Stille Demo, statt lautem Protest – der globale Streiktag am 24. April wird aufgrund der derzeitigen Corona-Lage nicht stattfinden. Als Alternative werden Demoschilder am Elisenbrunnen eingesammelt.
Geplant war der Streik mit vielen verschiedenen Veranstaltungspunkten anlässlich eines internationalen Aktionstages.
Clara Heuermann (15) von Fridays for Future betont aber, wie unverantwortlich so eine Großveranstaltung aktuell natürlich wäre. Sie seien sich der Verantwortung besonders gegenüber Risikogruppen bewusst und wollen die Verbreitung des Virus auf jeden Fall verhindern.
Unter den begrenzten Möglichkeiten soll der Einsatz fürs Klima aber nicht leiden, denn auch in dieser schwierigen Zeit verliere das Thema ja nicht an Wichtigkeit. Hannah Lindlar (18) von FFF kritisiert dabei auch die Unterschiede im Umgang mit globalen Krisen. Laut ihrer Ansicht muss jede Krise auch wie eine Krise behandelt werden. Die Politik zeige in Zeiten von Corona, dass sie in der Lage ist, angemessen zu handeln. „Warum funktioniert das bei der ebenso existenziellen Klimakrise nicht? Während man momentan auf die Wissenschaft hört, vermissen wir dieses wissenschaftliche, konsequente Handeln bei der Klimakrise schon lange!“
Für den 24. April hat die Aachener FFF Ortsgruppe in Kooperation mit einigen anderen Klimaschutzbewegungen aber nun eine Übergangslösung gefunden. Klimaaktivisten können sich dennoch an der Forderung nach Klimagerechtigkeit beteiligen und ein Zeichen setzen, indem sie ihre Demoschilder tagsüber am Elisenbrunnen ablegen.
Dabei soll natürlich trotzdem verantwortungsbewusst mit den aktuellen Corona-Regeln umgegangen werden. Um die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten, werden nur Menschen im Innenstadtbereich zum Mitmachen der Schilderaktion aufgefordert.
Zusätzlich ist noch eine Kreideaktion geplant, bei der jeder auch von Zuhause aus teilnehmen kann.
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