FSJ in Südafrika? – Leider immer noch in Deutschland

in Von und für Jugendliche

Obwohl ich eigentlich seit ein paar Wochen in Südafrika sein sollte, schreibe ich auch diesen Bericht leider noch aus Deutschland. Doch von Anfang an: Zwei Wochen vor meiner geplanten Ausreise hatten nur zwei von dreißig Freiwilligen ihr Visum, weshalb wir vorgewarnt wurden, dass der Flug vielleicht verschoben wird. Trotzdem habe ich natürlich weiter gehofft, dass mein Visum noch rechtzeitig kommt. Auch beim Rest meiner Familie wuchs die Anspannung, ob und wann es denn endlich losgeht. Ich habe sogar mehrfach bei der Botschaft angerufen, um zu fragen, wie lange mein Visum noch braucht, aber gefühlt ohne Wirkung oder neue Informationen. Eine Woche vor Ausreise kam dann die Ernüchterung. Es hatte immer noch kaum jemand von uns Freiwilligen sein Visum, sodass unser Flug tatsächlich verschoben werden musste. Dann trudelten überraschend fünf Tage vor dem Abreisetermin 15 Visa ein, aber mein Visum war leider nicht dabei. Die Freiwilligen, die ihr Visum jetzt hatten, hofften, dass sie jetzt doch noch fliegen würden, aber die Organisation kam nach kurzem Abwägen zu dem Entschluss, dass wir vorerst alle in Deutschland bleiben sollten. Erst einen Monat später sollten wir gemeinsam ausreisen. Daher es stimmt dieses Mal, dass, wenn ihr den Artikel lest, ich also wirklich und endlich in Südafrika bin. Mittlerweile ist mein Visum auch endlich angekommen, und ich war zum Glück nicht die Letzte, die ihr Visum bekam. Es gibt leider einige FSJler, die immer noch warten. Unter anderem meine Mitfreiwillige Annika im Projekt „Butterfly“, was ich sehr schade finde. Damit auch die restlichen Freiwilligen ihr Visum bekommen, haben sich der DSJW und andere Organisationen zusammengetan und der südafrikanischen Botschaft geschrieben, das hilft hoffentlich, sodass wir trotzdem noch alle gemeinsam ausreisen können. Leider sind solche Fälle nicht ungewöhnlich und es gibt immer mal Schwierigkeiten, deshalb braucht man gute Nerven. Ohne den DSJW als Unterstützung wären vermutlich noch mehr Visa nicht da.

Falls ihr jetzt ein bisschen verwirrt seid, wer nun der DSJW und wer das Butterfly ist, hier kommt eine kurze Erklärung: Der DSJW ist die Entsendeorganisation mit Sitz in Deutschland. Vom DSJW werden die Bewerbung, die Vorbereitung auf das Auslandsjahr und die Ausreise organisiert, also das ganze Drumherum. Als Freiwillige können wir uns bei jeglichen Fragen zum Freiwilligendienst bei Steffi und Basti melden, die beide Vollzeit-DSJWler sind. Der DSJW entsendet Freiwillige nicht nur an meine Einsatzstelle, das Butterfly, sondern auch an andere Orte in Südafrika, wie zum Beispiel in ein großes Kinderheim, das Abraham Kriel Kinderhuis. Neben Basti und Steffi sind viele weitere Leute im DSJW aktiv, viele davon waren selbst schon mit dem DSJW in Südafrika oder wollen sich für die Entwicklung in Südafrika einsetzen. Wenn ihr noch mehr über den DSJW wissen wollt, könnt ihr diesem Link folgen: dsjw.de/derverein. Das Butterfly (butterflycfc.co.za/index.html) ist der genaue Ort, wo ich in Südafrika sein werde und die Menschen unterstützen werde. Das Projekt setzt sich für die Verbesserung der Lebensumstände der Kinder in Hammanskraal ein. Dabei werden kleine Kinder zur Pflege und Betreuung aufgenommen, Kindergärten unterstützt und Fortbildungen organisiert. Organisiert wird das von Lize und Peet, die beide in Südafrika wohnen und in dem Projekt mitarbeiten. Sie wohnen auf der Klipdrif Farm, wo nicht nur das Haus für die Kinder ist, sondern auch eine Farm. Hier werden Obst und Gemüse angebaut, sodass die umliegenden Kindergärten mit gesunden Lebensmitteln versorgt werden können.

Ich hoffe, ihr habt jetzt ein bisschen mehr Durchblick.

von Ella Pertuch

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