Seitdem es Corona gibt, hat sich für fast jeden Menschen das Leben komplett verändert. Neben dem Mäppchen sind nun auch Maske und Desinfektionsmittel ein obligatorischer Bestandteil in jeder Schultasche. Gerade an den heißen Tagen war das Tragen der Maske noch eine Qual, aber nun gewöhnt man sich dran. So wird selbst die von der Regierung aufgehobene Maskenpflicht bei uns in den Schulklassen noch fortgeführt, da das Tragen der Maske nun zum Alltag geworden ist.
In der Freizeit bekommt man von den Corona-Regeln auch noch einiges mit. So dürfen in vielen Sportvereinen immer noch nicht die Kabinen bzw. Duschen genutzt werden, und das Abklatschen vor den Fußballspielen bleibt vorerst auch aus. Auch das Wahren von Abständen ist in vielen Sportarten immer noch sehr wichtig. Gerade bei Sportarten, die auf engem Raum ausgeübt werden, kommt man darum nicht herum. Trotz all der Umstände erscheinen die Regeln dennoch sinnvoll.
Für die Schulen wurde die allgemeine Maskenpflicht für den Unterricht schon aufgehoben, was den Schutz nicht gerade erhöht und uns auch in der Schule zu denken gegeben hat, weswegen die meisten die Maske auf freiwilliger Basis weiterhin im Unterricht tragen. Außerdem fehlen, gerade an unserer Schule, sämtliche Hygienemittel, was verantwortungslos ist, da eine ausreichende Hygiene maßgeblich für den Infektionsschutz verantwortlich ist.
Von dem „normalen“ Leben vor Corona wünsche ich mir zurück, keine Masken mehr tragen zu müssen. Auch wenn man sich daran gewöhnt hat und es akzeptiert, fühlt man sich ohne Maske dennoch freier. Auch die Angst, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, schwingt bei großen Veranstaltung mit vielen Menschen immer noch mit, weswegen viele Feiern und Geburtstage immer noch nicht dieselben wie zuvor sind. Außerdem wünsche ich mir eine gewisse Sorglosigkeit und Unbeschwertheit zurück.
Bei mir steht nächstes Jahr das Abitur an und damit auch die wichtigste Abschlussfeier und Abschlussfahrt. Darauf freut man sich, seitdem man in die Schule geht, und dies droht nun ins Wasser zu fallen. Unsere Abschlussfahrt darf nur in Deutschland stattfinden, weswegen es nur ein sehr begrenztes Angebot gibt, und ob unsere Abschlussfeier stattfinden kann, wird wohl bis zum Ende hin nicht sicher sein. Außerdem fallen diverse Urlaube, Ferienfahrten und Konzerte aus, worauf man sich das gesamte Jahr gefreut hat. Da viele Einreisebeschränkungen nun auch noch sehr unklar sind und sich immer wieder ändern, können viele auch noch keine weiteren Urlaube planen.
Die Corona-Krise hat uns allen zu denken gegeben und wird wahrscheinlich immer in unseren Erinnerungen bleiben. Wenn wir später unseren Kindern über diese Zeit erzählen, können wir hoffentlich darüber lachen. Was jedoch bleiben wird, ist das Schätzen der eigenen Freiheit und Sorglosigkeit und vor allem der Gesundheit, denn das Corona-Virus hat uns gezeigt, wie stark eine Krankheit bestimmte Bevölkerungsgruppen treffen kann, und alle sind dafür verantwortlich dies einzudämmen, auch wenn sie selbst gar nicht betroffen sind. Dies schweißt zusammen und hat einen Einfluss auf die Art, die Welt zu sehen und wie man sich seinen Mitmenschen gegenüber verhalten sollte.
Text & Foto: Indra Hölscher
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