Der Mädchenchor am Aachener Dom feiert sein 15-jähriges Bestehen Ende des Monats mit einem besonderen Geburtstagsprogramm. Den Auftakt bildet ein Jubiläumskonzert am Samstag, 30. Mai, um 19 Uhr, im Dom.
Auf dem Programm steht Barockmusik von Antonio Vivaldi: Kyrie und Gloria in einem Arrangement für Frauenchor – ein Werk, das in dieser Form im Aachener Dom bislang noch nicht zu hören war. Begleitet wird der Chor von den Dombläsern sowie zwei Solistinnen. Besonders die kraftvollen Passagen haben es Chorleiter und Domkantor Marco Fühner angetan: „Das geht richtig ab“, schwärmt er von der „saftigen Barockmusik“. Einen Kontrast dazu bildet der „Song of the Universe“ des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo. Das Werk verbindet rhythmische Elemente mit einer eindrucksvollen Klanglichkeit und gehört zu den modernen Höhepunkten des Programms.
Tickets sind online über die Webseite der Dommusik erhältlich: dommusik-aachen.de
Mit Blick auf das Jubiläum zieht Chorleiter Fühner eine positive Bilanz. Bereits zum zehnjährigen Bestehen habe er sich vorgenommen, das erreichte musikalische Niveau zu halten – ein Ziel, das gelungen sei. Besonders erfreulich sei der starke Nachwuchs aus den Klassen vier bis sechs. Die erwachsenen Sängerinnen sind für den Chorleiter ein Qualitätsgarant. Gleichzeitig bleibe die Mitgliedschaft im Chor kein Selbstläufer. „Es wird schwieriger, Familien zu finden, die das Pensum dauerhaft mittragen – zwei Proben pro Woche und die Auftritte“, sagt Fühner. Umso mehr schätzt er die Gemeinschaft des Ensembles: „Es ist ein bunter Haufen, der mir viel gibt und von dem ich viel lerne.“ Aktuell gehören etwa 100 Mädchen und junge Frauen dem Chor an.
Am Sonntag, 31. Mai, um 10 Uhr, singt der Mädchenchor im Gottesdienst. Aufgeführt wird die Messe Nr. 6 für Klavier und Chor des ungarischen Komponisten György Orbán. Außerdem erklingt das Jubiläumslied von Michael Hoppe (Musik) und Stefan Voges (Text), das zum 10-jährigen Bestehen des Mädchenchors entstand und vielen noch von der Heiligtumsfahrt 2023 bekannt sein dürfte.
Text: Domkapitel Aachen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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