Gesellschaftsspiele vorgestellt: „Wer war’s?“, „Gardlings“ und „Take Time“

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Draußen wird es wieder früher dunkel, und das Wetter zeigt sich auch nicht immer von seiner besten Seite. Dies ist die perfekte Gelegenheit, um neue Brettspiele zu entdecken. Im Kinderspiel des Jahres 2008, „Wer war’s?“, muss der gestohlene Zauberring wiedergefunden werden. Bei „Gardlings“ dreht sich alles um glitzernde Edelsteine und lästige Gnome. Wer einmal mit „Take Time“ beginnt, wird so schnell nicht wieder aufhören.

Wer war’s?

Ein böser Zauberer bedroht das gesamte Königreich, und es liegt nun in den Händen der Kinder im Schloss, den magischen Ring rechtzeitig aufzuspüren. Dafür müssen sie die Räume des Schlosses erkunden und mit den dortigen Tieren sprechen, um wertvolle Hinweise zu sammeln.

Wer hat den Ring gestohlen?

Die Kinder starten ihre Ermittlungen im Kinderzimmer und bewegen sich mithilfe eines Würfels durch die verschiedenen Räume des Schlosses. Sie können die Räume durchsuchen und mit Tieren sprechen. Dieser Teil des Spiels wird von einer elektronischen sprechenden Truhe übernommen, die das gesamte Spiel leitet. Die Hinweise der Tiere sind entscheidend, um die Liste der verdächtigen Personen clever einzugrenzen. Doch die Ermittlungen werden immer wieder durch unvorhergesehene Ereignisse gestört, und zusätzlich treibt ein Gespenst im Schloss sein Unwesen. Diesem sollte man tunlichst aus dem Weg gehen. Gelingt es, gemeinsam den magischen Ring zu finden?

Gemeinsam dem Täter auf der Spur

Dem ein oder anderen wird das Spiel bekannt vorkommen. „Wer war’s?“ wurde 2008 als Kinderspiel des Jahres ausgezeichnet und ist nun in einer Neuauflage erhältlich. Die sprechende Truhe stellt sicher, dass jede Partie eine neue, spannende Herausforderung bereithält. Die Kinder müssen sich wichtige Informationen merken und die Hinweise klug kombinieren. Immer wieder meldet sich der Zauberer persönlich und droht mit seiner baldigen Ankunft. Für Spannung ist somit gesorgt. Drei Schwierigkeitsstufen sorgen für den passenden Anspruch. „Wer war’s?“ ist auch heute noch ein tolles Kinderspiel, das zu vielen spannenden Partien einlädt.

Titel: Wer war’s? / Verlag: Ravensburger / Alter: ab 6 Jahren / Spieldauer: ca. 30-45 Minuten / Spieleranzahl: 2-4

Gardlings

Runde für Runde legen die Spielenden mit Plättchen einen Garten aus, in dem möglichst viele Edelsteinhälften passend zu ganzen Steinen zusammengefügt werden. Dabei helfen Gardlings mit ihren besonderen Fähigkeiten. Aber Achtung vor den Gnomen! Ein Gnom-Alarm macht einem schnell das Gärtnerleben schwer.

Ein Gnom kommt selten allein

Alle Spielenden erhalten einen Beutel identischer Start-Plättchen – und dann geht es schon los. Sie ziehen parallel Plättchen für Plättchen aus ihrem Beutel und puzzeln diese clever aneinander, um aus zwei Hälften einen wertvollen ganzen Edelstein zu bilden. Mit den gesammelten Edelsteinen können neue, bessere Plättchen für den eigenen Beutel erworben werden. Gnome sind im Garten unerwünscht: Zieht man sechs oder mehr von ihnen, wird der Gnom-Alarm ausgelöst, was den Verlust von drei Edelsteinen bedeutet. Die neu erworbenen Plättchen bringen nicht nur hilfreiche Gardlings mit besonderen Effekten, sondern erleichtern auch das Zusammenlegen von mehr Edelsteinen. Nach jeder Runde wandern alle verwendeten Plättchen zurück in den Beutel, bereit für einen neuen, noch besseren Garten in der nächsten Runde. Wer am Ende einer Runde 17 Edelsteine in seinem Garten hat, gewinnt das Spiel.

Ein bisschen Glück kann nicht schaden

Das Ziehen der Plättchen sorgt für viele Emotionen am Spieltisch. Während einer über die Gnome in seinem Garten flucht, freut sich ein anderer über viele Edelsteine. Doch in jeder neuen Runde beginnt das Spielprinzip von vorn, sodass sich das Blatt jederzeit wenden kann. Die Regeln sind schnell erklärt und dank der parallelen Spielweise kommt garantiert keine Langeweile auf. Natürlich braucht es etwas Glück im Spiel, aber mit den passenden Gardlings kann man diesem auf die Sprünge helfen. Gardlings ist ein kurzweiliges, charmantes Vergnügen, das für anhaltenden Spielspaß sorgt.

Titel: Gardlings / Verlag: Schmidt Spiele / Alter: ab 8 Jahren / Spieldauer: ca. 30 Minuten / Spieleranzahl: 1-5

Take Time

Manche Spiele stellen die Spieler vor ein faszinierendes Rätsel. „Take Time“ ist so ein Titel. Kooperativ gilt es, Zahlenkarten verdeckt an einer Uhr abzulegen, um am Ende eine aufsteigende Zahlenfolge zu bilden. Das klingt zunächst einfach, doch die größte Herausforderung ist: Man darf während des Ablegens nicht miteinander sprechen.

Die Uhr tickt

In „Take Time“ legen die Spielenden abwechselnd und reihum ihre Zahlenkarten verdeckt an sechs Segmente einer Uhr an. Sobald die letzte Karte platziert ist, folgt der spannende Moment der Auflösung. Ist die Summe der Karten von Segment zu Segment aufsteigend, hat die Gruppe die aktuelle Herausforderung gemeistert. Insgesamt enthält das Spiel 40 unterschiedliche Uhren mit entsprechenden Herausforderungen. Vor jeder Runde steht die gemeinsame Planung. Allerdings wissen die Spielenden zu diesem Zeitpunkt noch nicht, welche Karten sie gleich auf die Hand nehmen werden. Sobald die Karten ausgeteilt sind und die Spielenden sie aufnehmen, herrscht striktes Schweigen. Nun wird sich zeigen, ob das nonverbale Verstehen und der gemeinsame Plan aufgehen.

Achtung, hoher Spielreiz

Die ersten Runden von „Take Time“ sind oft holprig, und es ist keine Seltenheit, dass die Uhr nicht auf Anhieb gemeistert wird. Doch die Gruppe lernt schnell dazu und entwickelt eigene Strategien, um die Herausforderung zu lösen. Das Aufdecken der Karten ist der spannende Moment der Wahrheit. Hat es dieses Mal geklappt und man darf den Erfolg gemeinsam feiern oder ist ein neuer, optimierter Versuch notwendig? „Take Time“ bietet einen schnellen Einstieg, ein kooperatives Spielerlebnis und garantiert viele Emotionen. Wer gerne kooperativ spielt, kommt um diesen Titel kaum herum.

Titel: Take Time / Verlag: Libellud / Alter: ab 10 Jahren / Spieldauer: ca. 30 Minuten / Spieleranzahl: 2-4

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