Buchtipp: Pheromon – Sie riechen dich

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Ohne Brille gut sehen können? Für die meisten nichts Besonderes. Die schwierigsten Mathegleichungen lösen? Können schon weniger. Aber Gefühle riechen? Wie cool wäre das denn?
Jake beherrscht seit kurzem jede dieser Fähigkeiten, hat jedoch keinen blassen Schimmer, wieso.
Aber abgesehen von den tollen Erfahrungen, einem Mann aufgrund dieser Fertigkeiten das Leben retten zu können und sich im Matheunterricht nicht völlig bloßzustellen, gerät er auch immer mehr in mysteriöse Situationen hinein und bringt sein Leben in Gefahr. Auf seiner Suche nach Antworten lernt er vertrauensvolle Verbündete kennen und deckt Geheimnisse auf, die nicht nur ihn, sondern die gesamte Menschheit betreffen.
100 Jahre später, das heißt im Jahre 2118, spielt sich ein zweiter Handlungsstrang ab und beschreibt das Leben von Travis, einem älteren Arzt, der versucht, seine Fehler aus der Vergangenheit wiedergutzumachen. Aufgrund von Überfällen, Menschen, die nicht erkranken und wie Roboter emotionslos durch die Gegend laufen, und einer Frau, die vergessen zu haben scheint, dass sie ein Kind zur Welt brachte, beginnt er an der neuen „Human Future Project“-Organisation zu zweifeln, denn aus irgendeinem Grund scheint alles mit ihr verbunden zu sein.
Ebendiese Organisation findet ihre Anfänge im Jahr 2018, wodurch beide Hauptcharaktere trotz unterschiedlicher Zeit verbunden sind. Nach und nach lassen sich jedoch noch weitere Parallelen feststellen und es wird deutlich, was die Organisation mit Pheromonen und außerirdischem Leben zu tun hat.
Der neue Roman von Rainer Wekwerth und Thariot ist ihr erstes gemeinsames Werk und stellt den ersten Band einer geplanten Trilogie dar. Jeder der beiden Autoren hat einen der Handlungsstränge geschrieben, wodurch eine abwechslungsreiche Leseatmosphäre entsteht. Auch trägt der Wechsel zwischen den Protagonisten bzw. den Zeiten dazu bei, dass man das Buch vor allem gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen kann.
Sowohl bei Jake als auch bei Travis kommen immer mehr positive wie auch negative Charakterzüge zum Vorschein, wodurch die Figuren sehr authentisch wirken und der Leser bis zum Schluss mit den beiden mitfiebert. Trotz der Science-Fiction-Elemente und der während des Showdowns wachsenden Gewalt erscheinen viele Situationen nicht unmöglich und machen Lust auf den hoffentlich genauso spannenden nächsten Band.

Der Roman ist auf jeden Fall einen Kauf wert, und zwar nicht nur wegen des ausdrucksstarken Covers, welches wirklich ein Hingucker im Bücherregal ist, sondern vor allem aufgrund der fesselnden Handlung und der immer wieder neu auftretenden Fragen, die zum Miträtseln einladen.

Rainer Wekwerth und Thariot: Pheromon – Sie riechen dich
Planet Verlag, 2018
17 Euro | ab 14 Jahren



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