Das Pausenbrot nicht für den Unterricht, sondern für die Demo schmieren – viele Eltern von Jugendlichen, die bei Fridays for Future mitmachen, finden das Engagement ihrer Kinder toll und gehen sogar noch weiter. Als Parents for Future unterstützen sie die Jüngeren nicht nur privat zu Hause, sondern auch in der Öffentlichkeit. Die Vereinigung versteht sich als ein „freier Zusammenschluss von erwachsenen Menschen, der in Solidarität zur Fridays-for-Future-Bewegung steht. Dazu gehört für uns auch explizit das Mittel des Schulstreiks.“
Mittlerweile haben sich deutschlandweit bereits 60 Ortsgruppen und neun Regionalgruppen für die einzelnen Bundesländer zusammengetan, um dem guten Beispiel ihrer Kinder zu folgen und sich auch selbst für den Klimaschutz einzusetzen. Dabei spricht die Initiative nicht nur ausschließlich Eltern an; jeder mit den gleichen Zielen und Vorstellungen kann sich beteiligen und aktiv werden, beispielsweise durch die Präsenz bei Schulkonferenzen und Elternvertretungen, die Mobilisierung anderer Eltern oder einfach die Teilnahme an den Demos. Alle Aktionen richten sich aber immer primär an die Originalinitiative, außerhalb des schulischen Bereichs wird Parents for Future also nur in Absprache mit den Jugendlichen tätig.
Die Kommunikation untereinander läuft genauso wie bei den Fridays-for-Future-Gruppen über WhatsApp, die allgemeinen Forderungen an die Regierung sind ebenso die gleichen – Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad, Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens, Stopp der Kohleverstromung und deutlich mutigere sowie sofortige Maßnahmen für den Klimaschutz. Um auf die Dringlichkeit der Proteste aufmerksam zu machen, hat Parents for Future sogar schon einen offenen Brief an Ministerpräsident Armin Laschet und Schulministerin Yvonne Gebauer geschickt mit dem Appell, sich ernsthaft mit dem Projekt Fridays for Future auseinanderzusetzen und es nicht einfach zu belächeln. Denn nicht nur für Eltern ist der politische Einsatz der jungen Generation für ihre Zukunft beeindruckend und vorbildlich – die Umwelt bedankt sich ebenfalls.
Die Aachener Gruppe trifft sich derzeit im Pfannenzauber. Die nächsten Termine sind am 8. August und am 12. September 2019 um 19:00 Uhr.
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