Der Aachener Weihnachtscircus ist wieder da!

in Aktuelles um die Ecke, Kultur, Musik, Theater für Kinder

„Funtastisch!“ Der Aachener Weihnachtscirucs hat jede Menge zu bieten: Akrobatik, Tanz, Zauberei und Clowns, die auf Elefanten durch die Manege reiten – doch keine Sorge, es kommen keine echten Tiere zu Schaden, geschweige denn vor. Nachdem 2022 „Alles im Wunderland“, die erste Show nach Corona, bereits ein großer Erfolg war, verspricht der diesjährige Weihnachtscircus unter dem Titel „Funtastisch“ Rekorde zu brechen. Bereits vor der Premiere am 15. Dezember waren sieben Termine ausverkauft. Die Veranstalter haben deshalb sogar zwei zusätzliche Vorstellungen nach den Weihnachtstagen angekündigt.

Auch bei der Premiere waren nahezu alle Plätze belegt und der Weihnachtscirucs konnte allen Erwartungen gerecht werden. Pünktlich um 18 Uhr, eine Stunde vor Showbeginn, war der Bendplatz bereits gut gefüllt und die Schlange lang. Viele Besucher und Besucherinnen wollten vor der Vorstellung im warmen Vorzelt noch ein Getränk oder einen Snack genießen. Mit Cola, Popcorn, Currywurst, Glühwein und Sekt konnte man sich einstimmen. Das Publikum war natürlich nicht in erster Linie zum Essen und Trinken im Circuszelt, auch das 2,5-stündige Programm hatte für jeden, egal welchen Alters, etwas zu bieten. Also Manege frei für den Weihnachtscircus!

Die erste und letzte Darbietung gehörte der Gruppe African Dream aus Äthiopien. Zu Beginn kletterten die sieben Männer in bunten Kostümen auf einen Mast und sprangen so durch die Manege, dass man als Zuschauer kaum noch wusste, wo man hingucken sollte. Im letzten Showact sprangen sie in Kostümen in Leopardenmuster katzengleich durch immer höhere Ringe – eine Hommage an frühere Raubtiernummern, an die sich ältere Gäste vielleicht noch erinnern können. Die Kontorsionskünstlerin Heejin Diamond, die mit ihren Füßen einen Bogen schoss, und Regina Laruss, die an den Strapaten in unfassbarem Tempo durch die Manege wirbelte, brachten das Publikum ebenfalls zum Staunen.

Doch für den größten Spannungsmoment sorgten wohl die drei Cedeno Brothers aus Ecuador. Ihr Spezialgebiet: die sogenannten Ikarischen Spiele, bei denen ein Bruder im Liegen die anderen in die Luft hochkatapultiert, wo sie dann nach Saltos wieder auf den Füßen landen. Ein besonders schwerer Trick, bei dem ein Bruder nach einem Salto auf den Füßen des anderen landen sollte, ging zunächst schief und ließ den Saal verstummen, auch die Musik hörte schlagartig auf. Doch zum Glück war nichts passiert. Nachdem die Brüder sich sichtlich angespannt beraten hatten, ob sie es nochmal probieren sollten, gab es einen zweiten Anlauf. Als dieser dann gelingt und der Mann mit den feuerroten Haaren sich nach einem leichten Straucheln auf den Füßen seines Bruders ausbalanciert, bricht das Publikum in tosenden Applaus aus. Den drei Brüdern stand die Erleichterung und Freude über den geglückten zweiten Anlauf ins Gesicht geschrieben.

 

Nicht nur die artistischen Darbietungen an diesem Abend haben es den Zuschauern angetan. Zwischendurch wurde die Stimmung immer wieder durch lustige Showeinlagen der französischen Clowngruppe „Les Mangeurs de Lapin“ aufgelockert. „Die Hasenfresser“, so der deutsche Name des Trios, gerieten bei ihren ungeschickten Auftritten immer wieder in Streit untereinander. Als sie auf Elefanten durch die Manege reiten sollten, fingen zwei Clowns plötzlich an, sich mit den Rüsseln der Elefanten zu verprügeln. Auch der dritte, der als Dompteur agieren sollte, schaffte es nicht, sie zu trennen. Als der Dompteur dem einen Elefanten einen Tritt verpasste, konnte man nur froh sein, dass im Aachener Weihnachtscircus keine echten Tiere vorkommen. Später fingen die Clowns eine Plüschballschlacht mit dem Publikum an, nach der die Manege zum Glück in einer 20-minütigen Pause aufgeräumt werden konnte.

Neben Clownerie und Artistik gab es immer wieder Zauberkunststücke des Zauberkünstlers und Entertainers Maxim Voronin und Tanzeinlagen der Donnert Dancers, die das Programm abrundeten. Den letzten Feinschliff verpasste der Show die 21-jährige Niederländerin Floor Bosman, die mit ihrer Stimme das Publikum dahinschmelzen ließ. Den Abschluss machte sie mit einem Weihnachtslied im Engelskostüm, bei dem Schnee von der Decke rieselte und einer der Clowns als Engelchen durch die Manege flog. Das abwechslungsreiche, spannende und lustige Programm ließ die zweieinhalb Stunden wie im Flug vergehen. Sowohl Jung als auch Alt konnten sich hier ausgezeichnet amüsieren und einen weihnachtlichen Abend gemeinsam genießen.

Wer diese Show nicht verpassen will, sollte sich rechtzeitig um Tickets kümmern, wie gesagt sind bereits mehrere Termine ausgebucht. Der Weihnachtscircus geht noch bis zum 31. Dezember 2023. Tickets gibt es von 22,90 Euro bis 64,90 Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen, an der Circuskasse oder online unter: weihnachtscircus-aachen.eu/tickets-und-infos

Hinterlasse einen Kommentar