Überfüllte Einkaufsstraßen, ein aus allen Nähten platzendes Aquis Plaza und Unmengen von Schnäppchenjägern – am Black Friday (29. November 2019) war die Innenstadt mehr als voll und übermäßiger Konsum stand im Vordergrund. Genau aus diesem Grund fand an diesem Freitag auch der 4. Internationale Streiktag – auch in Aachen – statt.
Das Aktionsbündnis Fridays for Future will nochmals an die internationale Gemeinschaft appellieren, unter anderem das 1,5-Grad-Ziel sowie das Pariser Klimaabkommen einzuhalten.
„Da der Streik am 20.09. die Regierung noch immer nicht wachrütteln konnte, müssen wir am 29.11. zeigen, dass das „Klimapaket“ der Bundesregierung nicht ausreichend ist, um das Pariser Klimaabkommen und das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten. Wir haben lange genug gewartet – jetzt fordern wir einen sofortigen Neustart in der Klimapolitik!“, erklärt die Mitstreiterin Clara Heuermann.
Anlässlich der in Madrid stattfindenden UN-Klimakonferenz ab dem 2. Dezember wurden also in ganz Deutschland viele Aktionen rund um den Klimaschutz angeboten. In Aachen gab es ab 12:00 Uhr am Elisenbrunnen Programm und eine größere Demo. Zwischen 1.000 und 3.000 Besucher nahmen an Veranstaltungen wie einer Auftaktkundgebung mit Reden und Livemusik, einer Ladenparade mit Fokus aus Fast Fashion und Überkonsum bezüglich des Black Fridays und ab 14:00 Uhr verschiedenen Aktionen des zivilen Ungehorsams teil. Um circa 18:00 Uhr schlossen sich noch Teilnehmer der Critical Mass Aachen an und zum Abschluss ab 20 Uhr ließ man den Tag mit einer Tanzdemonstration ausklingen.
Über den gesamten Zeitraum hatten Besucher die Möglichkeit, sich an Infoständen von FFF, Kleidertausch oder Greenpeace am Elisenbrunnen mit Klimathemen auseinanderzusetzen.
Ob der erfolgreiche Tag aber nun einen wirklichen Einfluss auf die zukünftige Klimapolitik haben wird, lässt sich leider nicht sagen. Die Hoffnung auf Veränderung und Besserung bleibt aber weiter bestehen und Fridays for Future ist weiterhin motiviert, Freizeit, Arbeit und Mühe für weitere Aktionen zu opfern, bis sich die Regierungen endlich bekennen.
Ein kleiner Lichtblick auf eine umweltfreundlichere Zukunft ist jedoch schon auf dem Weihnachtsmarkt in Aachen zu entdecken. Dort kann man dieses Jahr sein Heißgetränk am allerersten klimaneutralen Glühweinstand überhaupt genießen. Ein wenig Lohn für das Engagement gibt es also schon, ausreichen tut es nur noch lange nicht.


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