, wie die Würfel angeordnet werden. Natürlich wünscht man sich bestimmte Symbole, die in diesem Moment perfekt passen würden. Dafür braucht es dann das nötige Würfelglück. Die Mitspielenden beobachten genau, für welche Form man sich entscheidet. Vom zustimmenden Nicken bis zum Protest ist am Spieltisch alles möglich. Gemstone Caverns bietet eine schöne Mischung aus Würfeln, Planen und Puzzeln.
Titel: Gemstone Caverns / Verlag: ThinkFun / Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten / Spieleranzahl: 2 – 4 Personen / Preis: ca. 10,- €
Für Nikolaus 2023:
Eis am Ziel
In der Pinguinschule am Südpol herrscht große Aufregung, weil Eddi mit seinem Eismobil im Anmarsch ist. Der Weg zum leckeren Eis führt allerdings über Eisschollen, die von den Pinguinen hüpfend überwunden werden müssen. Eis am Ziel ist ein flottes Laufspiel für Kinder ab 5 Jahren, bei dem es sowohl auf Taktik als auch auf Glück ankommt.
Von Scholle zu Scholle
Zwischen der Pinguinschule (Start) und dem Eismobil (Ziel) liegen sieben Eisschollenkarten. Jedes Kind bekommt vier Pinguine einer Farbe und muss diese vom Start bis ins Ziel bringen. Allerdings wird vor jedem Zug eine neue Eisschollenkarte aufgedeckt und muss auf eine der sieben ausliegenden Karten gelegt werden. Danach darf ein Pinguin ein oder zwei Karten weit gezogen werden. Auf den Eisschollen können sich Trampoline in den jeweiligen Farben der Pinguine befinden. Landet ein Pinguin auf einer Scholle mit Trampolin in der gleichen Farbe, katapultiert das Trampolin den Pinguin direkt zwei Schollen weiter. Durch clever platzierte Trampoline lassen sich so die eigenen Pinguine schnell ins Ziel bringen. Weitere Aktionskarten bringen zusätzliche taktische Möglichkeiten ins Spiel. Wem gelingt es zuerst, seine Pinguine ins Ziel zu bringen?
Passend zur Jahreszeit
Eis am Ziel hat sehr positiv überrascht. Jede Karte, die man legt, ist eine kleine taktische Entscheidung und die Kinder verstehen sehr schnell, worauf es ankommt. Natürlich braucht es etwas Glück beim Ziehen der Karten und Gewinnen und Verlieren liegen nah beieinander.
Wer ein taktisches Kinderspiel sucht, wird hier auf jeden Fall fündig.
Titel: Eis am Ziel / Verlag: Schmidt Spiele / Alter: ab 5 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten / Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler / Preis: ca. 13 Euro
Cami Chamäleon
Merkspiele erfreuen sich immer großer Beliebtheit bei Kindern. Vielleicht liegt es daran, dass Kinder darin zumeist viel besser sind als Erwachsene. Cami Chamäleon verbindet viele kleine Elemente zu einem kurzweiligen Spiel. Es wird gewürfelt, man muss sein Chamäleon ziehen und hat sich hoffentlich gemerkt, wie viele Insekten unter den Plättchen liegen.
Chamäleons lieben Insekten
Wie beim Memory werden Plättchen verdeckt in einem 5×5 Raster ausgelegt. Unter den Plättchen findet man Insekten in unterschiedlicher Anzahl von eins bis fünf. Alle Kinder setzen ihre Chamäleon-Figur auf eine Kreuzung im Raster. Wer an der Reihe ist, würfelt die beiden Würfel. Der erste Würfel zeigt an, wie viele Schritte man mit dem Chamäleon von Kreuzung zu Kreuzung gehen darf. Der zweite Würfel gibt an, wie viele Insekten das Chamäleon verspeisen will. Man zieht das Chamäleon und darf dann nacheinander die Plättchen der Kreuzung aufdecken. Ziel ist es, genau die gewürfelte Anzahl zu erreichen, um dann die Plättchen einzusammeln. Deckt man zu viele Insekten auf, geht man leer aus und die anderen Kinder haben sich vielleicht gemerkt, was unter den Plättchen zu finden ist. Wer am Ende die meisten Insekten gesammelt hat, gewinnt die Partie Cami Chamäleon.
Wo geht’s zum Futter?
Die Kombination aus würfeln, laufen und merken kommt bei den Kindern gut an. Wo laufe ich hin, um den anderen nicht zu viel zu verraten? Auf der anderen Seite möchte man dort sein, wo Plättchen aufgedeckt werden. Kaum hat man sich ein Plättchen gemerkt, wird es einem vor der Nase weggeschnappt. Das Spielgeschehen verändert sich laufend und eine Partie ist schneller vorbei als gedacht. Cami Chamälion ist ein unterhaltsames Merkspiel, nicht nur für Kinder.
Titel: Cami Chamäleon / Verlag: HABA / Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten / Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler / Preis: ca. 15 Euro
5 Towers
Wer einen Turm baut, will hoch hinaus. Je höher der Turm, desto mehr Siegpunkte gibt es. Nur leider haben die Mitspielenden dasselbe Ziel und am Ende ist entscheidend, wer mehr bieten kann. Es ist alles eine Frage von Taktik, Timing und Strategie.
Hoch hinaus
In 5 Towers können insgesamt fünf verschiedene Türme gebaut werden und jeder Turm besteht aus Karten mit Werten von 15 bis null. Hohe Karten bilden die Basis des Turms und nach oben müssen die Werte immer niedriger werden – Lücken sind erlaubt. Alle Turmkarten befinden sich in einem Kartenstapel, es werden fünf Karten aufgedeckt und die Biete-Phase beginnt. Je nachdem, wie viele Karten man haben möchte, bietet man von 1 bis 5. Die anderen müssen dann überbieten oder passen. Wer das höchste Gebot abgegeben hat, nimmt sich die entsprechende Anzahl der Karten und legt sie an seine Türme an. Man darf nur so viel bieten, wie man auch verbauen kann. So wachsen die Türme in die Höhe und wenn der Kartenstapel zweimal durchgespielt wurde, endet das Spiel. Wer dann die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt das Spiel.
Wo bitte geht’s nach oben?
Die Regeln von 5 Towers sind schnell erklärt. Es braucht aber tatsächlich eine Partie, um zu verstehen, worauf es im Spiel ankommt. Manchmal ist es sinnvoll, Lücken in Kauf zu nehmen, wenn man dann trotzdem gute Karten bekommt. Turmspitzen sind besonders wertvoll, da sie den Wert eines Turms verdoppeln. Nur leider kann man an Türmen mit Spitze nichts mehr anlegen. Durch die offen liegenden Karten weiß man immer, was im Spiel noch möglich ist und hofft auf die richtigen Karten zum richtigen Zeitpunkt. Im Spielverlauf liegen Freude und Frust manchmal eng beieinander, aber dies macht auch den Reiz des Spiels aus. Mehrere Runden hintereinander werden auf jeden Fall empfohlen.
Titel: 5 Towers / Verlag: Deep Print Games / Pegasus / Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: ca. 15 bis 30 Minuten / Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler / Preis: ca. 10 Euro
Zauberzwerg
2022 hat das Spiel Zauberberg den Preis „Kinderspiel des Jahres“ gewonnen. Wer es gespielt hat, erinnert sich vielleicht noch an die Zauberlehrlinge, die vor den Hexen an der Lichtung ankommen mussten. In diesem Spiel lernen die Kinder Rupert den Zauberzwerg kennen und müssen gemeinsam den Weg mit Hilfe von Irrlichtern zu seiner magischen Mine finden. Leider sind die Hexen auch wieder mit dabei.
Herausforderung angenommen
In der Tischmitte liegt der Zauberpfad aus, der mit farbigen Irrlichtern erhellt ist. Um den Pfad herum liegen verdeckte Waldkarten, die entweder einen Zauberlehrling, eine Hexe oder Rupert zeigen. Die Zauberlehrlinge stehen am Anfang des Pfads und die Hexen haben je nach Herausforderung etwas Vorsprung. Reihum wird eine Waldkarte aufgedeckt. Je nachdem, ob die Karte einen Zauberlehrling oder eine Hexe mit Irrlicht zeigt, darf eine entsprechende Figur bis zum nächsten freien Irrlicht der entsprechenden Farbe gezogen werden. Wird Rupert gezogen, darf eine beliebige Figur eine bestimmte Anzahl an Schritten wieder zurückgesetzt werden. Das kann sehr hilfreich sein. Gelingt es, alle Zauberlehrlinge vor der ersten Hexe zur Mine zu bringen, ist das Spiel gewonnen.
Hexen nerven!
Zauberzwerg kommt im Vergleich zum großen Bruder Zauberberg in einer kleinen Schachtel daher und Murmeln sucht man vergeblich. Das Spiel bietet trotzdem eine tolle Herausforderung, da man gut überlegen muss, welche Figur man wo hin zieht. Gelingt es, die Zauberlehrlinge mit großen Schritten voranzubringen, profitieren leider auch die Hexen davon. Schnell kann ein Spiel dann unerwartet verloren gehen. Da ist es gut, dass eine Runde schnell gespielt ist und man es direkt nochmal probiert. Um so größer ist die Freude, wenn man ein Level geschafft hat.
Titel: Zauberzwerg / Verlag: Amigo / Alter: ab 5 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten / Spieleranzahl: 1 bis 6 Spieler / Preis: ca. 10 Euro
Piazza
„Klein, aber Oho“ ist eine sehr passende Beschreibung für das Legespiel Piazza. Das Spiel kommt in einer kleinen Metallbox daher und passt in jede Hosentasche. In der Box befindet sich ein cleveres Plättchen-Legespiel, das sehr schnell erklärt ist, aber dann taktisch doch herausfordernd ist.
Wir puzzeln eine Piazza
Alle Spielenden bekommen ein Set Plättchen einer Farbe. Die Sets selbst unterscheiden sich durch unterschiedliche Muster. Gestartet wird mit Plättchen in einem 2×2 Raster in der Tischmitte. Alle nehmen drei Plättchen auf die Hand und schon geht es mit dem Anlegen los. Hierbei darf man nur dort anlegen, wo sich alle angrenzenden Plättchen in Farbe und Muster unterscheiden. Ziel ist es, eine Klammer aus zwei Plättchen der eigenen Farbe zu bilden. Zwischen dieser Klammer werden alle Plättchen als Punkte gewertet. Wenn jeder sein letztes Plättchen gespielt hat, gewinnt der Spielende mit den meisten Punkten.
Leicht mitzunehmen
Was hier jetzt so einfach klingt, ist taktisch sehr spannend. Beim Legen der Plättchen möchte man natürlich selber ordentlich punkten, ohne dass man den Mitspielenden eine Vorlage für noch mehr Punkte bietet. Es entsteht ein spannendes Punkterennen, das bis zum Ende offen ist. Schnell erklärt, taktisch raffiniert und passt in jede Hosentasche – was möchte man mehr?
Titel: Piazza / Verlag: Gamefactory / Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten / Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler / Preis: ca. 6 Euro
Wave
Der Winter ist in den meisten Augen nicht die klassische Zeit für den Besuch am Strand oder eine Runde Wellenreiten. Gut, dass man das kooperative Kartenspiel Wave in aller Gemütlichkeit zu Hause im Warmen spielen kann. Gelingt es den Spielenden, die perfekte Welle zu reiten und alle Karten abzulegen?
Das ist die perfekte Welle
Es gibt 34 Karten in sechs Farben mit den Werten von eins bis fünf. Alle erhalten fünf Karten auf die Hand. Die Besonderheit dabei ist, dass man 3 Karten selber sieht und zwei Karten den Mitspielenden zugewandt sind. Die verschiedenen Farben haben eine aufsteigende Reihenfolge. Reihum muss eine Karte abgelegt werden. Dabei muss die ausgespielte Karte entweder eine höhere Zahl oder eine höherwertige Farbe haben. Was hier sehr einfach klingt, erweist sich beim Spielen als echte Herausforderung. Liegt eine hohe Farbe mit niedriger Zahl aus, versucht man mit einer höheren Zahl und einer niedrigen Farbe wieder etwas Luft zu gewinnen. Manche Karten drehen die Zugreihenfolge um und schon geht ein gut gemachter Plan nicht auf. Dadurch, dass man Karten nicht sieht, ist man auf Hinweise von den Mitspielenden angewiesen. Auf dem Weg zur perfekten Welle braucht es einige Partien.
Kooperativer Kartenspaß
Wer kooperative Spiele mag, bekommt mit Wave ein tolles Kartenspiel, das die Gruppe durchaus länger beschäftigt. Wähnt man sich zu Beginn der Partie noch auf der Siegerstraße, stellt man kurz danach fest, dass man doch wieder in einer Sackgasse gelandet ist. Da die Partien flott gespielt sind, wird im festen Glauben, dass man jetzt weiß, was man tun muss, direkt der nächste Anlauf genommen. Wave ist ein tolles, empfehlenswertes Kartenspiel mit vielen Emotionen.
Titel: Wave / Verlag: Kosmos / Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 25 Minuten / Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler / Preis: ca. 9 Euro
Nikolaus 2022 – Ingemars Spieletipps!
Exit Kids – Rätselspaß im Dschungel

Endlich ist es soweit. In der sehr erfolgreichen Reihe der Rätselspiele „Exit“ ist jetzt eine Version für Kinder ab 6 Jahren erschienen. Die Kinder landen dabei im tiefen Dschungel, treffen auf die verschiedensten Tiere und müssen unterschiedliche Rätsel lösen, um Schatztruhen zu entdecken.
Rätselspaß für die Jüngeren
In einer Spielrunde gilt es, 6 Rätsel aus verschiedenen Kategorien zu lösen. Im Spiel gibt es je Kategorie 6 Rätselkarten, so dass genug Abwechslung vorhanden ist. Bei den Rätseln dreht sich alles um die Tiere des Dschungels. Ziel jedes Rätsels ist es, genau 3 Tiere herauszufinden und diese auf der Lösungsscheibe einzutragen. Dort wird direkt angezeigt, ob das Rätsel erfolgreich gelöst wurde. Die Aufgaben sind alle unterschiedlich. In den Rätseln müssen z.B. Tiere an ihren Schatten erkannt werden oder der richtige Weg durch ein Dschungellabyrinth muss gefunden werden.
Gelungener Einstieg für Kinder
Im Gegensatz zu den anderen Exit Spielen wird bei Exit Kids keine Geschichte erzählt, sondern es werden kleine Rätsel gelöst. Wenn man den Kindern die Rätsel kurz erklärt hat, kann der Rätselspaß direkt beginnen. Auch die Bedienung der Lösungsscheibe ist schnell verstanden. Da beim Rätseln kein Spielmaterial zerstört wird, kann das Spiel immer wieder gespielt werden. Exit Kids ist ein schöner Einstieg in die Welt der Exit-Spiele.
Titel: Exit Kids ⎮ Verlag: Kosmos ⎮ Alter: ab 6 Jahre
Spieldauer: ca. 20 Minuten ⎮ Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler ⎮ Preis: ca. 12 Euro
Armadillo

„Was bitteschön ist ein Armadillo?“ ist die am häufigsten gestellte Fragen bei der Regelerklärung. Ein Armadillo ist ein Gürteltier, wie man dem Cover des Spiels entnehmen kann. Da dies jetzt erklärt ist, kommen wir zum eigentlichen Spiel. Armadillo ist ein flott gespieltes Kartenablegespiel, bei dem man das nötige Würfelglück braucht.
Würfelspaß für alle
Bis zu 6 Spieler können bei Armadillo um die Wette würfeln. Jeder Spieler bekommt 10 Karten auf die Hand. Auf den Karten finden sich die Zahlen von 1 bis 20. Wer an der Reihe ist, erhält alle 6 Würfel. Jeweils zwei Würfel tragen die Werte von 1 bis 3, 4 bis 6 und 7 bis 9. Ziel des Würflers ist es, eine Zahl zu würfeln, die einer Zahl auf seinen Karten entspricht und die man im Erfolgsfall dann ablegen darf. Hierzu darf man sich aussuchen, mit wie vielen Würfeln man sein Glück versucht. Sollten die Mitspieler die gewürfelte Zahl auf der Hand haben, dürfen Sie ebenfalls die entsprechende Karte ablegen. Wer keine Karte ablegen kann, bekommt einen Armadillo-Chip. Diesen darf man einsetzen, um die Zahlen auf der Karte zu ändern. Wurde z.B. eine 8 gewürfelt und man hat nur eine 7 auf der Hand, wird mit dem Chip eine 8 daraus und man kann die Karte ablegen. Eine Runde endet, wenn ein Spieler alle 10 Karten abgelegt hat. Armadillo wird über 3 Runden gespielt. Wer am Ende die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt das Spiel.
Klein, aber oho
Beim Lesen der Regeln erwartet man von Armadillo nicht sehr viel. Dieser Eindruck täuscht allerdings. In allen Spielrunden ist Armadillo sehr gut angekommen. Man ist die ganze Zeit in das Spiel eingebunden, sodass man nie Langeweile hat, weil man auf den nächsten Spieler wartet. Die Auswahl der Würfel, wenn man an der Reihe ist, ist sehr reizvoll. Armadillo ist ein tolles Spiel, das Kinder, Eltern und Großeltern hervorragend gemeinsam spielen können. Selten bleibt es bei einer Partie.
Titel: Armadillo ⎮ Verlag: Amigo ⎮ Alter: ab 8 Jahre
Spieldauer: ca. 20 Minuten ⎮ Spieleranzahl: 2 bis 6 Spieler ⎮ Preis: ca. 11 Euro
Triggs

Es ist immer wieder erstaunlich, welche tollen Spielideen in ein paar Spielkarten stecken. Im Fall des Spiel „Triggs“ kommt noch ein Block hinzu. Aus den Karten werden 3 Stapel gebildet und dann braucht es nur etwas Addition und die richtige Taktik, um dieses Wettlaufspiel zu gewinnen.
Timing ist alles
Die Karten tragen Zahlenwerte von 1 bis 12. Jeder Spieler erhält einen Zettel vom Block mit einer Tabelle. Die Tabelle enthält 12 Zeilen, für jede Zahl von 1 bis 12 eine, mit unterschiedlich vielen Kästchen. Wer an der Reihe ist, kann eine Karte von einem der drei Stapel ziehen oder Karten ausspielen. Man darf aber nur Karten mit einem bestimmten Wert ausspielen und dabei auch Kartenwerte addieren. Spielt man z.B. den Wert 11 aus, könnte man eine Karte mit 11 und zwei Karten mit den Werten 5 und 6 ausspielen. Für jeden ausgespielten Wert darf man in der entsprechenden Zeile ein Kreuz machen. Kreuzt man das letzte Feld einer Zeile an, bekommt man eine Bonus-Kreuz, das man beliebig einsetzen kann. Wer zuerst alle Felder ankreuzen konnte, hat den Wettlauf gewonnen.
Auf einmal fällt der Groschen
So schnell und einfach Triggs erklärt ist, umso herausfordernder ist das Spiel an sich. Zu Beginn hat man noch keine richtige Ahnung, welche Taktik Erfolg versprechend sein könnte. Allerdings merkt man während des Spiels sehr schnell, wo die Hürden sind und wie man diese in Angriff nehmen könnte. Dies führt zu einer interessanten Lernkurve, die das Spiel vor allem zu Beginn reizvoll macht. Auf die erste Partie folgen daher nicht selten direkt Folgepartien, um die neuen Erkenntnisse umzusetzen. Schon entbrennt ein spannender Wettlauf um jedes Kreuz. Gerne hätte der Block ein paar mehr Blätter haben dürfen. Ansonsten ist Triggs eine runde Sache.
Titel: Triggs ⎮ Verlag: NSV Verlag ⎮ Alter: ab 8 Jahre
Spieldauer: ca. 20 Minuten ⎮ Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler ⎮ Preis: ca. 10 Euro
Inside Job

Fans von Stichspielen aufgepasst! Im Geheimdienstkreisen munkelt man, dass es einen neuen heißen Spieletipp gibt. Gut, dass der Insider das Geheimnis verraten hat und jeder „Inside Job“ spielen kann. Bei diesem semi-kooperativen Stichspiel schlüpfen die Spieler in die Rolle von Agenten. Aber ein Insider spielt gegen die Gruppe. Doch wer ist es und wird es ihm gelingen, die Mission der Agenten zu sabotieren?
Spionage am Spieltisch
Bei „Inside Job“ werden je nach Spielerzahl bis zu 13 Handkarten verteilt. Die Karten gibt es in 4 Farben und den Werten von 1 bis 13. Verdeckt erhält jeder Spielende seine Rollenkarte. Einer aus der Runde ist immer der Insider. Alle anderen spielen Agenten und müssen gemeinsam eine bestimmte Anzahl an Missionen erfüllen, um das Spiel zu gewinnen. Der Insider gewinnt, wenn er eine bestimmte Anzahl an Stichen gewinnen kann. Jede Runde wird eine Missionskarte aufgedeckt, z. B. „Die 1. Karte gewinnt den Stich“. Ist die Bedingung am Ende des Stichs erfüllt, zählt sie für die Missionen der Agenten. Wer den Stich bekommt, erhält zusätzlich einen Koffer. Der Insider hat die Aufgabe, eine bestimmte Anzahl an Koffern zu sammeln, um das Spiel zu gewinnen. Bei Stichspielen gibt es klassischerweise einen Bedienzwang. Das bedeutet, dass man z.B. eine gelbe Karte spielen muss, wenn der erste Spieler gelb gespielt hat. Bei Inside Job gilt diese Regel aber nur für die Agenten. Der Insider ist nicht an den Bedienzwang gebunden und hat freie Hand. Aber natürlich will er sich auch nicht verdächtig machen. Sollte am Ende einer Partie noch keine Seite gewonnen haben, kommt es zur finalen Abstimmung. Es wird bis „3“ gezählt und dann zeigen alle auf den Spieler, den sie für den Insider halten. Wird der Insider enttarnt, gewinnen die Agenten. Ansonsten war der Insider erfolgreich.
„Du bist der Insider!“
Wer Stichspiele mag, dem kann man “Inside Job” wirklich empfehlen. Die spannende Mischung aus kooperativem Stichspiel gepaart, mit dem Verrätermechanismus, sorgt für ein tolles Spielerlebnis. Natürlich gehört es dazu, dass man seine Mitspieler lauthals verdächtigt, egal ob zu recht oder unrecht, nur um von sich selbst abzulenken. Die Abstimmung am Ende ist noch einmal der krönende Abschluss einer Runde. Ist der Insider wirklich der Insider oder ein Agent, der einfach keine passenden Karten mehr auf der Hand hatte? Am Ende sind alle schlauer und schon werden die Karten für die nächste Runde gegeben und jeder hofft, dass er vielleicht diesmal der Insider ist.
Titel: Inside Job ⎮ Verlag: Kosmos ⎮ Alter: ab 10 Jahre
Spieldauer: ca. 20 Minuten ⎮ Spieleranzahl: 3 bis 5 Spieler ⎮ Preis: ca. 14 Euro
Schätz die Welt

Wer weiß schon, wie warm es in Japan im Jahresdurchschnitt ist oder wie viel Niederschlag in Sri Lanka in einem Jahr fällt? So genau weiß das keiner und deshalb heißt dieses Geographiespiel auch zu Recht „Schätz die Welt“. Über 6 Runden müssen verschiedene Kategorien wie z. B. Niederschlag, Einwohnerzahl aber auch die Buchstabenlänge der Hauptstädte eingeschätzt werden. Man muss kein Geographiefuchs sein, um hier Spaß zu haben und erfolgreich abzuschneiden.
„Da regnet es nie!“
Pro Runde werden 3 Kategorien ausgelegt. Jeder Spieler erhält 3 zufällige Länderkarten auf die Hand. Jetzt müssen diese Länder von allen Spielern gleichzeitig den Kategorien zugeordnet werden. Natürlich immer mit dem Ziel, mit seinem Land in der entsprechenden Kategorie am besten abzuschneiden. Schnell wird noch einmal eine Länderkarte umgelegt, wenn man merkt, dass man gegen die Mitspieler eher schlechte Chancen hat. Dann werden die Länderkarten je Kategorie umgedreht. Auf der Rückseite stehen die entsprechenden Angaben. Nicht selten hört man dann „Das hätte ich jetzt nicht gedacht!“ oder „Das kann doch gar nicht sein!“. Der erstplatzierte Spieler erhält 3 Punkte, der zweite 2 und der dritte bekommt noch 1 Punkt. Nach 6 Runden steht der Sieger fest.
Der Schulatlas lässt grüßen
„Schätz die Welt“ ist ein unterhaltsames Spiel, das nicht nur die Liebhaber des Erdkundeunterrichts abholt, sondern jeden, der sich ein bisschen für die Länder dieser Welt interessiert. Beim Platzieren der Länderkarten werden die Mitspieler misstrauisch beäugt und jeder versucht, bei den ausliegenden Kategorien das Beste herauszuholen. Wenn man Pech bei den Ländern hatte, ist das durchaus manchmal ein schwieriges Unterfangen. Aber über 6 Runden treffen Glück und Pech öfter aufeinander und gleichen sich aus. Nebenbei lernt man auf eine angenehme Weise noch etwas dazu.
Titel: Schätz die Welt ⎮ Verlag: Kosmos ⎮ Alter: ab 10 Jahre
Spieldauer: ca. 45 Minuten ⎮ Spieleranzahl: 2 – 5 Spieler ⎮ Preis: ca. 14 Euro
Ingemars Nikolaustipps 2021:
Fröschis

Auch Fröschis lieben Ordnung im Froschteich und so müssen die Kinder fleißig Zahlenkarten sortieren. Wenn da nur nicht immer der Abfall wäre, der die unermüdlichen Helfer bei ihrer Arbeit unterbricht. Aber die Fröschis selber helfen mit und sind wertvolle Joker.
Zahlenkarten von 1 bis 8 sortieren
Im Spiel befinden sich Zahlenkarten von 1 bis 8, Karten mit Fröschis und Abfallkarten. Zu Beginn werden vor jedem Spieler acht Karten in einer Reihe verdeckt ausgelegt und das Spiel beginnt. Der erste Spieler zieht eine Karte vom Nachziehstapel. Wenn es eine Zahl ist, legt er diese an die entsprechende Stelle in der Reihe und nimmt die Karte, die vorher dort lag, auf die Hand. Diese Karte darf er wieder an der richtigen Stelle einsortieren, wenn dort noch eine verdeckte Karte liegt. Dies wird solange fortgesetzt, bis entweder an der Stelle schon eine Zahl offen liegt oder eine Abfallkarte aufgedeckt wird. Karten mit Fröschis sind Joker und dürfen an jeder Stelle einsortiert werden. Wer es als erster schafft, die Zahlenreihe von 1 bis 8 zu vervollständigen, gewinnt die Runde. Immer wenn jemand eine Runde gewinnt, spielt er in der nächsten Runde mit einer Karte weniger bis man nur noch eine Karte vor sich liegen hat. Wer dann die „1“ oder einer Fröschikarte zieht, gewinnt das ganze Spiel.
Kettenzüge sorgen für Spaß
Das Spielprinzip von Fröschis ist sehr einfach und jedes Kind, das bis acht zählen kann, kann sofort mitspielen. Nach den ersten Runden erhöht sich das Spieltempo deutlich. Wenn es gelingt, in einem Kettenzug viele Zahlenkarten richtig einzusortieren, kommt der Spielspaß richtig in Fahrt. Für Kinder ist Fröschis auf jeden Fall eine Empfehlung und auch Eltern spielen hier gerne eine Runde mit.
Auf einen Blick:
Titel: Fröschis / Verlag: Amigo / Alter: ab 5 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten / Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler / Preis: ca. 8 Euro
Splitter
Natürlich darf ein Würfelspiel nicht fehlen. Bei Splitter wird mit zwei Würfeln gewürfelt und man muss die jeweiligen Zahlen auf seinem Block eintragen. Die Besonderheit dabei ist, dass man die Zahlen immer gespiegelt eintragen muss. Auf jeden Fall eine strategische Herausforderung.
Mit Plan und Würfelglück
Der Spielplan von Splitter ist symmetrisch aufgebaut und verfügt über zwei identische Hälften, die an der Mittelachse gespiegelt sind. Das Würfelergebnis der beiden Würfel muss symmetrisch in die beiden Hälften eingetragen werden und zwar so, dass man bei der Wertung am Ende möglichst viele Punkte erreicht. Aber wofür bekommt man Punkte? Für jede „1“, die allein steht (also an keine weitere „1“ angrenzt) erhält man einen Punkt. Grenzen genau zwei „2“ aneinander, bekommt man zwei Punkte. Genau drei „3“ bringen einem drei Punkte. Für eine Gruppe von zwei „3“ oder vier „3“ erhält man also keine Punkte. Das Prinzip geht so weiter bis zur „6“. Die ersten Zahlen kann man zu Beginn noch recht leicht eintragen. Wenn man dann aber sein sechs „6“ zusammen hat, möchte man natürlich keine siebte „6“ mehr daneben eintragen. Am Ende, wenn der Platz auf dem Plan weniger wird, muss man auf die richtigen Zahlen hoffen und braucht das nötige Glück.
Zwei Blöcke für mehr Abwechslung
Der Spielablauf von Splitter ist leicht zu verstehen. Die Punktewertung sollte man allerdings genauer erklären, damit es keine Missverständnisse gibt. Durch Bonusfelder und zwei unterschiedliche Blöcke bietet Splitter für ein kleines Würfelspiel ausreichend Abwechslung und eine gute Mischung aus Taktik und Glück. Wer ein flott gespieltes Würfelspiel mit Unterhaltungswert sucht, das man auch mit mehreren Personen spielen kann, ist bei Splitter genau richtig.
Auf einen Blick:
Titel: Splitter / Verlag: NSV / Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten / Spieleranzahl: 1 bis 12 Spieler / Preis: ca. 8 Euro
Voll Verplant
Ein U-Bahnnetz will gut geplant sein. U-Bahnen verkehren in einem engen Zeittakt, die Menschen wollen pünktlich ankommen und das Umsteigen zwischen den Linien sollte reibungslos klappen. Bei Voll Verplant müssen U-Bahn-Stationen angekreuzt werden, um möglichst als Erster die Endstation zu erreichen. Wem gelingt dies am besten?
Wer ist der beste Planer?
Voll Verplant ist ein Flip & Write Spiel. Das bedeutet, dass für alle Spieler eine Karte aufgedeckt wird und alle den gezeigten Wert in ihre eigenen Pläne eintragen müssen. Es gibt vier verschiedene U-Bahn-Pläne, die jeweils ihre eigenen Besonderheiten haben. Für Abwechslung ist also gesorgt. Die Pläne zeigen U-Bahn-Linien mit einem Waggon am Anfang und einer Endstation am Ende. Auf der Strecke dazwischen liegen Stationen, die man ankreuzen muss. Jeder Waggon verfügt über Fenster, in die man die Werte der Karte eintragen muss. Danach folgt man der Linie und kreuzt entsprechend der Zahl Stationen an. Ist kein Fenster mehr frei, kann man in diesen Waggon keine Zahl mehr eintragen, um Kreuze zu setzen. Wie man es von einer U-Bahn kennt, kreuzen sich die einzelnen Linien. Trifft man jetzt bei einer Linie auf ein bestehendes Kreuz, muss man seinen Zug an dieser Stelle beenden. Sonderkarten wie z.B. das Überspringen von Kreuzen schaffen weitere taktisches Möglichkeit. Wer plant am besten und kann die meisten Strecken vollenden?
Schnell erklärt aber auch knifflig
Voll Verplant ist flott erklärt, wenn man den Plan vor sich liegen hat und die Karten mit den Werten gezeigt bekommt. Wenn dann aber die erste Karte aufgedeckt wird, beginnt das Nachdenken. Wo mache ich die ersten Kreuze? Baue mich mir da keine Lücke ein? Reicht es noch, um die Linie später abzuschließen? Mit jeder Karte füllt sich der Plan und man freut sich über jede abgeschlossene Linie. Zum Ende hofft man auf die passenden Karten, um keine Punkte liegen zu lassen. Voll Verplant ist ein schönes Knobelspiel, das zu Recht in der Reihe “Klein & Fein” von Schmidt Spiele erschienen ist.
Auf einen Blick:
Titel: Voll Verplant / Verlag: Schmidt Spiele / Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten / Spieleranzahl: 1 bis 6 Spieler / Preis: ca. 11 Euro
Im Nebelreich – Adventure Games
Die Adventure Games Reihe gibt es jetzt seit drei Jahren. Die Geschichte “Im Nebelreich” richtet sich erstmals auch an jüngere Spieler ab 10 Jahren. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines angehenden Helden und müssen Landschaften erkunden, Abenteuer bestehen und Rätsel lösen.
Möge das Abenteuer beginnen
An dieser Stelle soll nicht zuviel verraten werden. Das Abenteuer spielt in einer märchenhaften Welt und startet im Dorf Hochfels. Jeder Spieler sucht sich einen Charakter aus, mit dem er die Abenteuer bestehen will. Zur Wahl stehen Zoey Ziege, Matti Maulwurf, Wicky Waschbär und Sami Schildkröte. Jeder Held wird auf der gemeinsamen Reise seine eigene kleine Geschichte erleben. Das Spielprinzip ist im Grunde sehr einfach. Auf den verschiedenen Ortskarten befinden sich Nummern. Wenn man einen Ort untersuchen will, liest man den entsprechenden Text im Abenteuerbuch vor. Hierbei empfiehlt sich die Verwendung der entsprechenden App. Mit der App werden die Texte von tollen Erzählern vorgetragen. Durch das Erkunden der Orte entdeckt man Gegenstände, kann neue Landschaften aufdecken oder wird mit Rätseln konfrontiert. Durch die Kombination von Gegenständen und Orten lassen sich Aufgaben lösen und die Geschichte wird vorangebracht. Das Spiel entwickelt sich zu einer großen Abenteuerreise, auf der die Helden viel erleben und die Geschichte zu einem guten Ende bringen müssen.
Eine lange Reise
Das Spiel besteht aus drei Kapiteln, die jeweils ca. 2 Stunden dauern. Man sollte also etwas Zeit mitbringen, wenn man ins Abenteuer starten möchte. Die Erzähler in der App sorgen für die passende Stimmung am Spieltisch und mit jedem Ort, den man besucht, entwickelt sich die Geschichte weiter. Man muss zuhören, sich gemeinsam beraten und überlegen, wie man vorgehen will, um die Herausforderungen und Rätsel des Abenteuers zu lösen. Wer gemeinsam eine fantastische Geschichte erleben will, sollte dem Dort Hochfels einen Besuch abstatten.
Auf einen Blick:
Titel: Adventure Games – Im Nebelreich / Verlag: Kosmos / Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 2 Std. pro Kapitel (3 Kapitel) / Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler / Preis: ca. 13 Euro
Picture Points
Manche Spieler nehme reißaus, wenn man ein Spiel vorstellt, bei dem man zeichnen muss. Wer auch schon diese Erfahrung gemacht hat, sollte einen Blick auf Pictures Points werfen. Es ist ein schnelles Zeichenspiel, bei dem es nicht auf Schönheit oder künstlerische Fertigkeiten ankommt.
Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht
Fast so einfach wie diese Textzeile spielt sich auch Picture Points. Es wird ein Begriff vorgegeben, zu dem man dann eine einfache Zeichnung anfertigen muss. Dafür hat man allerdings nur 30 Sekunden Zeit. Nehmen wir z.B. den Begriff „Akustikgitarre“. Wenn nach 30 Sekunden die Zeit vorbei ist, wird die Karte umgedreht und die Punkte werden gewertet. Auf der Rückseite der Karte findet sich eine Zeichnung mit einer Punktewertung für bestimmte Teile der Gitarre. Für den Korpus der Gitarre gibt es einen Punkt. Genauso für den Kopf und den Hals der Gitarre. Wer den Steg auf dem Korpus gezeichnet hat, bekommt sogar fünf Punkte. So wird jede Zeichnung gewertet und man notiert sich die entsprechende Punktzahl. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.
Die Details sind wichtig
Man lernt bei Picture Points schnell, dass es nur auf eine schnelle Skizze mit ein paar wichtigen Details ankommt. Diese Details bringen am Ende die Punkte ein und führen einen auf die Siegerstraße. Das macht auch den Reiz des Spiels aus. Man muss nicht schön zeichnen, um zu gewinnen. Wichtig ist, sich den Gegenstand vorzustellen und mit ein paar schnellen Strichen aufs Papier zu bringen. Von diesem Spiel lassen sich auch durchaus Zeichenmuffel überzeugen. Picture Points ist ein schönes Spiel für den Start in Spieleabend, für den Ausklang oder einfach für zwischendurch.
Auf einen Blick:
Titel: Picture Points / Verlag: Moses Verlag / Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten / Spieleranzahl: 3 bis 5 Spieler / Preis: ca. 13 Euro
echoes
„echos“ sind die neuen Audio Mystery Spiele von Ravensburger. Diesen Herbst erschienen die ersten drei Titel – Der Cocktail, Die Tänzerin und Der Mikrochip. Bei echos werden die Spieler zu Ermittlern, die sich vor allem auf ihr Gehör und Erinnerungsvermögen verlassen müssen. Wie immer stellt sich die Frage, ob es gelingt, den Fall zu lösen.
Was war das für ein Geräusch?
Um echoes zu spielen, wird eine kostenlose App benötigt. Im Spiel befinden sich sechs Karten, die als Kapitelmarker dienen, und Karten, die den Inhalt für die Kapitel liefern. Die Spieler werden durch eine kurze Einleitung in den Fall eingeführt und ihnen wird die Lösung des Falls anvertraut. Mit der App können die Karten eingescannt werden und Audioschnipsel werden abgespielt. Jetzt heißt es genau hinhören. Welche Stimmen hört man und welche Namen werden genannt? Was hört man im Hintergrund? Welche Karten könnten zusammen gehören? Eine Kapitelkarte und drei Inhaltskarten müssen richtig zugeordnet werden. Scannt man die Karten in der korrekten Reihenfolge, bekommt man zusätzliche Informationen zum Fall. Wenn es gelingt, alle sechs Kapitel zu lösen, ist der Fall aufgeklärt.
Kino für den Kopf
Die Audiosequenzen von echoes sind sehr gut produziert. Angefangen bei den Sprechern, über die Musik bis hin zu den Geräuschen. Man kann sich akustisch in die Fälle hineinversetzen und mit etwas Fantasie die Orte vorstellen. Schnell entstehen Bilder im Kopf und man fängt an, die Szenen anzuordnen. Uns hat der Fall „Der Cocktail“ richtig gut gefallen und wir sind gespannt auf die anderen beiden Fälle. Wer Krimis mag und gerne rätselt, sollte auf jeden Fall in echoes reinhören.
Auf einen Blick:
Titel: echoes – Der Cocktail / Verlag: Ravensburger / Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten / Spieleranzahl: ab 1 Spieler / Preis: ca. 8 Euro
2020: Tipps für den Nikolausstiefel!
Im Jahr 2020 hat Ingemar angefangen Tipps für den Nikolausstiefel zusammenzustellen. Hier kommen sie:
Polar Panic
Ein gutes Auge und schnelle Reaktionen sind bei Polar Panic gefragt, wenn man Chancen auf den Sieg haben will. Das Spiel besteht aus runden Karten, die verschiedene Meeresbewohner in unterschiedlicher Anzahl zeigen. Hinzu kommen noch ein paar Eskimos und natürlich der Eisbär. Alle Karten liegen verdeckt auf dem Tisch und werden reihum von den Spielern aufgedeckt. Sobald auf zwei Karten gleiche Meeresbewohner entdeckt werden, heißt es schnell zu sein und mit den Händen die Karten zu sichern. Dabei kann es schon einmal wild zur Sache gehen. Derjenige, dessen Hand auf der Karte liegt, hat die Karte gewonnen. Wer einen Eskimo aufdeckt, darf die Karte sofort in seinen Vorrat legen und alle offen liegenden Karten werden wieder umgedreht. Es ist also von Vorteil, wenn man sich die Karten merkt. Vor dem Eisbären sollte man sich in acht nehmen. Wer den Eisbären erwischt, muss eine Karte aus seinem Vorrat wieder zurücklegen und alle Karten werden ebenfalls wieder umgedreht. Die Karte mit dem Eisbären sollte man also besonders im Blick haben. Am Ende gewinnt der Spieler, der sich die meisten Karten sichern konnte.
Polar Panic ist flott gespielt und bringt Schwung an den Spieltisch. Wenn alle Jagd auf die Meeresbewohner machen, sollte man auf jeden Fall auf seine Hände aufpassen.
Auf einen Blick:
Titel: Polar Panic | Verlag: Amigo
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten | Spieleranzahl: 2 – 6 Spieler
Autor: Martin Nedergaard Andersen
Preis: ca. 12 Euro
Bandida
Bandida sitzt im Gefängnis, die ersten Tunnel sind gegraben und ihr Ausbruch steht kurz bevor. Bei diesem Kartenlegespiel müssen wir gemeinsam entweder Bandida zur Flucht verhelfen oder ihre Ausbruchspläne vereiteln. Die Karten zeigen unterschiedlichste Tunnelabschnitte, die wir passend aneinander legen müssen. Zu Beginn des Spiels liegt die Spielkarte mit Bandida in der Mitte des Tischs. Je nach Schwierigkeitsgrad kann man mit fünf oder sechs Tunnelausgängen spielen. Jeder Spieler hat drei Karten auf der Hand und es muss reihum angelegt werden. Danach wird vom Nachziehstapel die Kartenhand wieder aufgefüllt. Je nach Spielvariante haben die Spieler gewonnen, wenn alle Tunnel verschlossen wurden oder die Karte mit dem Ausgang am letzten offenen Tunnel platziert wurde. Ist der Nachziehstapel aufgebraucht und ein Tunnel noch offen, ist das Spiel leider verloren.
Das Spiel klingt zu Beginn erstmal sehr einfach – Karten legen und nachziehen. Davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Wenn man nicht zum richtigen Zeitpunkt die passende Karte auf der Hand hat, öffnet man mehr Tunnel als man wieder schließen kann. Dann muss man auf die Karten der Mitspieler hoffen. Kommunikation untereinander ist sehr wichtig, um das Spiel zu gewinnen. Noch ein kleiner Tipp: Der Tisch sollte groß genug sein, um Platz für das entstehende Tunnelsystem zu haben.
Auf einen Blick:
Titel: Bandia | Verlag: Helvetiq
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten | Spieleranzahl: 1 – 4 Spieler
Autor: Martin Nedergaard Andersen
Preis: ca. 11 Euro
Kai Piranja
Bei Kai Piranja gehen wir auf Fischfang. 160 Spielkarten werden verdeckt in die Tischmitte gelegt und stellen das Meer dar. Auf der anderen Kartenseite sind Fische in drei verschiedenen Größen (klein, groß und gefräßig) und vier unterschiedlichen Farben abgebildet. Unser Ziel ist es, einen möglichst großen Fang zusammenzubekommen. Wenn wir an der Reihe sind, decken wir eine Karte auf und schauen nach, ob wir sie an unseren bestehenden Fang anlegen können. Entweder muss der Fisch die gleiche Größe oder die gleiche Farbe wie der zuletzt angelegte Fisch haben. Können wir anlegen, dürfen wir eine weitere Karte aufdecken. Wir können aber auch den Fang einholen und uns die Karten als Punkte sichern. Aber Achtung vor den gefräßigen Fischen. Diese fressen unseren Fang auf und wir verlieren unsere Karten und müssen diese als Stapel offen in die Tischmitte legen. Der nächste Spieler, der seinen Fang mit mindestens drei Fischen derselben Farbe einholt, kann diesen Stapel dann zusätzlich bekommen.
Kai Piranja ist ein schnell erklärtes Karten-Sammel-Spiel mit einem ordentlichen Glücksfaktor. Riskiert man es und zieht noch eine weitere Karte, um sich den zusätzlichen Fang zu sichern oder ist man mit dem bisherigen Fang zufrieden? Man weiß nie, wo der nächste gefräßige Fisch lauert. Ein leichtes Spiel mit Glück und Spannung.
Auf einen Blick:
Titel: Kai Piranja | Verlag: Abacus Spiele
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten | Spieleranzahl: 3 – 6 Spieler
Autor: Oliver Igelhaut
Preis: ca. 13 Euro
Color Addict
Es gibt die unterschiedlichsten Kartenspiele, bei denen es darum geht, seine Karten möglichst als erster abzulegen. Die gängigsten Grundregeln dabei sind z.B. gleiche Zahl auf gleiche Zahl und gleiche Farbe auf gleiche Farbe. Das Spiel Color Addict bietet hier einiges mehr. Auf den Spielkarten stehen unterschiedliche Farben als Wort, allerdings in verschiedenen Farben geschrieben. So gibt es eine Karte mit dem Wort “ORANGE” das in der Farbe blau geschrieben ist. Auf diese Karte dürfen wir jetzt Karten spielen, deren Text ebenfalls in blau bzw. orange geschrieben ist. Es darf aber auch eine Karte mit dem Wort “ORANGE” bzw. “BLAU” darauf gespielt werden. Da alle Spieler gleichzeitig spielen, entsteht daraus ein flottes Kartenablegen. Zuweilen kann man dabei schon einmal den Überblick verlieren. Wer als erster alle Karten abgelegt hat, gewinnt das Spiel. Für den Einstieg kann man auch bestimmte Farben aussortieren oder reihum die Karten ablegen.
In der Reihe Color Addict sind noch Color Addict Kids und Color Addict Drinks erschienen. Color Addict Kids reduziert die Karten auf geometrische Formen und Farben, so dass man nicht ganz so viel um die Ecke denken muss. Color Addict Drinks richtet sich an Erwachsene, da in dieser Version Bilder von alkoholischen Getränken wie Bier und Cocktails mit ihren entsprechenden Namen kombiniert werden.
Color Addict ist ein Spiel mit viel Tempo und sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Ideal um einen Spieleabend zu beginnen oder ausklingen zu lassen.
Auf einen Blick:
Titel: Color Addict Kids (ab 4 Jahren) / Color Addict (ab 7 Jahren) / Color Addict Drinks (ab 18 Jahren)
Verlag: ASS Altenburger
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Spieleranzahl: 2 – 4 / 6 Spieler
Preis: ca. 11 Euro
Noch Mal! Kids
Der ein oder andere kennt vielleicht schon das sehr beliebte Roll&Write “Noch Mal!” aus dem Jahr 2016. Jetzt ist mit dem Spiel “Noch Mal Kids” eine Version für Kinder ab 5 Jahren erschienen. Jedes Kind erhält zu Beginn ein Blatt vom Spielblock und einen Bleistift. Auf dem Block sind verschiedenfarbige Kästchen, die in unterschiedlicher Anzahl zusammenhängen, abgebildet. Das Kind, das an der Reihe ist, würfelt alle drei Würfel, die die unterschiedlichen Farben zeigen. Dann darf es sich einen Würfel aussuchen und einen Bereich der gezeigten Farbe auf seinem Block ankreuzen. Die anderen Spieler dürfen sich eine Farbe von den zwei verbliebenen Würfeln aussuchen. Beim Ankreuzen gilt, dass man immer von der Mitte aus starten muss bzw. nur Bereiche ankreuzen darf, die an bereits angekreuzte Bereiche grenzen. So füllt sich das Spielblatt Runde um Runde. Wer eine Spalte vollständig ankreuzen konnte, darf die Symbole über bzw. unter der Spalte markieren. Dafür gibt es später jeweils einen Punkt. Wem es gelingt, alle Felder einer Farbe anzukreuzen, bekommt zwei Punkte dafür. Sobald ein Mitspieler zwei Farben vollständig angekreuzt hat, endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
Durch die Vereinfachung der Regeln ist es gelungen, ein prima Würfelspiel für Kinder herauszubringen. Aber auch Eltern, die zusammen mit ihren Kindern spielen, werden an dieser Version ihre Freude haben. Die Bildchen im oberen Bereich sind vielleicht etwas zu klein geraten. Allerdings tut dies dem Spielspaß keinen Abbruch. Dadurch, dass alle Spieler gleichzeitig spielen, kommt auch garantiert keine Langeweile auf.
Auf einen Blick:
Titel: Noch Mal! Kids | Verlag: Schmidt Spiele
Alter: ab 5 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten | Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Autoren: Inka & Markus Brand
Preis: ca. 11 Euro
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