Das Discovery Museum Kerkrade lädt aktuell zur Mitmach-Wechselausstellung „Ganz sicher?!“ ein. Rund 100 spannende Fragen zu verschiedenen Themen wurden von Besucherinnen und Besuchern gesammelt und sollen laut Ankündigungstext kreativ erklärt werden. Wir wollten uns einen Eindruck verschaffen und erfahren, was es zu entdecken gibt. Der Beitrag ist 2023 entstanden, die Ausstellung läuft aber gerade noch und wir haben die aktuellen Preise und Öffnungszeiten ergänzt.
In der Ausstellung können Interessierte lernen, wie die wissenschaftliche Arbeitsweise funktioniert und dass alles nur so lange „ganz sicher“ ist, bis das Gegenteil behauptet wird.
Die Ausstellung richtet sich an die ganze Familie. Die Texte sind jedoch ausschließlich auf Niederländisch verfasst, weshalb deutschsprachige Besucher nur einen kleinen Teil der vielen Fragen beantwortet bekommen. Dies gleichen jedoch die Mitmachaktionen aus, deren Erklärungen ins Deutsche übersetzt wurden, sodass auch Menschen ohne Niederländisch-Kenntnisse am Spaß des Erforschens teilhaben können. In Verbindung mit der größeren deutschen Dauerausstellung lohnt sich ein Besuch im Discovery Museum auf jeden Fall.
Die Wechselausstellung: Spazieren am Hochhausrand und Fröschen über die Straße helfen
Die Wechselausstellung beantwortet auf ansprechenden Plakaten Fragen zu verschiedenen Themengebieten, darunter die unsichtbare Welt, Körper und Gehirn, die digitale Gesellschaft, die Natur und das (Über-)Leben. Besonders die interaktiven Spiele machen die Ausstellung für deutsche Besucher lohnenswert. Familien können die Rolle der Wissenschaftler einnehmen und selbst Antworten auf verschiedene Phänomene finden.
In der Ausstellung werden viele verschiedene moderne Techniken für die Gäste zugänglich gemacht. Wer zum Beispiel schon immer mal sorglos am Rande eines Hochhauses spazieren wollte, kann bei der Frage „Wie reell ist virtuell?“ eigene Erfahrungen mit einer VR-Brille machen.
Auch Gesichter von Prominenten lassen sich mit einem sogenannten Deepfake durch den Computer am eigenen Körper anprobieren, um so die Tricks der verfälschten Videos im Internet zu verstehen. Ebenso kann man selbst Fake News kreieren, um die Machenschaften von Betrügern zu durchschauen.
Doch nicht nur die Technik selbst ist interessant, sondern auch ihr Einsatz in der Forschung. Groß und Klein können beispielsweise mit ihren eigenen Schatten und Stimmen experimentieren, mikroskopieren oder einen Parcours mit einer „Alkohol-Brille“ bewältigen.
Auch zum Thema Natur gibt es viele interaktive Spiele. Die Besucher können blind wie eine Fledermaus mit Ultraschall im Mini-Labyrinth Wege suchen, Fröschen helfen, die Straße zu überqueren oder beim Computerspiel zum Thema Leben auf einem anderen Planeten ihren Gegner besiegen.
Um die Anpassung von Tieren an die Natur zu verstehen oder sich einfach mal unsichtbar zu machen, können die Besucher vor verschiedenen Hintergründen verschwinden. Im Fokus liegt dabei die Intelligenz der Natur und wie viel der Mensch von ihr übernimmt.
Insgesamt bietet die Ausstellung eine Kombination aus moderner Technik, Kreativität, Wissen, Spiel und Spaß. Das Erfahrene prägt sich allen Familienmitgliedern aufgrund der vielfältigen Methoden gut ein. Es ist kein eintöniger Museumsrundgang, sondern eine spielerische Forschungsreise.

Die Dauerausstellung weckt Interesse an neuen Themen
Neben dem „Theater der Erde“, den Wissenschaftslaboren und einer Filmvorführung können Familien auch die große Dauerausstellung des Museums besuchen. Thema ist dabei vor allem die Zukunft und die Frage, wie unsere Welt einmal aussehen wird. Die Ausstellungstexte sind in Niederländisch, Englisch und Deutsch verfasst. Spielerisch können Familien alles über den menschlichen Körper, die Ernährung, das Wohnen, Berufe und neueste Techniken erfahren. So setzt man beim Lernen über den Körper unter anderem DNS-Bausteine zusammen, tanzt mit seinem eigenen Skelett und probt seine Fähigkeiten als Chirurg.
Beim Thema Ernährung betritt man einen Supermarkt der Zukunft oder versucht, Pac-Man mit ausgeglichener Nahrung ins nächste Level zu bringen.
Der Ausstellungsteil zum Wohnen lässt sich ebenfalls auf viele verschiedene Arten erforschen, ob beim erdbebenfesten Bauen mit Holzklötzen, beim Verlegen von Wasserrohren oder beim Zusammensetzen einer Stadt am Computer, mit der alle Menschengruppen zufrieden sind.
Auch die restlichen Ausstellungsräume sind interaktiv und mit spannenden Infotexten gestaltet. Für eine intensivere Auseinandersetzung kann man seine Meinungen zu den verschiedenen Themen auf ausgelegten Bögen notieren und erhält später, wenn man möchte, ein Profil mit der eigenen Position.
Durch die vielen Spiele und Fragen zur eigenen Ansicht lernen Kinder etwas dazu und entwickeln Interesse für Themengebiete, die ihnen ansonsten möglicherweise zu eintönig erschienen. Ein Besuch im interaktiven Discovery Museum weckt in jedem die Forscherlust und ist für Neugierige jeden Alters geeignet.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11:00-17:00 Uhr, Montag geschlossen
- Eintritt 0 bis 4 Jahre frei
- Eintritt 5 bis 17 Jahre 15 Euro
- Eintritt ab 18 Jahre 18 Euro
- Es gibt auch verschiedene Familientickets
Weitere Infos unter: discoverymuseum.nl/de
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