Bären

in Filmarchiv, Im Kino, Standard

Alastair Fothergill ist der Oberflächenästhet der aktuellen Naturdokumentation. Mit Hochglanzpanoramen, wie sie nur im Kino richtig zur Geltung kommen können und die einem schlichtweg den Atem
verschlagen können, hieven seine Filme („Unsere Erde“, „Schimpansen“) das größtenteils ins Fernsehen verlagerte Genre des Naturfilms wieder in die alleroberste Blockbustersparte. Die im Katmai-Nationalpark Alaska gedrehte Disneyproduktion vermischt sehr gekonnt eine kindgerechte, aber niemals in Albernheiten oder unnötige Verniedlichungen abdriftende Storyline, denn mit der beobachtenden und erklärenden Funktionsweise einer handelsüblichen Dokumentation gibt der Film sich nicht zufrieden. So bekommen die gewaltigen Landschaftsaufnahmen neben ihrem Überwältigungseffekt eine klare erzählerische Montage, ohne dass diese Inszenierungsweise auf Kosten der Tierwürde geht. So knüpft der in bestechender Auflösung fotografierte und liebevoll geskriptete Film direkt an die verloren geglaubten Tugenden früher Meisterwerke dieser Sparte an, für die Disney einst ebenfalls verantwortlich zeichnete. Was „Die Wüste lebt“ und andere unvergessliche Klassiker begonnen haben wird hier fokussierter (im Thema) und elaborierter (an ebendieser Tradition geschulter) einem Update unterzogen. Unbedingt mit den Kids im Kino sehen, wenn diese noch nicht vom Zynismus der Vorpubertät erfasst wurden.

Regie: Alastair Fothergill, Keith Scholey | 78 Min. | FSK: ohne Altersbeschränkung

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