Diesen Sommer freut sich Nora mal so gar nicht auf die langen Ferien – sie soll nämlich den ganzen Sommer bei ihrer Oma verbringen und darauf hat sie überhaupt keine Lust. Sie kennt die Oma nicht so richtig, und dann wohnt sie auch noch auf dem Land, wo nichts los ist und Nora sich bestimmt nur langweilt. Noras Mutter kann sich keinen Urlaub nehmen und möchte sie nicht zu viel alleine zu Hause lassen – als ob sie noch ein kleines Kind wäre! Aber ihre Mutter lässt sich nicht erweichen, und Nora ist fest davon überzeugt, dass ihr die schlimmsten Wochen des Jahres bevorstehen. Aber dann kommt alles ganz anders … Sie trifft Abbas mit den grünsten Augen der Welt und Grübchen, die Noras Herz stolpern und ihren Magen kribbeln lassen wie Brausepulver. Und plötzlich sind die Tage gar nicht mehr doof, die beiden lernen sich immer besser kennen und kommen sich ganz sachte näher. Alles könnte so schön sein, aber Nora spürt, dass irgendwas nicht stimmt. Warum wird Abbas im Ort anders behandelt als sie? Welches Geheimnis haben Abbas’ Vater und ihre Oma? Und was verbirgt sich in Omas Afghanistan-Ordner im Regal?
„Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist“ ist nicht nur eine zarte Erzählung über die erste Liebe, sondern handelt auch von Diskriminierung und der Schwierigkeit, das Richtige zu tun. Der norwegischen Autorin Iben Akerlie ist ein einfühlsamer Kinderroman über große Gefühle gelungen, der zeigt, dass die Welt manchmal ganz schön kompliziert sein kann.
Iben Akerlie: Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist
Oetinger, April 2024
16 Euro | ab 10 Jahren
vorgestellt von Simone Neidlinger, Buchhändlerin beim Worthaus in Aachen-Burtscheid
Hinterlasse einen Kommentar