Gesellschaftsspiele-Tipp: Gold – ein kleines Spiel, das viel Spaß macht

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Wer kennt es nicht, wenn man die Spielwarenabteilung oder das Spielwarengeschäft betritt. Die Regale sind voll mit Spielzeug und Spielen und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Die Schachten der großen Brettspiele sind gut sichtbar, ein Cover sieht interessanter aus als das andere und sie versprechen viel Spaß. Aber was ist mit den kleinen Spielen? Das kleine Spiel „Gold” ist der Beweis dafür, dass auch kleine Spiele für gute Unterhaltung und Freude am Spieltisch sorgen können.

Memory im Wilden Westen

Das Spiel „Gold” findet in einer kleiner Metalldose Platz, die man sich problemlos in die Hosentasche stecken kann. Die Dose enthält 69 runde Karten, auf denen Goldgräber in den fünf Spielerfarben, Gold und Dynamit zu finde sind. Die Goldkarten haben die Werte von 1 – 4 und die Goldgräber von 2 – 5. Zu Beginn sucht sich jeder Spieler eine Farbe aus und erhält die Karte mit den entsprechenden Mineneingang. Alle anderen Karten werden wie beim Memory umgedreht, gemischt und auf dem Tisch verteilt. Nach dieser kurzen Vorbereitung kann es direkt losgehen. Der Spieler, der an der Reihe ist, dreht zwei Karten um und jetzt können verschiedenen Situationen eintreten. Werden ein Goldgräber und eine Goldkarte aufgedeckt und der Wert des Goldgräbers ist mindestens so hoch wie die Goldkarte, erhält der Spieler, der die Farbe des Goldgräbers hat, die Goldkarte und der Goldgräber wird aus dem Spiel genommen. Wenn zwei Goldgräber mit unterschiedlichen Werten aufgedeckt werden, kommt es zu einem Duell und der Goldgräber mit dem niedrigeren Wert wird zur Seite gelegt. Wenn eine der beiden Karten Dynamit ist, werden beiden Karten aus dem Spiel entfernt. Bei anderen Kombinationen werden die Karten zurückgedreht. Auf diese unterschiedlichen Art und Weisen werden die Karten auf dem Tisch immer weiter reduziert, bis nur noch zehn Karten verdeckt ausliegen und die Phase des Goldrauschs beginnt. Jetzt deckt jeder Spieler nur noch eine Karte auf und darf Goldkarten behalten. Alle anderen Karten, Goldgräber oder Dynamit, werden aus dem Spiel genommen. Wenn die letzte Karte aufgedeckt wurde, endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten auf seinen Goldkarten gewinnt.

Ein Klassiker mit neuem taktischen Kniff

Das Spiel Memory kennt wahrscheinlích jeder. Wenn Eltern mit ihren Kindern spielen, stehen die Eltern zumeist auf der Verliererseite. Gold bringt in das bewährte Spielprinzip neuen taktischen Schwung. Es kommt nicht nur darauf an, sich die Karten zu merken, sondern auch die Karten clever umzudrehen. Einen Goldgräber des Mitspielers mit einer hohen Zahl möchte man natürlich gerne aus dem Spiel nehmen. Entweder mit einer niedrigen Goldkarte, einem Duell oder (mit etwas Glück) einer Dynamitstange. Auf der anderen Seite will man sich natürlich die hohen Goldkarten selber sichern. Jeder spielt gegen jeden und man kann mit viel Pech am Ende mit leeren Händen dastehen. Natürlich ist auch eine ordentliche Portion Glück dabei und es kommt sehr darauf an, welche Karten aufgedeckt werden. Zum Einstieg oder Ausklang des Spieleabends oder für zwischendurch ist Gold ein Spiel, das sowohl Familienspieler als auch Vielspieler abholt und für Spannung am Tisch sorgt.

Auf einen Blick:

Titel: Gold
Verlag: Game Factory
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler
Autor: Reiner Knizia
Preis: ca. 5 Euro

Text und Bild: Ingemar Reimer

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