Hallo, ich stelle mich erstmal vor: Ich heiße Ella, bin noch 17 und habe dieses Jahr mein Abi am RMG hier in Aachen gemacht. Schon lange steht für mich fest, dass ich etwas beitragen möchte, um das Leben von anderen Menschen zu verbessern. Vielleicht auch durch die erzwungene Coronaisolation ist mein Fernweh immer weitergewachsen und der Wunsch, ein FSJ in Südafrika zu machen, wurde immer größer.
Anfang der 11. Klasse habe ich dann angefangen, Einsatzstellen zu suchen, die mich interessieren. Ungefähr ein Jahr vor der Abreise und nach fast einem Jahr Suche ging es dann auch los mit dem Bewerben. Ich habe nicht nur Lebensläufe und Motivationsschreiben in Deutsch und Englisch geschrieben, sondern auch unendlich lange Bewerbungsfragebögen ausgefüllt. Nachdem ich die Bewerbungen abgeschickt hatte, insgesamt waren es drei, wurde ich zum Glück ziemlich schnell zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Bei meinem Lieblingsprojekt saß ich dafür zusammen mit einer anderen Interessentin in einer Zoom-Konferenz, um die Entsendeorganisation, das Deutsch-Südafrikanische Jugendwerk kennenzulernen, aber auch, um zu beweisen, dass ich die Richtige für diesen Platz bin. Immer noch beschäftigt mich die Frage, die uns in diesem Gespräch gestellt wurde, wie man als Freiwillige mit anderen Erziehungsmethoden umgeht. Dabei stelle ich es mir schwierig vor, Grenzen richtig einzuschätzen. Besonders, da ich neu in der Kultur sein werde. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir in Südafrika Ansprechpartner haben, mit denen wir über Situationen, die wir nicht verstehen, sprechen können.
Nach dem Gespräch hieß es warten und auf eine Zusage hoffen. Ende der Herbstferien war es dann endlich so weit: Ich bin dabei! Ab August werde ich in Südafrika auf einer Art Farm mit Kinderheimanschluss arbeiten. Von dort aus werde ich auch die umliegenden Kindergärten mit sportlichen oder kreativen Angeboten unterstützen. Die Organisation, wo ich das alles machen darf, heißt „Butterfly – Change for Children“. Bis ich aber wirklich ausreisen darf, gibt es noch ganz viel zu tun. Ich musste erst einmal einen Förderkreis aus Menschen aufbauen, die das Projekt finanziell unterstützen und denen ich von meinen Erfahrungen berichten werde, um auf die Organisation aufmerksam zu machen. Und dann fehlen noch die Impfungen, und für die Einreiseerlaubnis muss ich sogar geröntgt werden. Mit jedem Schritt in Richtung Abreise wächst aber schon jetzt meine Neugierde und Vorfreude auf die Organisation, Südafrika und alles andere.
Text: Ella Pertuch
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