Filmtipp: Jack und das Kuckucksuhrherz

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Für den kleinen Jack ergibt sich ein fortlaufendes Problem, dass sein handeln bestimmt: Da er in der Nacht seiner Geburt dem Erfrierungstod ausgelifert war, ersetzte die Hebamme sein Herz wagemutig durch eine Kuckucksuhr. Diese hält ihn am Leben, doch jegliche Aufregung und Wut muss vermieden werden. Das geht lange gut, weil Jack ein besonnener und ruhiger Junge ist, der Ärger aus dem Weg geht – doch irgendwann erwischt die Liebe jeden. Beim Anblick einer wunderschönen Sängerin wird es seinem Herz zu viel und er verliert das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, ist ihm klar, dass er sich auf die Suche machen und gleichzeitig auf sein Ersatzherz Acht geben muss. Wenn ein Film das aktuelle Heftcover zieren würde, dann wäre es mit größter Wahrscheinlichkeit „Jack und das Kuckucksherz“ – eine große, aufwendige Produktion, gleichzeitig aber noch Gegenentwurf zum bestimmenden und geschmacksprägenden US-Blockbuster. Die Geschichte wird in lyrischen Tönen wie von einem Troubador gesungen, setzt trotz vieler Schauwerte nicht auf Getöse und Überwältigung. Leise und bedächtig bleibt der Film selbstbewusst bei seiner sehr europäischen Prägung, was besonders der französischen Originalfassung ein unvergleichlich elegantes und weiches Flair verleiht. Ein Film, der leicht übersehen werden kann, den zu berücksichtigen aber unbedingt lohnt.

FRA/BE 2013 | Regie: Stephanie Berla, Mathias Malzieu | 94 Min. |FSK: keine Angabe

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