Was genau bewegt die Jugendlichen hinter Fridays for Future und für welche Themen und Ziele opfern sie jeden Freitag ihre (Schul-)Zeit? Diesen und noch mehr Fragen konnten alle Interessierten am Freitag, 27. September 2019 auf den Grund gehen.
Von 14:00 bis 21:00 Uhr fand in der Volkshochschule Aachen ein Aktionstag statt – mit dem Ziel, Fridays for Future mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Aachen zu verbinden und einen Raum für Gespräche und Austausche anzubieten.
Zum Programm gehörten dabei neben sämtlichen Workshops, Vorträgen und Diskussionsforen rund um Themen wie Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien oder den allgemeinen Klimawandel, auch die Vorstellung des Films „Power to Change“ des Regisseurs und Autors Carl-A. Fechner.
Der erste Block an Workshops von 14:00 bis 15:30 Uhr wurde allein von FFF-Aktiven vorbereitet und präsentiert, den zweiten Block am Nachmittag stellten Wissenschaftler vor. Nach den Vorträgen mit Titeln wie „Nachhaltige Ernährung/ Mobilität“, „Stromanbieter- und Bankenwechsel“, „Müllvermeidung“ oder „Geo-Engineering“ wurden außerdem Broschüren ausgelegt, in denen Tipps und Anregungen zum Integrieren der Themen im Alltag nochmals nachzulesen waren.
Später gab es eine Podiumsdiskussion, umgewandelt in eine Art Forum mit Vertretern von Scientist for Future, Radentscheid, der Städteregionsverwaltung, FFF und einem offenen Platz für alle. Über eine Stunde diskutierten und erzählten die Anwesenden über ihr Anliegen zum Umweltschutz und wie sie persönlich beispielsweise dem Klimawandel täglich begegnen.
Zum Abschluss um circa 19:00 Uhr kamen alle zur Aufführung des Films „Power to Change“ (2016) zusammen, anschließend konnten die Teilnehmer ihre Meinung noch in einem Forum mit dem Regisseur selbst äußern und sich einbringen.
Entstanden ist das ganze Projekt nach einer Anfrage der VHS; gerne wollten sie mit FFF eine gemeinsame Veranstaltung organisieren.
Das Team um FFF sah da die Chance, mit einem breiterem Publikum, welches eventuell nicht wirklich ihre Ansichten und Meinungen teilt, in einen Dialog zu treten und die Informationen und Fakten der Wissenschaftler weiterzugeben.
Insgesamt kam der Tag bei allen gut an; extrem gut besucht war die Veranstaltung zwar nicht, Lennard von FFF schätzt die Teilnehmerzahl aber trotzdem auf etwas über 100 Leute aller Altersgruppen, besonders viele zwischen 15 und 45 Jahren.
Momentan sind noch keine weiteren Aktionstage geplant, Lennard glaubt allerdings schon, dass so etwas vielleicht auch in etwas anderer Form demnächst wieder stattfinden wird. Bisher wurde zwar kein breites Feedback ausgewertet, doch so wie es scheint, waren die meisten Besucher sehr beeindruckt.
Auch die VHS zeigt sich äußert zufrieden mit dem Projekt. Die Mitarbeiter sind froh, dass alles so gut geklappt hat und betonten noch einmal, dass die Schule zwar die Räume zur Verfügung stellte, die restliche Organisation des Programms und des Tages allgemein, jedoch komplett von den Jugendlichen selbst übernommen wurde.
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