Wenn die Kinder aus dem Haus gehen

in Aktuelles um die Ecke, Familienleben

Berichte von Eltern gesucht

Grade noch Baby und jetzt gehen sie schon aus dem Haus – wie ergeht es Eltern, wenn ihre erwachsenen Kinder ausziehen? Welche Sorgen bewegen sie in dieser Zeit und welche neuen Chancen ergeben? Ein Autorinnenteam sucht Berichte von Eltern für ein Buchprojekt.

Kinder werden uns geschenkt, wir begleiten sie entlang einer Wegstrecke ihres Lebens, freuen uns darüber, dass sie selbständig werden, und dann müssen wir sie ziehen lassen. Wenn sie ausziehen, beginnt für die Eltern oft eine schwierige Zeit. Meist sind es die Mütter, die das betrauern und dem Lebensabschnitt schon monatelang vorher mit Sorgen entgegenblicken. „Ich hatte das Gefühl, ihn nicht alleine lassen zu können, ich hatte ständig das Bedürfnis, ihn zu beschützen, ihn zu bemuttern, ihn zu umsorgen“, schrieb kürzlich eine Mutter. Vielleicht gehen sie aber mit ihren Gefühlen auch nur offener um, tauschen sich aus oder suchen professionelle Hilfe. Denn auch Vätern geht es nahe, wenn die kleine Tochter plötzlich bei ihrem Freund wohnen will oder der Sohn, mit dem man sich bis eben noch sportlich gemessen hat, zur Ausbildung in eine andere Stadt, ein anderes Land, womöglich auf einen anderen Kontinent zieht.

Wie ergeht es Müttern und Vätern tatsächlich? Sitzen sie traurig in der leeren Wohnung und beweinen das verlassene Kinderzimmer? Wie überwinden sie die Zeit? Welche neuen Aufgaben und Herausforderungen packen sie an? Ist jetzt endlich die Zeit, nochmal beruflich durchzustarten? Vielleicht entwickelt sich eine schwierige Beziehung zum Kind zum Besseren, vielleicht bekommt man mit den Partnerinnen und Partnern der Kinder plötzlich neue Familienmitglieder. Wie verändert sich die Partnerschaft, die sich lange Jahre auch nach den Kindern gerichtet hat? Wie geht es den Alleinerziehenden, deren Leben sich intensiv auf den Nachwuchs konzentrierte und die damit nicht selten an den Rand ihrer Kräfte kamen? Wird alles besser oder schlimmer? Auf jeden Fall wird es anders, aber wie anders? Andrea Krahl-Rhinow und Christina Stefanou sind Journalistinnen, die sich mit dem Thema beschäftigen und für ein Buchprojekt Erfahrungsberichte von Müttern und Vätern suchen: „Wir möchten wissen, wie es Eltern in dieser Phase erging, welche Gefühle sie hatten und wie sie den neuen Lebensabschnitt begangen haben. Wir wollen aber auch Eltern mit ihren Ängsten und Sorgen zu Wort kommen lassen, die noch vor dieser Situation stehen, und freuen uns über viele Berichte von Leserinnen und Lesern.“

Der Bericht sollte circa 1.000 bis 3.500 Zeichen lang sein.
Kontakt emptynest2017@web.de, www.emptynest2017.wordpress.com

Foto: thinkstock

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