Heimspiel

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In Rollen schlüpfen, sich verkleiden, Geschichten ausdenken oder einfach mal „so tun, als ob“. Kinder lieben das Theaterspielen. Das Sofa wird zum Boot, der Besen zum Ruder oder der Holzlöffel zum Schwert. Im freien Rollenspiel können Kinder sich selbst entdecken, aber auch lernen, andere Menschen besser einzuschätzen.

Immer dieses Theater

Schon unter Zweijährige schlüpfen gerne in Rollen und beginnen, Personen und Handlungen nachzuahmen. Das Rollenspiel, ob Vater-Mutter-Kind, Kaufladen, Doktorspiel o. Ä., hilft den Kindern dabei, ihre Wünsche, Erwartungen und Erfahrungen zu verarbeiten. Im kooperativen Spiel, ab vier, sind die Kinder schon in der Lage, eine gemeinsam abgesprochene Geschichte über einen längeren Zeitraum zu spielen. Gleichaltrige spielen dann spontan und ohne Anleitung über Stunden und Tage ihre Rollen. Meist sind es Situationen, die sie gerade beschäftigen oder die sie aus dem Alltagsleben kennen. Durch das Verkörpern der Charaktere, erleben die Kinder die mit der Figur verbundenen Gefühle und lernen, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Sie üben quasi Sozialverhalten.

Was Eltern tun können, um das Rollenspiel zu unterstützen, ist, für günstige Rahmenbedingungen zu sorgen: Raum, Zeit und Material zur Verfügung zu stellen und natürlich die anderen Kinder einzuladen mitzuspielen!
Omas Hut und Mamas Hochzeitskleid
Verkleidungskisten mit verschiedenen Kostümen und Requisiten regen das Rollenspiel genauso an wie geheime Ecken auf dem Dachboden oder im Garten. Es ist nicht nötig, extra einen perfekten Kaufladen zu kaufen oder fertige Kostüme bereitzustellen. Zu viel oder nur einseitig verwendbares Material hemmt die Kreativität eher. Ein paar Tücher, ausrangierte Kleider, Taschen, Hüte, Sonnenbrillen, Ketten und Schuhe tun es auch. Dazu ein paar Utensilien, wie beispielesweise ein altes Telefon oder Handy, Musikinstrumente, Koffer, Kissen und Decken. Der Rest läuft meist von selbst.

Keine Kinder in der Nähe? Eltern können zur Not auch mal spontan einspringen, wenn das Kind sie darum bittet! Oft braucht es ganz dringend einen Patienten, der sich von ihm verarzten lässt, einen Gast im Restaurant oder einen Kunden in seinem Laden. Ganz gleich, ob das Kind mit einem Erwachsenen, anderen Kindern oder seinen Puppen Rollenspiele spielt, durch das in Aktion treten werden kreative Potentiale gefördert.

Ich bin du und du bist ich

Einen Tag lang mal wieder Kind sein? Oder endlich tun, was sonst nur die Erwachsenen dürfen? Ein Rollentausch zwischen Eltern und Kindern kann viel Spaß machen. Dann sind die Eltern eine Zeit lang klein und dürfen Quatsch machen und die Kinder müssen die Verantwortung übernehmen. Dieses Experiment kann sehr hilfreich dabei sein, den Standpunkt des jeweils anderen zu verstehen und sich in seine Gefühle hineinzuversetzen.

Manege frei

Das Thema Zirkus eignet sich hervorragend als Rollenspiel. Da es hier verschiedene Disziplinen wie Akrobatik, Tiere, Clowns oder Zauberkünstler gibt, findet jeder Mitspieler schnell die passende Rolle. Der Spaß in der Manege funktioniert besonders für altersgemischte Gruppen: Während Zweijährige schon als fauchende Löwen über den Boden streifen können, zeigen Vierjährige bereits bezaubernde seiltänzerische Improvisationen und Sechsjährige begeistern das Publikum mit Zaubertricks.

Frau Holle und der böse Wolf

Kinder sind oft richtige Märchenexperten, sie kennen die Figuren und Handlungen und das Thema beflügelt ihre Fantasie. Auch hier gibt es diverse Charaktere und Gestalten zur Auswahl: Je nach Stimmung möchten die Kinder lieber in die Rolle eines schönen Prinzen, einer guten Fee, eines gefährlichen Drachen oder eines mächtigen Zauberers schlüpfen. Die Kinder lieben es, sich mit diesen irrealen Figuren zu identifizieren. Auch die Handlungen von Märchen entsprechen meist dem Wunschdenken der Kinder. Die Guten kämpfen gegen die Bösen und alles ist spannend, aber am Ende siegt immer das Gute.



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