Im Neanderthal Museum in Mettmann nahe Düsseldorf können Groß und Klein alles rund um den Weltstar Neanderthaler entdecken. Mitten in NRW befindet sich in einer Tallandschaft das eindrucksvolle spiralförmige Museumsgebäude aus bläulichem Glas, das dem berühmten Neanderthaler gewidmet wurde. Kaum zu glauben, aber genau an dieser Stelle entdeckte man vor über 150 Jahren menschliche Knochen, die von dem namensgebenden Neanderthaler stammten.
Heute kann man dort mehrere Etagen erklimmen und somit eine spannende Zeitreise durch die gesamte Menschheitsgeschichte unternehmen. Ein abwechslungsreicher Museumsbesuch wird geboten, denn die Spuren der Menschheit werden hier mit Hilfe der multimedialen Präsentationen bis in die Anfänge in der afrikanischen Savanne vor mehr als vier Millionen Jahren zurückverfolgt. Der Museumsbesucher kann sich also von Inszenierungen, Hörtexten und Filmen beeindrucken lassen. Zahlreiche Rekonstruktionen können bestaunt werden, die mittels modernster gerichtsmedizinischer Verfahren naturgetreu nachgebildet wurden. Täuschend echt verweilen die Urzeitmenschen im Inneren des Museums, so dass es kaum verwundern würde, wenn diese zum Leben erwachen würden.
Das Neanderthal Museum ist also keinesfalls ein langweiliges Museum mit uralten Ausstellungsstücken aus der Steinzeit, sondern lockt zahlreiche Besucher mit beeindruckenden Rekonstruktionen unserer Vorfahren, spannenden Hörtexten und Filmen.
Außerdem wird noch bis zum 15. März die Sonderausstellung „FLEISCH! Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit“ geboten. Hier kommen selbst eingefleischte Vegetarier auf ihre Kosten, denn anhand von Rekonstruktionen und Modellen wird der technische Erfindungsreichtum der Menschen in der Steinzeit verdeutlicht.
In der heutigen Zeit des Trends zur vegetarischen und veganen Esskultur verliert man ganz aus den Augen, dass Fleisch als der Motor der Evolution gilt. Vor etwa 2,3 Millionen Jahren erweiterte der Urmensch seinen Speiseplan um Fleisch. Die Jagd war ein unverzichtbarer Bestandteil menschlichen Lebens. Durch den wichtigen Energielieferanten Fleisch wurde das Gehirn der Urzeitmenschen größer, sie wurden schlauer und begannen somit Waffen und ausgefeilte Jagdtechniken zu erfinden.
Da dürfen natürlich funktionsfähige und originalgetreue Nachbildungen der Waffen und Geräte aus europäischen Funden zur Veranschaulichung nicht fehlen. Das Highlight der Ausstellung sind dabei authentische Nachbildungen von archäologischen Sensationsfunden wie den ältesten Jagdwaffen, den Schöninger Speeren oder der Lehringer Lanze.
Was es mit dem Urzeitmenschen Ötzi auf sich hat und vieles mehr kann man noch bis Mitte März in Mettmann erfahren. Zu der Sonderausstellung gibt es außerdem ein abwechslungsreiches Begleitprogramm mit Führungen, Seminaren und Workshops.
Im Neandertal können Besucher zudem selbst zu Forschern und Entdeckern der Menschheitsgeschichte werden. Für alle von fünf bis elf Jahren wird eine aufregende Mitmachaktion angeboten. Mit einem SteinzeitActionPack können sie durch das Museum streunen und an verschiedenen Mitmachstationen entdecken, ausprobieren und dazulernen. An der Museumskasse kann ein Paket erworben werden mit einem Lederband, einer Muschel, einem Stück Holz und vielem mehr. Die Kinder befinden sich somit spielend auf den Spuren der Menschheit. Stück für Stück entdecken sie die Geheimnisse ihrer Vorfahren und fügen sich interaktiv die Menschheitsgeschichte zusammen.
Da können beispielsweise selbst Anhänger für die Steinzeitkette gebastelt werden, verschiedene Dinge gesucht und gefunden werden und mit einem spektakulären Skelettfund kann man in die Museumsgeschichte eingehen. Am Ende der spannenden Reise bekommt jeder kleine Entdecker selbstverständlich einen SteinzeitForscherPass.
Die Dauerausstellung hat das Ziel, das gesamte Museum zu beleben. Die Kinder sollen etwas ausprobieren und erleben.
Das Neanderthal Museum ist somit ein attraktives Freizeit- und Bildungserlebnis, das große sowie kleine Besucher auf eine spannende Zeitreise mitnimmt. Außerdem bietet sich der Besuch der Fundstelle an, im Wildgehege können gezüchtete Wildpferde, Auerochsen und Wisente bestaunt werden und in der museumseigenen Steinzeitwerkstatt kann man das steinzeitliche Handwerk ausprobieren.
Das Museum ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr.
Weitere Informationen unter www.neanderthal.de.
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