Der Ratgeber des Monats ist diesmal keine Internetseite, zumindest nicht in erster Linie. Die Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist aber dennoch digital verfügbar, da sie sich als PDF herunterladen lässt. Und natürlich gibt es begleitend u. a. auch eine Internetseite (www.surfen-ohne-risiko.net), womit wir doch wieder beim Netz wären. Aber darum geht es bei diesem Ratgeber ja auch.
Genauer: „Es kommt darauf an, den Einstieg in die digitale Welt altersgerecht zu gestalten, damit Medien die Entwicklung von Kindern fördern und Kinder von Anfang an lernen, mit Medien umzugehen“, wie es Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig im Vorwort der Broschüre formuliert. Ein Gesamtkonzept um die Broschüre, die bereits seit 2000 erstellt und aktualisiert wird, beinhaltet die schon erwähnte sowie eine weitere Website (meine-startseite.de). Außerdem gehören diverse Merk- und Hilfsmaterialien voller Verhaltenstipps dazu, die man sich herunterladen kann. Auf einige wird in der Broschüre auch eingegangen.
In vier Kapiteln greift die Broschüre zunächst das Online-Verhalten und die App-Nutzung von Kindern auf. Was mögen sie, warum mögen sie es und was sagen Eltern dazu? Im zweiten Kapitel gibt es Hilfestellungen und Tipps (die wir im KingKalli auch schon besprochen haben) zu einem kindgerechten Start ins Netz – via App oder bestimmten Internetseiten wie klick-tipps.net oder fragfinn.de. „Die Netzgiganten und kindgerechte Alternativen“ heißt das dritte Kapitel, das sich mit sozialen Medien, Messengern und Videoangeboten beschäftigt. Was sind die Eigenheiten der Angebote, wo liegen dort die Gefahren und wo kann man sich hilfreiche Tipps für den richtigen Umgang holen? Das umfangreichste und letzte Kapitel der Broschüre befasst sich mit allem, was online passiert. Sex, Gewalt und Rassismus und wie man Kinder davor schützt, Mobbing, Datenschutz auch für Kinder, Kostenfallen, richtig gute Kinderapps und wo man sie findet sowie Tipps zur richtigen Recherche.
Das klingt nach sehr viel Input, verteilt sich aber auf schlanke 28 Seiten und ist zudem mit Expertenmeinungen und vielen Links redaktionell angenehm aufbereitet. Ebenfalls angenehm ist, dass es keinen erhobenen Zeigefinger gibt. Von „Chancen“ für Kinder und Eltern ist die Rede und vom „kindgerechten Einstieg in eine digitale Welt“. Und es wird mehrfach darauf hingewiesen, dass Eltern ihre Kinder bei einem solchen Einstieg begleiten sollen, um einschätzen zu können, ob das Kind schon so weit ist, wo es Hilfe benötigt, welche Dinge oder Spiele es eher nicht sehen sollte etc. „Ein Netz für Kinder – Surfen ohne Risiko?“ ist eine kompakte Orientierungshilfe mit vielen Tipps und weiterführenden Links.
Ein Netz für Kinder – Surfen ohne Risiko?
Ein praktischer Leitfaden für Eltern und pädagogische Fachkräfte
via www.surfen-ohne-risiko.net oder
www.bmfsfj.de
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