Einen Velociraptor beim Training beobachten, den größten Jäger aller Zeit, den Tyrannosaurus Rex lebensecht zu sehen bekommen, Dinobabys streicheln oder Dinokot anfassen? „Jurassic World: The Exhibition“ macht das nun im Odysseum in Köln erstmals in Deutschland möglich. Wir haben uns das einzigartige Spektakel angeschaut.

Vom 31. März 2023 bis zum Ende der Sommerferien – die Ausstellung wurde aufgrund der außergewöhnlich großen Nachfrage verlängert – können Dinosaurier-Fans oder Liebhaber der Blockbuster „Jurassic Park“ und „Jurassic World“ hier wie in den Filmen in die Welt der Dinosaurier eintauchen. Laut Andreas Waschke, Geschäftsführer der Explorado Group, handelt es sich hierbei um die aufwendigste Ausstellung, die im Odysseum bisher auf die Beine gestellt wurde. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Universal Live Entertainment, NEON und Animax Designs – den Entwicklern der lebensecht animierten Dinosaurier – produziert. Jurassic World: The Exhibition startete 2016 in Melbourne in Australien und ist seitdem weltweit erfolgreich. Rund fünf Millionen Gäste haben bereits an 14 Orten, unter anderem London, San Diego, Paris und Shanghai, die Tore in die Saurierwelt durchschritten. Und nun ist sie auch bei uns zu sehen.

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man wirklich denken, einen echten Dinosaurier vor sich zu haben
Das Erlebnis ist so lebensecht wie eben möglich gestaltet. Natürlich konnten keine Dinosaurier zum Leben erweckt werden – die Dinos, die man zu Gesicht bekommt, sehen echten aber zum Verwechseln ähnlich. Die Ausstellung beginnt mit einer Fahrt zur Insel Isla Nublar wie im Film „Jurassic World“. Dafür sammeln sich alle in einem Raum, der wie eine Fähre gestaltet ist, Displays, die wie Fenster aussehen, simulieren das Meer. Dabei entsteht wirklich das Gefühl, in Bewegung zu sein. Auf einem Bildschirm erhält man die letzten Informationen, bevor es auf die Insel geht, um den Dinosauriern hautnah zu begegnen. Als sich die Pforte öffnet, blickt bereits ein Brachiosaurus, eines der größten Landtiere der Geschichte der Erde, auf die Menge. Er streckt seinen langen Hals in die Höhe und schaut sich die Gäste ganz genau an. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man wirklich denken, einen echten Dinosaurier vor sich zu haben. Die Dinosaurier sind nicht digital oder durch Virtual Reality zum Leben erweckt, es handelt sich bei ihnen um Attrappen, die sich wie lebendig bewegen. In jedem Raum lernt man neue Dinosaurier kennen, dabei auch einige alte Bekannte aus den Filmen. Die Ranger, voll in ihrer Rolle, haben einige interessante Details zu berichten und kennen ihre Dinos ganz genau. Im zweiten Raum wartet ein Stygimoloch mit seinem charakteristischen Dickschädel in einem Transporter auf die Gäste. Der Ranger hat ihn nur schwerlich unter Kontrolle, immer wieder bebt der Transporter und „Styggi“ streckt seinen Kopf in die Höhe. Hier findet auch die erste Begegnung mit einem Babydinosaurier statt, der von zwei Rangern präsentiert wird. In der Ausstellung lassen sich immer wieder die kleinen Dinos aus der Nähe beobachten, bis auf einen kleinen Velociraptor lassen sich die meisten sogar vorsichtig streicheln.

Im „Creation-Lab“ lernen die Besucher Details über die Arbeit der Gentechniker und Dinozüchter. Hier können unter einer Brutlampe frisch geschlüpfte Dinobabys begutachtet werden, und wer sich traut, kann sogar Dinokot anfassen, natürlich mit Handschuhen. Im weiteren Verlauf der Ausstellung durchqueren die Besucherinnen und Besucher eine Ausgrabungsstätte und sind bei Fütterungen und Trainingseinheiten der Tiere dabei.

Selbst die gefährlichsten Jäger lassen sich hier in ihren Gehegen beobachten. Blue, einem der vier Velociraptoren aus „Jurassic World“, kann man sogar live beim Training zusehen. Ein mutiger Ranger ist dabei alleine mit dem „schnellen Räuber“ im Gehege und gibt ihm Anweisungen. Der Schauspieler hat sogar gewisse Ähnlichkeiten mit Owen, dem Trainer aus dem Film, gespielt von Chris Pat.
Es warten noch größere und gefährlichere Dinosaurier auf die Gäste, Fotos mit Blitz sind verboten, um die Tiere nicht zu erschrecken. Man kann nur hoffen, dass hier alles gut gesichert ist und es nicht doch noch zu einem Ausbruch wie in den Filmen kommt …
Ein Erlebnis für alle Dino- oder Jurassic-Park-Fans – Tickets könnten knapp werden
Der Besuch hat keine Blockbuster-Länge, sondern dauert ungefähr 45 bis 60 Minuten, trotzdem jeder in seinem Tempo die 2.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche durchqueren und die Besichtigung auf Filmlänge strecken.
Auch wenn es seitens der Veranstalter heißt, dass die Ausstellung für Besucher und Besucherinnen jeden Alters geeignet ist, empfehlen wir, nicht mit zu kleinen oder ängstlichen Kindern zu kommen. Die großen Dinosaurier wirken sehr lebendig und können durchaus angsteinflößend sein. Ansonsten ist die Ausstellung ein Erlebnis für alle Dino- oder Jurassic-Park-Fans. Auch wenn es nicht günstig ist, hier bekommt man einiges zu sehen, große Fans können im Souvenirshop noch Poster oder T-Shirts mit ihren Lieblings-Filmmotiven und –dinos erwerben. Schon im Vorverkauf wurden über 90.000 Tickets verkauft, fast alle Wochenenden sind bereits ausgebucht. Wer die Dinosaurier also zu Gesicht bekommen möchte, sollte rechtzeitig eine Karte erwerben. Möglich ist dies online unter jurassicworldexhibition.com/de. Die Einzeltickets kosten zwischen 23,50 Euro und 29,50 Euro, es gibt aber auch Familien- oder Gruppentickets.


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