Tragikomödie mit Jennifer Garner
Das Ehepaar Cindy (Jennifer Garner) und Jim Green (Joel Edgerton) versucht verzweifelt, ein Kind zu bekommen. Nach etlichen Versuchen müssen die beiden vom Arzt schließlich die bittere Nachricht akzeptieren, keine eigenen Kinder zeugen zu können. Eine Adoption kommt für die beiden in Frage, doch zunächst müssen sie sich durch einen bürokratischen Dschungel aus Anträgen und Formularen kämpfen. Bei den zuständigen Behörden legt das Paar eine ungeheuerliche Geschichte vor, um einen kleinen Jungen, der in ihrem Garten gewachsen ist.
Das alles ist rührseliger Stoff, der dramatische Entwicklungen ebenso garantiert wie charmant witzige Situationskomik. Tatsächlich bringt „Das wundersame Leben von Timothy Green“ das Disneykonzept gebündelt auf den Punkt: Die konventionelle Gestalt des Films bricht nie aus, sondern lullt aufgrund ihrer Oberflächenperfektion auf eine Weise ein, wie es nur das Mainstreamkino kann. Perfekt ausgelotet ist auch die Gefühlspalette, die hier gekonnt auf ganzer Linie bedient wird: Ein bisschen traurig, ein bisschen witzig, manchmal temporeich, nur um im entscheidenden Moment zu drosseln und wieder was fürs Herz zu servieren. Das alles ist arg konstruiert, ohne aber aufdringlich manipulativ zu sein. Ein wunderbarer, sehr warmer und über weite Strecken auch reif erzählter Film für die ganze Familie.
USA 2012 | Regie: Peter Hedges |Mit: Jennifer Garner | 105 Minuten
Hinterlasse einen Kommentar