Disney-Magie prägte die Kindheit meines Mannes, und diesen Zauber möchte er nun gerne an unsere Kinder weitergeben. Daher plante er fast ein Jahr im Voraus einen Trip ins Disneyland Paris. Er sichtete mehrere Hotels, schaute sich, zum Teil gemeinsam mit den Kindern, Videos von deren Buffets sowie von Restaurants im Park an und tätigte Reservierungen – ohne diese ist es schwer, in den Restaurants einen Platz zu bekommen.
Auch die Großeltern, die Tante mit ihrer Familie und die Paten unserer Kinder sollten dabei sein. Im März dieses Jahres war es dann schließlich so weit. Nach 4,5 Stunden Autofahrt checkten wir im Hotel ein und trafen bald darauf die anderen zum Essen in einem Restaurant im Westernstil (La Grange). Die Wiedersehensfreude war bei allen groß und der Platz auf Omas Schoß von ihren Enkeln heiß umkämpft. Stolz zeigten sie ihr die Schokogoldtaler mit Mickey-Mouse-Aufdruck, die sie am Nachtisch-Buffet ergattert hatten.
In die Parks (es gibt zwei verschiedene) zu den Attraktionen ging es erst am nächsten Tag mit einem der regelmäßig fahrenden Shuttlebusse vom Hotel aus. Auffällig waren im Park die strengen Sicherheitskontrollen. Sowohl Taschen wurden gescannt als auch unsere Körper. Messer, die wir noch vom Vorbereiten der gesunden Brotdosen im Rucksack hatten, durften nicht mit.

Die Kinder waren begeistert vom Anblick des Dornröschen-Schlosses, von Karussells mit Dumbo, den sich drehenden Tassen aus „Alice im Wunderland“, sich drehenden Autos aus „Cars“ oder der Attraktion Buzz Lightyear, bei der man mit einem kleinen Wagen fährt und durch Abschießen von Zielen Punkte sammeln kann. Bei der Bootsthemenfahrt „Fluch der Karibik“ vorbei an Piratenszenen in dunklen Höhlen waren die Kinder zunächst skeptisch, dann aber doch beeindruckt. Beim „Flug“ durch die Welt von Peter Pan, eine Fahrt durch Schauplätze von „Pinocchio“ oder die französische Küche aus dem Film „Ratatouille“ ließen sie sich von den dargestellten Szenen verzaubern.
Die Kinder genossen es, auch einmal an der Seite von Oma und Opa oder ihren Paten zu sitzen, während mein Mann und ich an einem der Abende Omas Babysitterdienste nutzten. Wir besuchten nur zu zweit eine beeindruckende Lichtshow im Park, bei der Szenen aus Disneyfilmen und Disneyfiguren an die Fassaden der Häuser projiziert wurden.
Ein besonderes Highlight für die Kinder war auch das Character-Frühstück. Wir bedienten uns am umfangreichen und liebevoll gestalteten Frühstücksbuffet, bei dem es zum Beispiel Pfannkuchen und Waffeln in Mickey-Mouse-Form gab, und sahen bereits unter anderem Daisy Duck, Donald Duck und Pluto, wie sie Gäste an anderen Tischen unterhielten. Als sie zu uns kamen, waren meine beiden älteren Kinder, vier und sechs Jahre alt, zunächst zurückhaltend, tauten aber schnell auf und interagierten mit den lebensgroßen Disneyfiguren, während die Paten und die Großeltern die Handys zückten, um diesen Moment festzuhalten. Meine Zweijährige kuschelte sich in meinen Arm und drehte sich weg, da ihr die Figuren nicht ganz geheuer waren.
Nach dem Frühstück besuchten wir gut gesättigt erneut den Park. In den Parks selbst waren wir selten mit der gesamten Gruppe, sodass alle gut ihren eigenen Bedürfnissen nachgehen konnten. Einige der Erwachsenen freuten sich auf bestimmte Achterbahnen, die noch nicht für kleine Kinder geeignet sind, während es Oma und Opa eher gemütlich angehen ließen. Vor allem die Kinder riefen begeistert, wenn man sich zufällig über den Weg lief, um doch noch spontan etwas zusammen zu machen, und sich nicht erst beim Essen wiedersah.
Auch die Shows, die wir im Disneyland gesehen haben, gefielen den Kindern sehr gut. Bei „Minnie’s Musical Moment“, einer Mitmachshow, tanzten unsere Kinder noch eher verhalten mit. Am Ende des Pixar-Musicals „Together“ mit Charakteren aus „Toy Story“, „Monster AG“ oder „Findet Nemo“ versuchten sie, die überdimensionalen Seifenblasen zu fangen. Bei der musikalischen Frozen-Show waren sie begeistert, dass sie mittendrin in einem zweiten Raum fortgesetzt wurde.
Zum Abschied wollte mein Mann den Kindern unbedingt noch Souvenirs kaufen. Sein Balu-Kuscheltier, das er vor über 30 Jahren dort von seinen Eltern bekam, sitzt noch heute als Glücksbringer in seinem Auto. So saß bei der Heimfahrt Leroy, der rote Bruder von Stitch, als Schulter-Kuscheltier auf der Schulter meines Sohnes, und meine Zweijährige knuddelte ihr Plüschschwein Pua aus „Vaiana“. Die Vierjährige betrachtete stolz ihren Schmuck im Stil von Elsa, der Ohren und Hals zierte. Und es dauerte nicht lange, bis die Kinder glücklich, aber erschöpft auf dem Rücksitz einschliefen.

Vor über 30 Jahren kam das Balu-Kuscheltier aus dem Disneyland als Geschenk der Eltern zu Julias Mann – heute sitzt es als Glücksbringer in seinem Auto.
Text & Fotos: Julia V.
Der Beitrag ist Ende November 2025 in der Printausgabe Dezember 2025 / Januar 2026 erschienen.
Hinterlasse einen Kommentar