Ausflugstipp für Familien: Zu Besuch im GaiaZoo

GAIA Zoo, Archivbild

Das Geschrei ist groß, als wir uns der neuen Voliere nähern. Doch es sind keineswegs Kinder, die hier so lautstark rufen, sondern 400 Flamingos. Vom Holzsteg aus bieten die bodentiefen Scheiben einen guten Überblick über das Gehege. Das Geschnatter ist auch hinter den Scheiben laut und deutlich zu hören.

Die kleinen und großen Zuschauer sehen fasziniert zu, wie die Rosaflamingos ihre orange-schwarzen Flügel ausbreiten, im See baden oder ihre rosafarbenen Schnäbel wie im Takt hin und her bewegen. „Wer ist denn hier der Chef?“, möchte ein Mädchen wissen. „Der ganz große da, ist doch klar“, antwortet ihr Bruder. „Zähl mal durch, ob es wirklich 400 sind.“ Das kleine Mädchen beginnt zu zählen, schüttelt nach den ersten Zahlen den Kopf und erklärt: „Ich kann aber bisher nur bis 300 zählen.“ Der sogenannte Rosaflamingo ist mit einer Körperlänge von 150 Zentimetern der größte seiner Art. Die 400 Tiere kommen übrigens aus einem deutschen Vogelpark.

In freier Wildbahn filtern Flamingos durch Hin-und-her-Bewegen des Kopfes mit ihrem gekrümmten Schnabel Algen und kleine Krebstiere aus dem Wasser. Die in der Nahrung enthaltenen Farbstoffe färben ihr Gefieder rosa. Mit 400 Vögeln ist die Kolonie im GaiaZOO die größte in einem europäischen Tierpark lebende Flamingogruppe. Die Voliere bietet den Tieren auf 3.000 Quadratmetern genug Platz, um ihr natürliches Verhalten auszuleben.

An einer interaktiven Spielstation im überdachten Gang entlang des Geheges können Kinder mehr über Flamingos und andere Vogelarten lernen. Die neue Savanna Lodge, ein im afrikanischen Stil eingerichteter Gastronomiebereich, wurde an einer Seite direkt in die Voliere integriert. Auf der anderen Seite blickt man auf afrikanische Wildhunde, Giraffen, Strauße und Springböcke. Nur wenige Schritte von hier entfernt wurde ein schöner neuer Abenteuerspielplatz errichtet. So haben Kinder auf dem „langen“ Weg durch die afrikanische Savanne des GaiaZOOs ein weiteres lohnendes Ziel. Lohnend ist auch immer ein Besuch bei den quirligen Erdmännchen, denen man aus nächster Nähe stundenlang zuschauen könnte. Bei Kindern kommt außerdem der Safarijeep am Löwengehege gut an, denn dort fühlen sie sich wie echte Tierforscher.

Neben der Savanne gibt es drei weitere Themengebiete. Einer davon, der „Rainforest“, ist den Affen gewidmet. Dazu gehört auch der Totenkopfaffenwald. Keine Angst, die Tiere sehen weder gruselig aus, noch sind sie gefährlich. Aber die neugierigen Tiere klettern und springen in einem riesigen Freigehege über die Köpfe der Besucher. Hier sollte man auf keinen Fall essen oder trinken. Bei den Affen gibt es eigentlich immer Nachwuchs zu beobachten. Besonders faszinierend sind dann die Gorillas mit ihrem teils menschenähnlichen Verhalten. Ein wenig Mut brauchen Kinder, wenn sie die Geier-Voliere in der „Taiga“ betreten. Die Vögel sehen schon ein wenig furchteinflößend aus, vor allem wenn sie plötzlich losfliegen oder miteinander kämpfen. Aufregend, aber weniger beängstigend ist der „DinoDome“, Europas größter überdachter Dino-Spielplatz mit Dinokarussell vor dem Eingang. Wer lieber draußen toben will, findet ganz in der Nähe einen großen Spielplatz mit angrenzendem Gastronomiebereich. Von hier ist es nicht weit zu den Bauernhoftieren und der „JungleTour“, einem Erlebnispfad für Kinder.

Für den Besuch sollte man schon einige Stunden einplanen, denn es gibt viel zu entdecken. Wer bei warmem Wetter noch Zeit hat, kann den Kindern auf dem Wasserspielplatz eine kleine Erfrischung gönnen.

GaiaZOO
Dentgenbachweg 105, 6468 PG Kerkrade, Niederlande, +31 45 5676070
Öffnungszeiten: Ganzjährig ab 10:00 Uhr, im Juli/August bis 18:00 Uhr, sonst bis 17:00 Uhr, November bis Februar bis 16:00 Uhr
Eintrittspreise: 0-2 Jahre: kostenlos | 3-9 Jahre: 16,50 Euro | Ab 10 Jahren: 21,50 Euro
Parkplatz: 7,50 Euro
Vergünstigter Eintritt bei Buchung über gaiazoo.nl/de

Hinterlasse einen Kommentar