Essengehen mit Kind: Ein entspannter Abend im Brander Bahnhof

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Foto: Julia V.

Es ist ein warmer Tag und ich verspüre Lust, den Abend in einem Biergarten zu verbringen. Spontan fahren mein Mann, meine drei Kinder und ich zum Brander Bahnhof. Das in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude befindliche Restaurant liegt unmittelbar am Vennbahnweg und verfügt über einen großen Parkplatz. An die andere Seite des Parkplatzes grenzen außerdem ein Basketballfeld und ein Spielplatz.

Vom Parkplatz aus gehen wir direkt in den Biergarten. Wir haben Glück, es sind noch einige Tische frei. Bisher hat das immer gut funktioniert, wenn wir spontan gekommen sind. Denn für draußen gibt es keine Möglichkeit zu reservieren. Wir lassen uns auf den Bierbänken nieder und werfen einen Blick in die Karte, die auf dem Tisch liegt. Kurz darauf werden wir bereits nach unseren Getränkewünschen gefragt. „Ich will Apfelschorle“, ruft meine dreijährige Tochter. Ihre beiden älteren Geschwister (5 und 7) schließen sich mit „Ich auch, ich auch“ an.

Meine jüngste Tochter setzt sich auf den mit Kies bedeckten Boden und spielt mit den Steinen. Sie sammelt unterwegs überall Steine und verschenkt sie auch gern. Währenddessen genieße ich die warme sommerliche Abendluft und sehe mich um. Um uns sorgen einige hohe Bäume für viel Grün und tragen zu der gemütlichen Atmosphäre bei. Im Hintergrund tönen leise ältere Songs wie „Come on Eileen“ oder „American Pie“ aus den Boxen.

Die Spielkiste wird gebracht

Als der freundliche Kellner die Getränke serviert, frage ich, ob es die Kiste mit Spielzeug noch gebe. Wir waren schon öfter hier und häufig wurden die Kinder direkt mit der Spielzeugkiste oder Malsachen versorgt. Die Bedienung bietet an, die Kiste zu bringen, und kommt schon wenige Minuten später mit zwei Holzkisten, gefüllt mit Spielen, Büchern und Stiften, zurück. Eigentlich wollte mein siebenjähriger Sohn gerade unsere Erlaubnis, um zum Spielplatz gehen zu dürfen. Aber ein Blick in die Kisten ließen ihn das vergessen. Er holt „Monopoly Junior“ aus einer der Kisten und möchte es mit mir spielen. Beim Blick in die Schachtel stellt er allerdings ernüchtert fest, dass sich nur ein Spielplan und weder Geld noch Figuren darin befinden. Wir suchen nach einer Alternative. Im „Kniffel Kids“-Spiel befinden sich nur drei Würfel, die fehlenden finden wir aber schnell in den Kartons anderer Spiele. Als wir beginnen, schließen sich auch seine fünfjährige Schwester und der Papa an. Die Dreijährige, die immer noch auf dem Boden sitzt und gerade emsig Stifte aus der Kiste anspitzt, möchte nun auch mitmachen. So vertreiben wir uns die Zeit, bis das Essen kommt, und haben Spaß dabei. Wir schaffen es aber nicht, die Runde zu Ende zu spielen.

Foto. Julia V.

Für meine Töchter gibt es Spaghetti Bolognese und für meinen Sohn einen Kinderhamburger. Die Auswahl fiel besonders der Dreijährigen leicht. Sie ruft erfreut: „Jaa, Nudeln“, als der Teller vor sie gestellt wird. Die Auswahl der Kindergerichte ist relativ groß. Neben Spaghetti Bolognese und dem Hamburger stehen noch Chickenburger, Chicken Nuggets, Schnitzel und Spaghetti Carbonara auf der Karte. Auch die normale Karte bietet eine große Vielfalt: von Suppen und Snacks über Salate, diverse Fleischgerichte, Grillgerichte und Burger bis hin zu Aufläufen oder Flammkuchen.

Spielplatz anbei

Nach kurzer Zeit hat die Dreijährige die rote Sauce ziemlich großzügig im Gesicht verteilt. Sie möchte zwischendurch auch immer wieder malen. Es ist gar nicht so einfach, sie dazu zu bringen, sich erst einmal auf das Essen zu konzentrieren. Das Essen schmeckt allen sehr lecker. Mein Mann und ich genießen unsere Burger mit Farmhouse Potatoes. Mein Sohn hat seinen Burger in Rekordzeit aufgegessen, während auf den Tellern seiner Schwestern noch einige Reste liegen. Beide Mädchen sagen, sie könnten nicht mehr. Dem Wunsch nach Nachtisch schlage ich meinem Sohn aus, aber als ich erlaube, dass er nun zum Spielplatz gehen darf, ist der Nachtisch ohnehin vergessen. Gemeinsam mit seinen Schwestern läuft er die paar Meter zum Spielplatz. Mein Mann geht einige Minuten später hinterher, während ich die Rechnung begleiche und die Dose entgegennehme, in die der Kellner die Spaghettireste eingepackt hat. Dieses Angebot, das er von sich aus geäußert hat, haben wir dankend angenommen.

Foto: Julia V.

Auf dem Spielplatz hilft mein Mann den Kindern beim Wippen, als ich dazustoße. Die Mädchen, die auf der einen Seite sitzen, sind nämlich zusammen deutlich schwerer als ihr großer Bruder. Dann läuft die Dreijährige zum Rutschturm, den sie schnell erklimmt und von dem sie etwas umständlich rutschen will. Sie erkennt zum Glück selbst, dass es rückwärts nicht gut funktionieren kann.

Anschließend kündigen wir Eltern an, dass es nach Hause geht. Natürlich kommen wieder die typischen Bitten „Noch einmal rutschen“, „Noch einmal Karussell fahren, bitteee“. Nachdem jeder noch eine Sache gemacht hat, fahren wir mit dem Gefühl nach Hause, einen entspannten Abend bei bestem Wetter und in schöner Atmosphäre verbracht zu haben. Das leckere Essen, das auch preislich absolut in Ordnung ist, hat uns gut gesättigt. Wir kommen immer wieder gerne in den Brander Bahnhof und haben es dort jedes Mal als sehr familienfreundlich empfunden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich eigentlich immer Familien mit Kindern unter den Gästen befinden. Mehrere Kinderstühle und eine Wickelunterlage sind ebenfalls vorhanden.

Kurzübersicht

Familienfreundlichkeit: gute Auswahl an Kindergerichten, Hochstühle und Wickelunterlage vorhanden

Beschäftigung für Kinder: Kisten mit verschiedenem Spielzeug und Malutensilien vorhanden, Spielplatz ein paar Meter entfernt

Preis-Leistungs-Verhältnis: leckeres Essen, Portionen und Preise völlig in Ordnung (86 Euro für 5 Personen), sehr freundliche Bedienung, also alles super!

Toiletten/Wickelmöglichkeit: Klappwickeltisch in der Damentoilette, mehrere Toiletten vorhanden, sodass es nicht zu Wartezeiten kommt

Wartezeit: völlig im Rahmen. Auch zwischendurch wurden wir gefragt, ob alles ok ist.

Erreichbarkeit: Parkplätze vorhanden, Bushaltestelle Ringstraße fußläufig in 3 Minuten erreichbar, am Vennbahnweg (also auch mit dem Rad zu erreichen)

Foto: Julia V.

Brander Bahnhof
Karl-Kuck-Straße 1
52078 Aachen
0241 18927631
brander-bahnhof.de

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