Der Internationale Gedenktag für die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2017 ist Anlass für die Ausstellung, die in Aachen erstmalig in dieser Form von Klaus Schulte und Peter Sardoč zusammengestellt wurde.
Jüdisches Leben lässt sich in Aachen schon seit karolingischer Zeit nachweisen. Die Gemeindemitglieder galten bis ins 19. Jahrhundert als Bürger zweiter Klasse. Im Zuge der Stadtentwicklung und des aufkommenden Kur- und Badewesens im 18. Jahrhundert und dem damit verbundenen Aufleben eines eigenständigen Theater und Musiklebens kamen auch immer mehr Juden als Gäste und Besucher nach Aachen oder ließen sich als neue Bürger nieder. In beiden Gruppen fanden sich Künstler, die im Kulturleben der
Stadt eine bedeutende Rolle spielten. Die positive Entwicklung wurde durch den Nationalsozialismus ab 1933 unterbrochen.
Es kam zu Diskriminierung, Ausgrenzung, unsäglicher Verfolgung und schließlich sogar totaler Vernichtung jüdischen Lebens. Dem Gedenken an die großen Opfer, die die jüdische Gemeinde in Aachen zu beklagen hatte, soll die Erinnerung an die zahlreichen jüdischen Persönlichkeiten gegenübergestellt werden, die das Kultur
und Theaterleben unserer Stadt über die Jahrhunderte mitgeformt und bereichert haben.
Dauer der Ausstellung: 1. Februar bis 3. März 2017
VHS, Peterstraße 21-25, Raum 241, Forum
Ausstellungseröffnung durch Bügermeisterin Dr. Margrethe Schmeer
31. Januar 2017, Di 19:00-20:00 Uhr
VHS, Peterstraße 21-25, Raum 241, Forum
In Kooperation mit dem Theater Aachen
Bei der Eröffnung spielen Tatjana Janowska-Faber (Violine) und Axel Weggen (Klavier) von der jüdischen Gemeinde Düsseldorf Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Klaus Schulte trägt Gedichte von Ludwig Strauß vor.
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