Digitale Welten: Digitalisierung der Stadtbibliothek

in Aktuelles um die Ecke, Kultur & Musik

Obwohl das Buch immer noch das Nummer 1 Medium ist, möchte sich nun auch die Stadtbibliothek Aachen der Digitalisierung öffnen. Um den Besuchern – nicht nur Lesern – in diese Richtung ein Stück entgegen zu kommen, bietet die Bibliothek neue Angebote passend zum Thema „Digitale Welten“ an.
Durch den großen Erfolg der schon bestehenden Angebote, entschied sich das NRW-Ministerium die diesjährige Digitalisierung finanziell zu unterstützen. Dazu gehören die VR-Brille, der PressReader, eCircle, Film- und Audiobar, welche in der Digital-Area zu finden sind.

Ab Mitte Februar kann jeder Besucher ab 16 Jahren mit Hilfe der VR-Brille in andere spannende Welten, wie zum Beispiel eine Grabkammer in Ägypten, die Tiefsee, Mount Everest, Google Earth und das Museum of Fine Art eintauchen.
Nichts desto trotz werden die pädagogischen Ansprüche nicht vernachlässigt, was den Leitern der Bibliothek wichtig ist. Ein spielerisches Lernen wird ermöglicht.

Susanne Schwier und Manfred Sawallich führen die VR-Brille vor

Beim Betreten der Bibliothek, fallen einem direkt der leuchtend rote PressReader und eCircle ins Auge. Auf dem PressReader können 7.000 Zeitungen in 100 Sprachen aus 60 Ländern abgerufen werden. Hier können zum einen Zeitungen, aber auch Magazine aus verschiedenen Kategorien, wie Sport, Deko&Wohnen, sowie diverse Kinderzeitschriften gelesen werden.
Alle Magazine aus den letzten drei Monaten, können mit dem Leseausweis für sieben Tage ausgeliehen und somit auch zu Hause auf dem Laptop und Smartphone gelesen werden.
Dieses vielfältige Angebot ist vor allem ein großer Gewinn für ausländische Einwohner.

Der eCircle hilft bei der digitalen Suche und dem Ausleihen von Titeln und ist ebenfalls nur mit dem Bibliotheksausweis nutzbar. Jedoch kann jedes digitale Exemplar, genauso wie beim gewöhnlichen Buchausleih nur an einen Leser verliehen werden.
Man sollte nicht enttäuscht sein, wenn nicht alle ebooks vorhanden sind, da nur 10% aller Bücher digitalisiert und ein Großteil immer noch analog produziert wird.

Die Audio- und Filmbar ist nicht so wie alle bisher genannten Neuangebote im Erdgeschoss in der Digital-Area zu finden, sondern auf der dritten Etage.
Dort können ältere Medien wie Schallplatten und Kassetten auf CDs übertragen oder in MP3-Files umgewandelt werden. Durch Abgabe des Ausweises an der Rezeption, bekommt der Nutzer eine Box mit allen benötigten Materialen, sowie eine kurze Gebrauchsanweisung. Hierbei ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Bibliothek keine Medien zur Verfügung stellt, diese müssen mitgebracht werden. Außerdem sollte man genügend Zeit mitbringen, da die Übertragungszeit gleich der Abspieldauer ist.

Zu den bereits bestehenden Angeboten zählt die Geocashing-Schatzkiste, die gerne von Menschen inner- und außerhalb der Region benutzt wird. Seit letztem Jahr wird die Schatzsuche häufig von den verschiedensten Altersgruppen gemeistert.

Das Antolin-Programm wird seit vielen Jahren gerne von Lehrern/innen und ihren Grundschulklassen für einen abwechslungsreicheren Unterricht genutzt. Um eine Chance auf den Siegerpreis in Form eines Kinobesuches mit der gesamten Klasse zu erlangen, ist für jeden Schüler ein Lesepass notwendig. Das Programm hilft dem Lehrer das Leseverständnis der Kinder spielerisch abzufragen.

Durch die 2018 eröffnete Youth-Factory zieht die Stadtbibliothek nun deutlich mehr Jugendliche an, die vorher seltener oder noch nie dort waren. Der schön und wohnlich gestaltete Raum erinnert an ein Jugendzentrum. Dieser Eindruck entsteht durch den Billardtisch und das breite Spektrum an für Jugendliche interessante Aktivitäten. Am beliebtesten sind wohl laut des Bibliotheksleiters die Spielkonsole und die kuscheligen Sitzecken. In der Youth-Factory werden aber nicht nur die digitalen Geräte genutzt, sondern auch die dort ausgelegten Bücher.

All dies kann nur von Jugendlichen von 12 bis 25 mit Bibliotheksausweis verwendet werden.

Durch die große und erfolgreiche Veränderung der letzten Jahre gelang es der Aachener Stadtbibliothek, die jungen Öcher anzuziehen und wieder neu für die Bibliothek zu begeistern.

Text: Anna-Klara Leineweber und Sofia Savvidi
Fotos: Anna-Klara Leineweber

 



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