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Gespensterjäger

Schon mehrere Bücher der Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke wurden in den letzten zehn Jahren verfilmt. Nach „Herr der Diebe“, „Tintenherz“, „Hände weg von Mississippi“ und der Reihe um „Die wilden Hühner“ sind nun auch ihre „Gespensterjäger“ reif für die Leinwand.

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Annie

Ich kann mir beim besten Willen keinen Menschen vorstellen, der zynisch genug wäre, um in „Annie“ nicht eins der besten Musicals aller Zeiten zu sehen. Vielleicht sogar das eine, das kompositorisch gerade mal ins obere Drittel gehört, im Gegenzug aber wie kein anderes das Wesen des klassischen amerikanischen Musicals illustriert.

PADDINGTON

Paddington

Paddington der Bär entstammt den dunkelsten Ecken von Peru und ist als zielloser Wanderer unterwegs, als ihn eine englische Familie am Londoner Bahnhof aufliest und ihn aufnimmt. Ungewöhnlich distinguiert für einen haarigen Gesellen wie ihn, ist der Liebhaber von Bitterorangen und süßer Marmelade eindeutig ein Nachfahre von Winnie Puuh. Seit den späten Fünfzigerjahren stapft er gemütlich und nachdenklich durch eine bunte Reihe von illustrierten Kinderbüchern, zahlreiche Zeichentrick- und Puppenfilmadaptionen erblickten bereits das Licht der Welt.

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Die Pinguine aus Madagascar

Mit dem vierten Teil der „Madagascar“-Reihe ist frühestens im Sommer 2018 zu rechnen – was jetzt von meiner Seite nicht nach pochender Erwartungshaltung klingen soll. Im Gegenteil: Trotz des enormen Erfolges ein Franchise-Produkt, wie es kaum weiter entfernt sein könnte von den artifiziellen und dennoch konventionell und familiengerechten Bilduniversen, die etwa regelmäßig aus den Pixarstudios zu erwarten sind.

Disneynature's BEARS

Bären

Alastair Fothergill ist der Oberflächenästhet der aktuellen Naturdokumentation. Mit Hochglanzpanoramen, wie sie nur im Kino richtig zur Geltung kommen können und die einem schlichtweg den Atem
verschlagen können, hieven seine Filme („Unsere Erde“, „Schimpansen“) das größtenteils ins Fernsehen verlagerte Genre des Naturfilms wieder in die alleroberste Blockbustersparte. Die im Katmai-Nationalpark Alaska gedrehte Disneyproduktion vermischt sehr gekonnt eine kindgerechte, aber niemals in Albernheiten oder unnötige Verniedlichungen abdriftende Storyline, denn mit der beobachtenden und erklärenden Funktionsweise einer handelsüblichen Dokumentation gibt der Film sich nicht zufrieden.

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Der kleine Medicus – Bodynauten auf geheimnisvoller Mission im Körper

Senator Film versucht sich mit einer deutschsprachigen Konkurrenz gegenüber den überdimensionierten und finanziell nicht schlagbaren Hollywood-Tonangebern. Das vor einigen Jahren extrem erfolgreiche und größtenteils positiv rezensierte Kinderbuch von Dietrich Grönemeyer setzte neue Akzente in der Verbindung von Wissensvermittlung, künstlerischer Konsistenz und Ambition, serviert mit klugem Humor, der für alle Altersklassen etwas bereithält. Schonmal ein guter Ansatz, eine deutschsprachige Vorlage in einen Animationsfilm zu übersetzen, der leider im Charakterdesign allzu sehr doch wieder an den üblichen Filmwelten festklebt.

DOLPHIN TALE 2

Mein Freund, der Delfin 2

„Free Willy“ begeisterte mit einem ähnlichen Konzept in den Neunzigerjahren ein Millionenpublikum und löste gleichermaßen eine langanhaltende mediale Debatte um Haltung von Meerestieren und deren Gebrauch für die Unterhaltungsindustrie aus. Ähnliche Effekte bildeten sich beim Vorgänger des vorliegenden Films heraus, der wie sein geistiger Vorgänger um den „Killerwal“ Willy schon in den Plot jene Kritik integriert, die den Filmen schließlich selbst entgegengebracht wird.

LES VACANCES DU PETIT NICOLAS

Der kleine Nick macht Ferien

Dem spezifisch französischen Ton für Kinder- und Familienfilme bzw. für Komödien überhaupt setzt Laurent Tirard atypische Federstriche entgegen, die wohl auf sein Studium und seine Lehrjahre im amerikanischen Mainstream zurückzuführen ist. Selbst der einigermaßen desaströsen Asterix-Realverfilmungsreihe konnten da ein paar Nuancen beigemischt werden. Die von den Großmeistern Goscinny und Sempé erdachte Kinderbuchreihe ist seit den frühen Sechzigerjahren kanonisiert als Meisterleistung und Messlatte für Illustration und Storytelling in symbiotischer Verschmelzung. Erwachsenen bricht das Herz angesichts der leisen Wehmut dieser Bücher, für Kinder ist der didaktische und auch ästhetische Wert unschätzbar groß.