Jazz und Hausarbeit: Der Spitzenvaterpreis 2017

in Aktuelles um die Ecke, Familienleben

Jedes Jahr aufs Neue wird der „Spitzenvater des Jahres“ gekürt. Prof. Dr. Ulrike Detmers von der Großbäckerei Mestemacher hat den Preis ins Leben gerufen, weil es ihr am Herzen liegt, dass Männer ihre Frauen unterstützen, damit diese gleichberechtigt ihrem Beruf nachgehen können. Im März wurden zwei Spitzenväter 2017 gekürt, die sich jeweils über 5.000 Euro freuen können. Wir möchten einen Vater auf dieser Seite vorstellen und alle Leser aus der Region ermutigen, beim Wettbewerb 2018 mitzumachen.

 

Was sind die Anforderungen an den Spitzenvater?

1. Flexibilität
Der Spitzenvater wirkt bei der Kleinst-, Klein- und Schulkinderbetreuung und deren altersgemäßer Förderung mit. Er handelt aus innerer Überzeugung und stimmt mit der Mutter darin überein, dass die Fähigkeit flexiblen Verhaltens die berufliche und die familiäre Leistungsfähigkeit erhalten.
2. Partnerschaftlichkeit
Der Spitzenvater ermöglicht die Zweiversorgerfamilie. Er hält es für sinnvoll, aber nicht zwingend notwendig, dass beide Elternteile erwerbstätig sind und gemeinsam das Familieneinkommen erwirtschaften.

 

Porträt Yoshinao Mikami

Preisträger des 12. Mestemacher Preises

Der Familienvater Yoshinao Mikami hat seine langjährige Tätigkeit als Musiker und Komponist in Tokio, Japan, 2010 nach der Übersiedlung nach Deutschland auf die des Komponisten konzentriert. Yoshinao Mikami traf diese familienfreundliche Entscheidung, um sich noch intensiver um seine 2006 geborene Tochter Patrizia Saya zu kümmern und seine berufstätige Ehefrau Stefanie zu entlasten. Seine Tätigkeit als Jazzmusiker hat er deshalb reduziert, da ihm die Berufsausübung seiner Frau und die gemeinsame Erziehung und Bildung der Tochter wichtiger sind.

2010 war er von Tokio mit seiner deutschen Frau Stefanie Nartschik-Mikami und der damals fast vierjährigen Tochter nach Deutschland gezogen. Ehefrau Stefanie hatte nach mehrjähriger Berufstätigkeit für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Tokio in der Zentrale des DAAD in Bonn eine Vollzeitstelle angenommen.
Yoshinao Mikami repräsentiert mit seinem Vaterverhalten weder den typisch japanischen noch den typisch deutschen Mann und Vater. Er zählt mit seinem Verhalten vielmehr zur Gruppe der Wegbereiter für eine neue, familienfreundliche Väterkultur. In der japanischen Gesellschaft und in konservativen Milieus der deutschen Gesellschaft wird eher erwartet, dass die Mutter nach der Geburt zu Hause bleibt, sich um den Nachwuchs kümmert und dem Mann für berufliche Aktivitäten den Rücken frei hält.

Yoshinao Mikami entscheidet und handelt aber anders. Er teilt sich mit seiner Frau Stefanie Nartschik-Mikami partnerschaftlich alles, was der Tochter zugutekommt, und übernimmt zur Entlastung seiner Frau regelmäßig Hausarbeiten. Viel Zeit verwendet Yoshinao Mikami für die Förderung der Tanzleidenschaft der Tochter, die gerne in die Ballettschule geht.

Im April 2017 bekam die Familie das zweite Kind. Die Elternzeit ist zunächst für sechs Monate geplant. Selbstverständlich wird sich das Elternpaar Kinder- und Familienarbeiten auch weiterhin angemessen untereinander aufteilen.

Infos: www.mestemacher.de/social-marketing/spitzenvater-des-jahres/bewerbung



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