Zum Jülicher Fastnachtsbrauch gehört seit über 300 Jahren die Historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus. Das Symbol der Gesellschaft ist eine Strohpuppe, genannt Lazarus, der in jedem Jahr nach Dreikönig, in der Öffentlichkeit getauft wird.
Am Veilchendienstag pflegt man mit dem Umzug durch die Stadt Jülich und dem Aufwerfen der Lazaruspuppe einen uralten Brauch der Herzogstadt. Nach Einbruch der Dunkelheit beerdigt die Gesellschaft den Lazarus in der Rur und beendet damit einen traditionsreichen Tag.
Das Programm:
9:00 Startschuß: Der Lazarus fällt vom Wehrgang des Hexenturms in das Tuch (Zugwegabhängig). Ab dann geht es Los precken, tanzen, marschieren.
16:00 Uhr Marktplatz – Großes Aufwerfen: Der Bürgermeister empfängt die Gruppe am alten Rathaus. Er begrüßt die zahlreich gekommenden Besucher auf dem Marktplatz, bekommt vom Reimchen einen kleinen Seitenhieb und gemeinsam singt die Menge das Hexenturmlied. Auch für Besucher ein spannendes Ereignis.
Und weiter geht es durch die Stadt – überall bleiben die Leute stehen und erfreuen sich an dem alten Brauch. An der vorletzten Station wird Lazarus entkleidet, denn Kappe, Kittel, Halstuch, Hände und Stiefel werden wiederverwendet.
19:00 Uhr an der Kirmesbrücke Ellbachstraße an der Rur: Laut weinend und jauchzend kommen die Lazarusbrüder an der letzten Station an, tausende Besucher säumen den letzten Weg. Ein letztes mal das Lied … ein letztes mal aufwerfen und dann fliegt Lazarus wie jedes Jahr in die Rur. Ein Feuerwerk schließt den Tag ab.
Foto: Veranstalter / www.strohmanus.de
